Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  6. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  7. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  8. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  9. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  10. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  11. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  12. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  13. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  14. R.I.P. Dolly Parton
  15. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz

Papst fordert Loyalität von seinen Diplomaten

14. Juni 2019 in Weltkirche, 24 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst Franziskus: "Ein Nuntius vertritt nicht sich selbst, sondern den Nachfolger Petri"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat die Diplomaten des Heiligen Stuhls auf Loyalität eingeschworen. Mit dem Status als päpstlicher Vertreter sei unvereinbar, den Papst hinter seinem Rücken zu kritisieren, sich in Blogs zu äußern oder sich zu Gruppen zusammenzuschließen, die dem Kirchenoberhaupt, der Kurie und der römischen Kirche "feindlich" gegenüberstünden, betonte Franziskus am Donnerstag vor Vatikandiplomaten. "Ein Nuntius vertritt nicht sich selbst, sondern den Nachfolger Petri", hielt der Papst fest.

Von Mittwoch bis Samstag sind nach Vatikanangaben 103 Apostolische Nuntien und Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls zu internen Beratungen in der Leitungszentrale in Rom versammelt. Der Redetext wurde den Teilnehmern schriftlich ausgeteilt.


Darin verlangt der Papst von seinen Mitarbeitern Anpassungsfähigkeit und Gehorsam. Kirchendiplomaten dürften weder in "mentale, spirituelle und menschliche Starrheit" fallen noch "heuchlerische und chamäleonhafte Biegsamkeit" zeigen. Als Vertreter und Mittler hätten Diplomaten ihren Auftrag auch über persönliche Sichtweisen zu stellen. "Der Gehorsam gegenüber Gott lässt sich nicht vom Gehorsam gegenüber der Kirche und den Vorgesetzten trennen", so der Papst.

Franziskus zitierte dabei den im Konzentrationslager Auschwitz ermordeten Ordenspriester Maximilian Kolbe (1894-1941): "Es ist wahr, dass ein Oberer irren kann, aber wer gehorcht, macht keinen Fehler." Weiter mahnte der Papst die Diplomaten zu einer unparteiischen Haltung, die auf Gerechtigkeit und Frieden ausgerichtet sein müsse. Ein Nuntius müsse auch das Evangelium verkünden und dürfe weder einer "Lauheit politischer und diplomatischer Kalküle" noch dem "politisch Korrekten" nachgeben.

In der persönlichen Lebensführung hielt der Papst die Botschafter zu Integrität und Bescheidenheit an. Konkret mahnte er sie zum Verzicht auf Luxus und Markenartikel an, zu karitativen Tätigkeiten und zum persönlichen Kontakt mit Bischöfen, Klerikern und Gläubigen ihres Einsatzlandes. Kirchendiplomaten sollten auch "kostspielige und oft nutzlose Geschenke" ablehnen oder wohltätigen Zwecken zuführen.

Was den Ruf nach Loyalität begründete, führte Franziskus nicht näher aus. In den vergangenen Monaten hatte der pensionierte Vatikanbotschafter Carlo Maria Vigano wiederholt mit Häresievorwürfen und einer Rücktrittsforderung an Franziskus für Aufsehen gesorgt. Eine Fußnote des vom Vatikan veröffentlichten Redeskripts verweist auf die Internetseite "Corrispondenza Romana", eine Plattform für konservative Papstkritiker.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"
  8. Papst besucht an Allerseelen Gräber ungeborener Kinder
  9. Dilexit nos
  10. Belgien: Nach Papstaussagen zu Abtreibung und Frauen wollen sich nun 520 Personen ‚enttaufen’ lassen






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  3. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  4. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  5. Erfrischung für Rom: Als ein Papst die Piazza Navona unter Wasser setzte
  6. Polnische Salvatorianer boten Workshop für Ministrantendienst im klassischen Ritus an
  7. Irland: 30 Prozent Rückgang bei katholischen Taufen in zehn Jahren
  8. Ein Wunder der Vorsehung
  9. Die Krise des Bischofsamtes
  10. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  11. US-Regierung leitet 2 Milliarden Dollar an christliche Hilfsorganisationen um
  12. Slowakei und Polen planen gemeinsamen Johannes-Paul-II.-Pilgerweg
  13. „Wenn ich mich nicht täusche, gibt es in der Geschichte keine vergleichbare Institution“
  14. USA: Priester-Boom und Neueröffnung eines Philipp-Neri-Seminars in Kansas
  15. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz