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Elisabeth von Ungarn, eine ‚europäische’ Heilige

19. November 2019 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
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Benedikt XVI. – Licht des Glaubens: unzählige Menschen sind ihrem Beispiel gefolgt und haben sie als Vorbild radikal gelebter exemplarischer christlicher Tugenden in Ehe, Familie und auch im Witwenstand angesehen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Zum liturgischen Gedenktag der heiligen Elisabeth von Ungarn (von Thüringen; * 1207 in Pressburg oder auf Burg Rákóczi in Sárospatak – Ungarn; † 17. November 1231 in Marburg an der Lahn):

„Ich wünsche mir sehr, daß die vertiefte Kenntnis der Persönlichkeit und des Werkes Elisabeths von Thüringen dazu helfe, mit immer regerem Bewußtsein die christlichen Wurzeln Ungarns und Europas selbst wiederzuentdecken, und die Verantwortlichen dazu dränge, in harmonischer und respektvoller Weise den Dialog zwischen der Kirche und der zivilen Gesellschaft zu entfalten, um eine wirklich freie und solidarische Welt aufzubauen.

Möge das internationale Elisabeth-Jahr für die Ungarn, für die Deutschen und für alle Europäer eine äußerst günstige Gelegenheit sein, das von den Vätern empfangene christliche Erbe hervorzuheben, um auch weiterhin aus diesen Wurzeln den Lebenssaft zu ziehen, der nötig ist, damit sie in dem seit kurzer Zeit begonnenen neuen Jahrtausend reichlich Frucht bringen“.


Benedikt XVI., Schreiben an Kardinal Péter Erdő, Primas von Ungarn, anlässlich der Feierlichkeiten zum 800. Geburtstag der Hl. Elisabeth von Thüringen, 27. Mai 2007:

Dem verehrten Bruder
Péter Kardinal Erdő
Erzbischof von Esztergom-Budapest,
Primas von Ungarn,
Präsident des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen


Mit großer Freude habe ich von der Vorbereitung besonderer Festlichkeiten zur Achthundert-Jahr-Feier der Geburt der heiligen Elisabeth von Thüringen bzw. Ungarn in diesem Jahr erfahren. Aus diesem frohen Anlaß bitte ich Sie, den Gläubigen in Ungarn und ganz Europa zu bekunden, daß ich im Geiste an den vorgesehenen Feiern teilnehme: Sie werden eine günstige Gelegenheit bieten, dem gesamten Volk Gottes und im besonderen Europa das glänzende Zeugnis dieser Heiligen vorzustellen, deren Ruhm die Grenzen des eigenen Vaterlandes überschritten und sehr viele auch nicht christliche Menschen auf dem ganzen Kontinent angezogen hat.

Elisabeth, eine „europäische“ Heilige, wurde in einem gesellschaftlichen Umfeld geboren, das von der noch frischen Evangelisierung geprägt war. Andreas und Gertrude, die Eltern dieser wahren Zierde des neuen christlichen Ungarn, bemühten sich, sie in dem Bewußtsein ihrer Würde als von Gott angenommene Tochter zu erziehen. Elisabeth machte sich den Plan Jesu Christi, des Sohnes Gottes, zu eigen, der in seiner Menschwerdung „sich entäußerte und wie ein Sklave wurde“ (vgl. Phil 2, 7). Dank der Hilfe hervorragender Lehrer folgte sie den Spuren des heiligen Franziskus von Assisi und setzte sich als persönliches und letztes Ziel, ihr Leben nach dem Leben Christi, des einzigen Erlösers des Menschen, zu gestalten.

Zur Ehefrau des Landgrafen von Thüringen bestimmt, hörte sie nicht auf, sich der Sorge für die Armen zu widmen, in denen sie die Züge des göttlichen Meisters erkannte. Sie wußte die Fähigkeiten einer vorbildlichen Ehefrau und Mutter mit der Übung der evangelischen Tugenden zu vereinen, die sie in der Schule des Heiligen von Assisi gelernt hatte. Indem sie ein konkretes, sichtbares und bedeutsames Zeugnis der Liebe Christi darbot, erwies sie sich als wahre Tochter der Kirche.

Unzählige Menschen sind im Laufe der Jahrhunderte ihrem Beispiel gefolgt und haben sie als Vorbild radikal gelebter exemplarischer christlicher Tugenden in Ehe, Familie und auch im Witwenstand angesehen. Auch Persönlichkeiten aus der Politik haben sich von ihr inspirieren lassen und angespornt gefühlt, sich für die Versöhnung unter den Völkern einzusetzen.

Das internationale Elisabeth-Jahr, das am vergangenen 17. November in Rom eingeleitet wurde, gibt neue Anregungen, um die Spiritualität dieser Tochter Pannoniens besser zu verstehen, die ihren Landsleuten und den Bewohnern des europäischen Kontinents noch heute die Bedeutung der unvergänglichen Werte des Evangeliums ins Gedächtnis ruft.

Herr Kardinal, ich wünsche mir sehr, daß die vertiefte Kenntnis der Persönlichkeit und des Werkes Elisabeths von Thüringen dazu helfe, mit immer regerem Bewußtsein die christlichen Wurzeln Ungarns und Europas selbst wiederzuentdecken, und die Verantwortlichen dazu dränge, in harmonischer und respektvoller Weise den Dialog zwischen der Kirche und der zivilen Gesellschaft zu entfalten, um eine wirklich freie und solidarische Welt aufzubauen.

Möge das internationale Elisabeth-Jahr für die Ungarn, für die Deutschen und für alle Europäer eine äußerst günstige Gelegenheit sein, das von den Vätern empfangene christliche Erbe hervorzuheben, um auch weiterhin aus diesen Wurzeln den Lebenssaft zu ziehen, der nötig ist, damit sie in dem seit kurzer Zeit begonnenen neuen Jahrtausend reichlich Frucht bringen.

Indem ich auf alle den beständigen Schutz Mariens, der Magna Domina Hungarorum, des heiligen Stephan und der heiligen Elisabeth herabrufe, erteile ich Ihnen, Herr Kardinal, den Bischöfen, dem Klerus, den Ordensleuten und allen Gläubigen als Unterpfand reicher himmlischer Gnaden meinen besonderen Apostolischen Segen.

Aus dem Vatikan, am 27. Mai 2007

BENEDICTUS PP. XVI

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Lesermeinungen

 lesa 21. November 2019 

Von der Vergangenheit und der Zukunft Europas

@chris 2: "Was Generationen vor uns gedacht, geforscht und geglaubt haben, ist nicht nutzlos, sondern kann, ja soll heute fruchtbar gemacht werden. Die Idee, Europa aus immer neuen Ideologien voraussetzungslos konstruieren zu wollen, ist ein selbstzerstörerischer Irrweg.gefährlicher Irrweg.
Nicht was es gestern hier wirkte, sondern was heute an Identitätsstiftung und Weltbewältigung bieten könnte, macht das Christentum wertvoll für Europa...Nur wenn wir Europäer uns der eigenen Identität neu bewusst werden, werden wir auch abgrenzungs-und darum integrationsfähig. Nur dann wird sich eine selbstbewusste Gesellschaft ohne Angst gegen totalitäre Ideologie zur Wehr setzen können. Nur dann kann Bewährtes bleiben und zugleich ein Neuanfang gewagt werden."
(Erzbischof G. Gänswein, Vortr. in Bad Füssing am 1.Juli 2017) anlässlich des 60. Jahrestags der Unterzeichnung der Römischen Verträge)
Sein Buch "Vom Nine-eleven unseres Glaubens" wäre allen, besonders aber den Politikern zu empfehlen.


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 stephanus2 20. November 2019 
 

Heilige Elisabeth

Ich bekam als Kind, mit 9 oder 10 Jahren vielleicht, zum Geburtstag ein Heiligenbuch geschenkt. Tief beeindruckt haben mich die Hl. Cäcilia ..und eben die Hl. Elisabeth. So mild, fromm und gut, gleichzeitig tapfer und stark gegenüber allen gegen sie gerichteten Intrigen und Anfeindungen am Hof. Armenpflege, Krankenpflege,Aussätzigenpflege, ich glaube zum Schluss lebte sie ganz mit den Armen.Seelenberührend. Warum gucken die 2.0-Frauen nicht mal in die Heiligenkalender, der ist voll von wundervollen, beispielgebenden, verehrten Frauen der katholischen Kirche !Das "Gleichberechtigungs"thema ist hier völlig verfehlt. Nicht eine Sekunde (60J.) habe ich mich in der katholischen Kirche als Mädchen und Frau für weniger wert und würdig gehalten als die Männer.Die Aufgaben und die Bestimmung sind nur einfach andere. Der ganze Genderkram ist verheerend. Es würde viel mehr Ordnung, Würde und gegenseitiger Respekt herrschen, wenn Frauen ihr Frausein und Männer ihr Mannsein ganz annehmen würden.


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 myschkin 19. November 2019 
 

Richard Wagner, Tannhäuser:

"Heilige Elisabeth, bitte für mich." Nach Tannhäusers Schluss-Satz erklingt der Chor der jüngeren Pilger: "Heil, Heil! Der Gnade Wunder Heil!" Ich sage nichts weiter. So sei es.


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 Chris2 19. November 2019 
 

Europa wird christlich sein,

oder es wird nicht mehr sein. Die vermeintliche "Vernunft ohne Gott" ist innerhalb weniger Jahre zu einem intolerant-ersatzreligiösen Monstrum mit gleich mehreren Götzen mutiert, die man nicht einmal mehr mit sachlichen Argumenten oder unbequemen Fakten infragestellen darf, ohne dass die politisch-medialen Inquisitionstribunale soziale (und immer öfer auch legislative und reale) Scheiterhaufen entfachen. Wehret den Anfängen!


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