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„Das Zentralkomitee beschließt, ich antworte“

26. November 2018 in Kommentar, 22 Lesermeinungen
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„Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist für mein Handeln unmaßgeblich. Mein Zentralkomitee ist in Rom.“ Von Claudia Sperlich


Berlin (kath.net/Blog „Katholisch? Logisch!“
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (das mich keinesfalls vertritt), beschloss in der vergangenen Woche unter dem Jubel des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Konsequenzen aus der Studie zum sexuellen Missbrauch in der Kirche. Das wäre grundsätzlich löblich, wären nur die Konsequenzen nicht zum großen Teil völlig ungeeignet.

Gefordert wird:

Trennung von Exekutive und Judikative im Kirchenrecht. Wir fordern eine unabhängige kirchliche Verwaltungsgerichtsbarkeit für den Bereich der Deutschen Bischofskonferenz.

Das klingt vernünftig; ich vermute, durch eine solche Trennung könnte man Kungeleien und Vertuschungen vorbeugen. Allerdings wäre es mir lieb, wenn das ZdK nicht ständig „fordern“ schriebe, wo „vorschlagen“ oder „bitten“ oder „anregen“ gemeint ist.

Um eine umfassende Transparenz zu schaffen und der von Papst Franziskus beschriebenen Klerikalisierung entgegenzuwirken ist eine gleichberechtigte Teilhabe von Laien und Geweihten an Leitung von Kirche zu schaffen.

Da die Leitung der Kirche (liebes ZdK, der bestimmte Artikel ist nicht völlig überflüssig) den Bischöfen obliegt, geht das nicht. Allerdings ist es sinnvoll, generell Laien viele Aufgaben (und nicht nur Ehrenämter) zuzumuten; gerade in beratenden, ordnenden und helfenden Funktionen halte ich Frauen oft für besser geeignet als Männer. Das ändert nichts daran, dass die oberste Leitung eben Bischöfe innehaben. Es ist die Kirche, keine Firma.


Frauen und Männer in Kirche gleich zu stellen und daher Frauen Zugang zu allen kirchlichen Ämtern zu gewähren.

Hier versucht das ZdK nicht zum ersten Mal einen unzulässigen deutschen Sonderweg zu beschreiten. Die Zentrale der Kirche ist nicht das ZdK. Abgesehen davon ist das Priestertum Dienst, nicht Amt – und die tatsächlichen Ämter (Küster, Ministrant, Lektor, Organist, Chorleiter, Katechet, Rendant, Hausmeister etc.) stehen Frauen grundsätzlich offen. Seltsamerweise hat das ZdK aber noch nie darauf gedrungen, die Kirche möge endlich eine Hausmeisterin einstellen – woran mag das liegen? Doch hoffentlich nicht am mangelnden Renommé eines Hausmeisters?

Sich aktiv dafür einzusetzen, den Pflichtzölibat abzuschaffen.

Erstens gibt es keinen Pflichtzölibat, weil es keine Pflicht gibt, Priester zu werden. Wer Priester werden will, weiß, dass er dann zölibatär zu leben hat – wenn er das nicht kann oder mag, wird er eben was anderes. Zweitens zeigt die Kriminalstatistik, dass Sexualdelikte bei nicht zölibatär lebenden Menschen – z.B. bei Familienvätern, bei Sport- und Schwimmlehrern, bei Trainern usw. – insgesamt weit häufiger vorkommen als bei katholischen Geistlichen. Das macht die Untaten innerhalb der Kirche nicht besser! Aber es zeigt, dass es eben nicht am Zölibat liegt.

In der kirchlichen Sexualmoral die vielfältigen Lebensformen und Lebenswirklichkeiten positiv anzuerkennen.

Wo die kirchliche Sexualmoral eingehalten wird, gibt es keine Sexualdelikte. Wo sie nicht eingehalten wird, kann es welche geben. Es gibt an der gesunden und heilsamen kirchlichen Lehre (zu der die Sexualmoral gehört) nichts zu ändern.

Entwicklung einheitlicher Standards bei der Ausbildung für den priesterlichen Dienst auf der Ebene der Deutschen Bischofskonferenz.

Wenn das bedeutet, dass die Ausbilder immer kluge, fromme Männer sind, die täglich ihr Stundenbuch und den Rosenkranz beten, oft zur Beichte gehen, selbst oft Beichte hören, religiöse Bildung und Freude am Dienst vermitteln, dabei mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben und die Seminaristen zu einem reinen, von Gottesliebe geprägten Leben führen, und wenn es ferner bedeutet, dass zur Ausbildung der Seminaristen auch gehört, sich die Gefahren unreifer Sexualität bewusst zu machen, und dass die Ausbilder Seminaristen, die in der Pubertät steckengeblieben sind oder sexuelles Suchtverhalten zeigen, hinauswerfen – dann bin ich ganz dafür. Aber irgendetwas sagt mir, dass das ZdK das nicht meint.

Die Verantwortung und Entscheidungskompetenz aller Getauften und Geweihten auf allen Ebenen für die Kirche zu verwirklichen.

Der letzte Satz ist ein einziges Geschwurbel. Natürlich haben alle Gefirmten (von den nur erst Getauften sind viele noch klein) eine hohe Verantwortung in Kirche und Welt, und es gehört zu den Aufgaben jedes einzelnen, sich dieser bewusst zu werden und ihr gerecht zu werden. Nur hat eben jeder einzelne, ob geweiht oder nicht, seine eigene Verantwortung, seinen eigenen Platz im Leben – und den kann das ZdK nicht herausfinden. Es geht darum, diesen Platz so gut wie möglich auszufüllen.

Für das, was ich tun darf, soll und muss, ist neben den persönlichen Fähigkeiten und Gegebenheiten maßgeblich, was in der Bibel, im Katechismus und im CIC steht. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist für mein Handeln unmaßgeblich. Mein Zentralkomitee ist, ich sagte es bereits, in Rom.

Symbolbild



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Lesermeinungen

 Rolando 28. November 2018 
 

Keine Angst

Wigratzbad (Petrusbrüder) hat viel Priesternachwuchs, Stift Heiligenkreuz platzt wegen Nachwuchs aus allen Nähten. Diese Priester hat der Herr berufen, um sie einzusetzen. Auch die Piusbrüder haben viel Nachwuchs, (zu gegebener Zeit wird eine Einigung mit Röm kommen). Alles andere ist Protestantismus, das lässt der Herr sterben, denn es entspricht NICHT der Wahrheit. Wir hatten Sitzung über die Bildung eines größeren Seelsorgebereiches, viel Ideen und Vorschläge, jedoch alles dient der Priesterreduzierung. Meine Frage in die Runde, wer braucht einen Priester zur regelmäßigen Beichte? Stille, dann Widerspruch, ich sagte, wozu soll uns der Herr Priester senden, wenn keiner beichtet? Diejenigen, die beichten, haben genügend Priester, solange keine Schlange von ca. 20 Leuten vor dem Beichtstuhl steht, haben wir keinen Priestermangel. Ich sagte, geht beichten, der Herr wird dann Priester schicken, er will das Umkehr geschieht.


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 pfaelzer76857 27. November 2018 
 

Die Greise finden Sie beim ZDK

@Michael1500
Ihre Einschätzung, dass eines Tages nur noch einige vergreiste Piusbrüder in den Kirchen herumgeistern, teile ich nicht. Beim ZDK könnte diese Prophezeiung dagegen Gestalt annehmen. Gefühlt strecken sich da seit dem Kirchenvolksbegehren in den 90er Jahren immer noch dieselben Köpfe in die Kameras und die Falten werden mehr ;-).


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 Montfort 27. November 2018 

@Michael1500 - Wenn Sie christlichen Bekennermut hätten,

würden Sie wohl mehr sagen als nur "ich bin ein Christ", und würden offen ihre Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft bekennen - oder es zumindest offen bekennen, wenn Sie aktuell kein Mitglied irgendeiner Glaubensgemeinschaft sind.

Oder wollen Sie hier nur Verwirrung stiften?


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 Montfort 27. November 2018 

@Michael1500 - Sagte ich ja...

Ich wiederhole: Sie sind KEIN Mitglied der katholischen Kirche, sondern wohl im freikirchlichen Bereich unterwegs.

Warum "reformieren" Sie denn nicht Ihre eigene Glaubensgemeinschaft, statt hier in einem katholischen Forum anti-katholisches Verständnis zu verbreiten und einzufordern, was Sie doch in der eigenen Gemeinschaft schon haben, was aber anscheinend nicht die erwarteten Früchte bringt?!

Heiliger Josef, bitte für uns!


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 Dottrina 27. November 2018 
 

Das sog. "ZdK" gehört abgeschafft!

Mich vertritt es jedenfalls nicht, zumal Herr Sternberg als sein Repräsentant sich nun erdreistet hat, FÜR den Migrationspakt zu stimmen. Solche "Vertreter" braucht kein gläubiger Katholik. Möge Gott uns gnädig sein!


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 michael1500 27. November 2018 
 

Lieber Montfort und doda!

Ich bin ein Christ. Ich handle nach dem was der Herr Jesus Christus vorgegeben hat. Jesus Christus ist der Messias der Sohn Gottes.
Matthäus 3:17
Und es fiel eine Stimme aus der Wolke, die sprach: Dieser ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hören!
So sage ich man muss dem Herrn mehr folgen als dem Knechten!
Zum andern muss ich sagen, wir sind alle Brüder deshalb sollten wir uns lieben. Jeder Ermahnung sollt in Freundlichkeit und Liebe erfolgen.
Zum Beispiel habe ich den Papst noch nie kritisiert aber jene die mich kritisieren, greifen den Papst immer zu an und sagen er ist ein Versager. Das ist wirklich nicht katholisch!


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 ThomasR 27. November 2018 
 

@Kirchental

eine fromme Ordensschwester als Generlavikarin in München klingt eher nicht schlecht, wobei ausgerechnet dies erscheint in München, wo Ordenschwestern eher schwierig haben(vgl.Altomünster und Reutberg)nicht möglich.
Leider München hat höchstwahrscheinlich inzwischen ihre Effizenzgrenzen ausgeschöpft zu haben.
Selbst Kranken in allen Krankenhäusern Münchens wird Zugang zur Hlg. Messe wenigstens am Sonntag nicht mehr gewährleistet (vgl.Krankenhaus Schwabing it über 900 Krankenbetten im November 2018- selbst evwangelische Kirche hat einmal im November Abendmahlgottesdienst i Krankneknahus angeboten, trotz Nähe des Ordinariates keine Heilige Messe für die Kranken und Angestellte des Krankenhauses)
Auch den vom Franziskus eingeführten Tag der Armen haben die Münchner Obdachlosen auf der Strasse verbringen müssen.München verfügt um 300 Betten in 3 Tagungs-und Exerzitienhäuseren (Schloss Fürstenried,Kard Wendel Haus, Freising)kein von diesen Häusern für die Obdachlosen zur Verfügung gestellt


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 Montfort 27. November 2018 

@Michael1500 - Was Sie hier verbreiten, ist NICHT katholisch

"Thomas-Gottesdienste", "allgemeines Priestertum", "Abendmahl" in "Hauskreisen" etc.

Was Sie hier verbreiten, ist vielleicht protestantisches Verständnis, aber sicher NICHT KATHOLISCH!

Das Einzige, worin Sie recht haben - auch wenn Sie es anders meinten -, ist, dass es Veränderung der derzeitigen Zustände in der Kirche braucht, damit nicht bald die Kirchen leer stehen.

Seltsam ist, dass Sie mehr Laien als Seelsorger fordern, dann aber wieder "viri probati" propagieren, obwohl Letztere ja dann durch die Weihe zu Priestern erst recht wieder Kleriker wären, und keine Laien mehr.

Mein Fazit aus Ihren unlogischen Forderungen: Sie sind KEIN Mitglied der katholischen Kirche, sondern wohl im freikirchlichen Bereich unterwegs. UND: Sie versuchen, hier Verwirrung zu stiften - allerdings etwas zu wirr.


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 Kirchental 26. November 2018 

Marx überholt ZdK links aussen

Eben der SZ von morgen entnommen, dass die Erzdiözese München ab 2020 nicht mehr von einem Generalvikar sonder von einem Laien geleitet werden soll, bevorzugt von einer Frau. Wen interessiert schon der CIC? !?

Ich hab einen Kloß im Hals.
Überbieten sich jetzt wirklich alle im Versuch, die Kirche zu vernichten? Wo soll das hinführen?

Homosexuelle Seilschaften
Kindesmissbrauch
Kommunion für alle - Geschiedene, evangelische sowieso
Abschaffung des Zölibat
Öffnung von SpitzenPositionen für Frauen
Freigabe aller Spielarten von Sexualität

Hab ich was vergessen?

Herr, schicke uns jemand zur Rettung deiner Kirche @


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 ThomasR 26. November 2018 
 

ZdK fehlt v.A. demokratische Legitimation

und hätte damit nach dem II Vatikanischen Konzil abgeschafft oder reformiert werden müssen.


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 doda 26. November 2018 

Nein, @Michael1500, das stimmt nicht!

"Wenn die Kirche in Zukunft ihre Seelsorgerverpflichtung nachkommen will, wäre dies (Viri probati)die einzige Chance dafür."
Sie führten hier schon wiederholt in die Irre.


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 lakota 26. November 2018 
 

@michael1500

Lieber Michael, Sie schreiben:"Es muss Veränderung geben sonst werden in ein paar Jahren die Kirchen leer sein".
Wir haben in unserer Gemeinde einen sehr guten Priester, der sich alle Mühe gibt, trotzdem wird unsere Kirche immer leerer. Ca.80% der Leute über 60, ich sage manchmal zu meiner Mutter (89), in 10 Jahren sitze ich ziemlich alleine da.
Soll in Zukunft jede Gemeinde, wo nur noch 20-30 Leute in die Hl.Messe gehen, einen eigenen Pfarrer haben? Das wäre doch ein Witz. Wem die Hl. Messe etwas wert ist, fährt auch ein paar km in die nächste Gemeinde.
Was die Pius-und Petrusbrüder angeht, kann ich @Leibniz nur recht geben!


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 michael1500 26. November 2018 
 

Ich weiß nicht wo ihr wohnt!

Bei uns am Land werden immer mehr Gemeinden aufgelassen, weil keiner mehr Priester werden will.

1 Priester betreut jetzt eine Region mit gut 6000-8000 Menschen. Wie soll er persönlichen Kontakt und Seelensorge so möglich sein.

Ziel ist die Heiligung der Menschen. Die erreicht man nicht mit einer 15 min Predigt. Unter Seelensorge versteht man auch, dass man Menschen auf die Ehe vorbereitet. Oder wenn jemand Trauer hat diesen zu Trösten. Ohne Laien ist dies nicht mehr möglich zumindest in ländlichen Regionen.

Wie gesagt Viri probati wird derzeit vom Papst geprüft. In diesem Sinn kann man zuversichtlich sein, dass dies auch Zukunft hat. Ziel ist es eine Gemeinschaft der Heiligen zu erreichen. Damit gemeint muss sein eine Kommunikation und nicht wie es jetzt in der Kirche passiert, dass alle zum Gottesdienst gehen, sich die Predigt anhören und dann ohne persönlichen Kontakt wieder nach Hause gehen.
Auch Thomas-Gottesdienste finde ich sehr gut!


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 leibniz 26. November 2018 
 

@Marcus,Glaubensmangel,richtig-und zwar hauptsächlich beim sog. Bodenpersonal!


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 hape 26. November 2018 

@michael1500

Sie wünschen sich noch mehr Laien in der Verantwortung der Kirche? Dazu ein Kommentar von Prof. Georg May:

"Ein Heer von Laientheologen (mit hohen Gehältern) ist in Deutschland aufgestellt worden. Aber die Aufgaben einer míssionarischen Seelsorge sind von ihnen nicht in Angriff genommen worden. Allzu viele nehmen an Schreibtischen Platz, bedienen Telefone und verfassen Handreichungen für das, was andere tun sollen."

Wenn Sie mögen, dann studieren Sie mal folgenden Link:
http://kath-zdw.ch/maria/texte/Georg.May.Selbstgemachter.Priestermangel.html

Aber Vorsicht: am Ende ändern auch Sie Ihre Meinung zu den Viri Probati. Sie wären nicht der Erste.


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 Marcus, der mit dem C 26. November 2018 
 

Wir haben keinen Priestermangel...

sondern einen Gläubigenmangel und einen Glaubensmangel! Leider haben wir gerade auch in Deutschland in der Diözesanleitung genug Kirchen- und Glaubenszerstörer, die systematisch den Priesterstand ruinieren, durch Weihe ungeeigneter Kandidaten, Mobbing an geeigneten Kandidaten und durch falsche Aufgabenzuordnung die echte Seelsorge verunmöglichen, dafür einen psychosozialen Popanz aufbauen mit politisch-korrekten Linksgeschwafel. Aller Niedergang in der evangelischen Kirche wird übersehen und die Verhältnisse dort verklärt(ähnlich wie in der Politik schwedische Verhältnisse verklärt werden, obwohl dort das Scheitern schon realisiert wurde).


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 hape 26. November 2018 

@leibniz: Stichwort "vorgeschobener Priestermangel"

Unter dem Titel „Zahlen lügen nicht – Wem nützt der Mythos Priestermangel?“ hat erst letzte Woche der Autor Jonathan Berschauer nachgewiesen, dass in Deutschland immer mehr Geistliche immer weniger Gläubige betreuen (DT, 22.11.18), sodass von einem Priestermangel keine Rede sein könne. Probleme mit der Seelsorge entstehen nach Beschauer aber z.B. durch kleinteilige Strukturen, die einen enormen Verwaltungsaufwand erfordern. Während wir keine Probleme damit haben, regelmäßig 3,5 km zum nächsten Supermarkt zu fahren oder in Fahrgemeinschaften zur Arbeit zu pendeln, erwarten viele wir, dass die Kirche zu Fuß erreichbar sein muss.

Ein Arzt und Langstreckenläufer erzählte mir mal, dass seine Mutter bis ins hohe Alter schlank blieb, wie sie u.a. jeden Sonntag 20 km wanderte, um die Hl. Messe zu besuchen. Bei Wind und Wetter. Selbstverständlich wanderte sie danach die 20 km auch wieder zurück. Und zwar mit der ganzen Familie. Das muss in den 60er Jahren gewesen sein.


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 antony 26. November 2018 

@ michael1500: Deshalb platzen ja die evangelischen Kirchen aus allen Nähten.


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 antony 26. November 2018 

Missbrauch bekämpfen, indem man die kirchliche Sexualmoral aufweicht - was für ein grandioser...

... Einfall!

Mein Vorschlag: Verkehrsdelikte verhindern, indem man die StvO verschlankt. Kein Tempolimit, keine Obergrenze für den Blutalkoholspiegel.

Noch ein Vorschlag: Diebstähle verhindern, indem man das Recht auf Eigentum aufweicht. Kein Eigentum - kein Diebstähle. Problem gelöst!

Die Kirche kann das gut unterstützen, indem sie ihre Lehre über Dein und Mein, am besten das 7. Gebot überarbeitet: "Stehlen ist in Ordnung, wenn man sich gut dabei fühlt". Folge: Viel weniger moralische Konflikte für Diebe!

Auch ansonsten gäbe es in der kirchlichen Moral viel Spielraum, um die Welt zu verbessern. Z. B. in der Morallehre über die Wahrheit und die Lüge. Statt dem rigiden, unzeitgemäßen "Kein falsches Zeugnis ablegen" könnte man doch formulieren: "Du sollst, wenn es dir in den Kram passt, halbwegs bei der Wahrheit bleiben."

Liebes ZdK: Nach eurer Logik wird es gleich viel weniger Lüge in der Welt geben. Ihr dürft diesen Vorschlag übrigens gerne abkupfern und als euren verkaufen.


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 michael1500 26. November 2018 
 

Leitungsamt für Frauen in Klostern!

Dies war vor den 2 Vatikanischen Konzil schon immer möglich. Man siehe nur auf die Äbtissin. Ein Frauenkloster wurde früher von einer Äbtissin geleitet. Erst i m2 Vatikanischen Konzil wurde bestimmt, dass nur wer ein Priesteramt ausübt auch die Leitung übernehmen darf.

Dass heißt gerade bei diesen Konzil wurden die Frauen sehr beschnieden.

Warum sollte eine Frau im Frauenkloster nicht die Leitung übernehmen dürfen?


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 michael1500 26. November 2018 
 

Viri probati bezieht die Laien mit ein

Das Konzept wird von bis zu 400 kath. Priestern unterstützt und soll dazu dienen den enormen Priester Rückgang auszugleichen. In ein paar Jahren werden wir viele Gemeinden habe, aber wenig Priester. Wo bleibt da noch der Kontakt mit den Menschen, der ja so wichtig wäre. Die Lösung die Seelsorgerräume immer mehr zu vergrößern, führt nur zu diesem Schwund an Kirchenmitgliedern.
Das Konzept Viri probati wurde dem Papst direkt vorgelegt und wird gerade geprüft. Wenn die Kirche in Zukunft ihre Seelsorgerverpflichtung nachkommen will, wäre dies die einzige Chance dafür.


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 michael1500 26. November 2018 
 

Viri probati

Es muss Veränderung geben sonst werden in ein paar Jahren die Kirchen leer sein oder ein paar eingefleischte Piusbrüder werden noch als Greise in der Kirche herumschmoren.
Viele Gemeinden, die keinen Priester mehr haben, suchen immer öfter alte pensionierte Priester, damit direkt in ihren Ort noch ein Gottesdienst stattfinden. Hier geht es um persönliche Beziehungen!
Es ist jetzt schon nach Kirchenrecht möglich, dass ein bewährter verheirateter Mann die Kommunion durchführt. Einzig sollt der Platz wo dies erfolgt gesegnet sein.

Ich kann dazu nur Viri probati sagen. Im Amazonasgebiet, wo man große Gebiete versorgen muss aber nur sehr wenig Priester hat, wird das schon so gemacht.

Viri probati bezieht die Laien mit ein!


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