18 November 2019, 08:30
Papst wünscht Stärkung der Laien
 
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Franziskus vor Mitarbeitern der Vatikanbehörde für Laien, Familie und Leben: "Keine Angst, den Laien selbst die Begleitung anderer Laien im geistlichen Leben anzuvertrauen"

Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus wünscht sich eine Stärkung katholischer Laien durch die Kurie. Es gelte ihnen zu helfen, "erwachsen" zu werden und sich "furchtlos und mutig" ins Freie zu wagen. Die Kirche wolle "wie jede Mutter, dass ihre Kinder wachsen und autonom, kreativ und unternehmend werden", so der Papst am Samstag vor Mitarbeitern der Vatikanbehörde für Laien, Familie und Leben. Laien sollten ihre Talente "neuen Missionen" in Gesellschaft, Kultur und Politik einbringen.

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Mit Blick auf Herausforderungen der Glaubensweitergabe sagte Franziskus, man dürfe "keine Angst haben, den Laien selbst die Begleitung anderer Laien im geistlichen Leben anzuvertrauen". Weiter betonte er, die Kirche müsse auch Traditionen bewahren. Erster Wunsch der Kirche sei "Eintracht unter allen ihren Kindern" ohne Bevorzugung und Vorlieben.

Nachdrücklich wandte sich der Papst gegen eine "Klerikalisierung" von Laien mit bestimmten Aufgaben in der Kirche. In dem Zusammenhang äußerte er sich auch kritisch über den liturgischen Dienst ständiger Diakone. Diakone dürften keine "Messdiener erster Klasse oder Priester zweiter Klasse" sein. Zur Frage von Führungspositionen von Frauen sagte er, man müsse in der Kurie noch weitere Frauen "auf Beraterposten, auch auf Leitungsposten" bringen.

Eine Frau könne auch eine Kurienbehörde leiten, sagte Franziskus. So hätten für die Stelle des Präfekten des Wirtschaftssekretariats zwei Kandidatinnen zur Auswahl gestanden. Bei solchen Aufgaben gehe es um "Funktionalität". Wichtig sei davon unabhängig "der Rat der Frauen", so der Papst. - Am Donnerstag hatte Franziskus die Nachfolge Kardinal George Pells als vatikanischer Finanzchef mit dem Jesuiten Juan Antonio Guerrero Alves besetzt; es ist einer der einflussreichsten Posten in der katholischen Kirchenleitung.

Anlass der Äußerungen war die erste Vollversammlung des sogenannten Dikasteriums für Laien, Familie und Leben. Die Behörde entstand im Zuge einer Umstrukturierung im Herbst 2016. Leiter ist der US-amerikanische Kardinal Kevin Farrell.

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