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'Diese Kids erleiden gerade alle Arten von Missbrauch'

22. Jänner 2019 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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US-Präsident Donald Trump hat gestern seine Unterstützung für die Schüler der Covington Catholic High School bekundet und Medienhetze verurteilt - Erstmals Wort des Bedauerns von "Gay"-Jesuitenpater Martin - Kein Wort des Bedauerns von der Diözese


USA (kath.net)
Zu der medialen Aufregerstory über US-Medien, die am Wochenende reihenweise Fakenews über eine vermeintliche Konfrontation zwischen kath. Schülern aus Kentucky und US-Ureinwohnern verbreitet haben, hat sich gestern am Abend auch US-Präsident Donald Trump zu Wort gemeldet und seine Unterstützung für die Schüler der Covington Catholic High School bekundet. "Es sieht so aus, dass Nick Sandam und die Schüler der Covington Catholic mit frühen Urteilen, die sich als falsch herausgestellt haben, unfair behandelt wurden", schreibt Trump auf Twitter und spricht dann von Hetze durch Medien." Bereits zuvor hat Rand Paul, der republikanische US-Senator aus Kentucky, und Thomas Massie, Abgeordneter zum Kongress, ihre Unterstützung für die Schüler bekundet. "Diese Kids erleiden gerade alle Arten von Missbrauch, die sie nicht verdienen", so Rand Paul.

In der Kritik nicht nur bei den Eltern steht neben der Diözese auch die Schulleitung. Beiden hatten sich unter medialem Druck überschnell zu Wort gemeldet und die vermeintlichen Taten der Schüler offensichtlich ohne jede Rücksprache verurteilt. Gestern hat sich Robert Rowe, der Direktor der Schule, in einem E-Mail an die Eltern gewandt und angekündigt, dass es eine unabhängige Untersuchung geben werde. Rowe selber hat sich in dem E-Mail für das voreilige Verhalten bis jetzt nicht entschuldigt. Er kündigt aber an, dass er aufgrund der Drohungen für die Schüler, die nach der medialen Hetze eingegangen sind, sich bemühen werde, in Zusammenarbeit mit der Diözese und den lokalen Behörden, die Schüler zu beschützen. "Bitte betet für unsere Gemeinschaft", schreibt er dann abschließend. Kein Wort des Bedauerns über das voreilige Verurteilen gab es bis jetzt auch von der Diözese.


Immerhin gab es gestern Abend überrascherweise ein Wort des Bedauerns vom "Gay"-Jesuitenpater James Martin, der nach viel Kritik an seinem Verhalten nach zahlreichen Kritik-Tweets erstmals bedauerte, dass er in diese Kontroverse eingestiegen sei. "Es scheint, dass wir niemals wissen, was in den Herzen der Schüler vorgegangen ist. Daher möchte ich mich bei Ihnen für mein Urteil entschuldigen", schrieb der Pater.

Auch in den deutschsprachigen Medien wurden die Fake-News zum Teil übernommen. Nach viel Kritik haben einigen Medien wie die österreichische "KRONE" die Meldung aber etwas revidiert oder von der Startseite genommen. Der Journalist Stefan Niggemeier kritisierte auf "Uebermedien" das Verhalten der Medien: "Die Darstellung zahlreicher Medien, die sie als die klaren Aggressoren ausmachen, ist falsch. Und das Ausmaß an Hass, das ihnen entgegenschlägt, bestürzend."

Niggemeier spricht dann davon, dass es hier wieder einmal ein Medienversagen gab, weil alle "auf der Grundlage unvollständiger Informationen" in großer Geschwindigkeit eine "einseitige Geschichte verbreitet" haben. "Dass sie sich so schnell verbreitete, liege auch an der vermeintlich eindeutigen Verteilung von Gut und Böse: „Die katholischen, überwiegend weißen Schüler mit ihren Trump-Mützen und ihren Gruppengesängen standen sofort als Übeltäter fest, der Ureinwohner als Opfer der Aggressionen – und selbst die zunächst nur am Rande erwähnten schwarzen Aktivisten waren nicht für eine Rolle als rassistische und homophobe Provokateure vorgesehen", schreibt der Journalist.

Lesetipp: https://uebermedien.de/34797/boese-trump-fans-guter-ureinwohner-die-zu-einfache-geschichte-einer-konfrontation/






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