Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  5. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  13. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  14. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  15. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme

Elisabeth von Ungarn, eine ‚europäische’ Heilige

19. November 2019 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Benedikt XVI. – Licht des Glaubens: unzählige Menschen sind ihrem Beispiel gefolgt und haben sie als Vorbild radikal gelebter exemplarischer christlicher Tugenden in Ehe, Familie und auch im Witwenstand angesehen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Zum liturgischen Gedenktag der heiligen Elisabeth von Ungarn (von Thüringen; * 1207 in Pressburg oder auf Burg Rákóczi in Sárospatak – Ungarn; † 17. November 1231 in Marburg an der Lahn):

„Ich wünsche mir sehr, daß die vertiefte Kenntnis der Persönlichkeit und des Werkes Elisabeths von Thüringen dazu helfe, mit immer regerem Bewußtsein die christlichen Wurzeln Ungarns und Europas selbst wiederzuentdecken, und die Verantwortlichen dazu dränge, in harmonischer und respektvoller Weise den Dialog zwischen der Kirche und der zivilen Gesellschaft zu entfalten, um eine wirklich freie und solidarische Welt aufzubauen.

Möge das internationale Elisabeth-Jahr für die Ungarn, für die Deutschen und für alle Europäer eine äußerst günstige Gelegenheit sein, das von den Vätern empfangene christliche Erbe hervorzuheben, um auch weiterhin aus diesen Wurzeln den Lebenssaft zu ziehen, der nötig ist, damit sie in dem seit kurzer Zeit begonnenen neuen Jahrtausend reichlich Frucht bringen“.


Benedikt XVI., Schreiben an Kardinal Péter Erdő, Primas von Ungarn, anlässlich der Feierlichkeiten zum 800. Geburtstag der Hl. Elisabeth von Thüringen, 27. Mai 2007:

Dem verehrten Bruder
Péter Kardinal Erdő
Erzbischof von Esztergom-Budapest,
Primas von Ungarn,
Präsident des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen


Mit großer Freude habe ich von der Vorbereitung besonderer Festlichkeiten zur Achthundert-Jahr-Feier der Geburt der heiligen Elisabeth von Thüringen bzw. Ungarn in diesem Jahr erfahren. Aus diesem frohen Anlaß bitte ich Sie, den Gläubigen in Ungarn und ganz Europa zu bekunden, daß ich im Geiste an den vorgesehenen Feiern teilnehme: Sie werden eine günstige Gelegenheit bieten, dem gesamten Volk Gottes und im besonderen Europa das glänzende Zeugnis dieser Heiligen vorzustellen, deren Ruhm die Grenzen des eigenen Vaterlandes überschritten und sehr viele auch nicht christliche Menschen auf dem ganzen Kontinent angezogen hat.

Elisabeth, eine „europäische“ Heilige, wurde in einem gesellschaftlichen Umfeld geboren, das von der noch frischen Evangelisierung geprägt war. Andreas und Gertrude, die Eltern dieser wahren Zierde des neuen christlichen Ungarn, bemühten sich, sie in dem Bewußtsein ihrer Würde als von Gott angenommene Tochter zu erziehen. Elisabeth machte sich den Plan Jesu Christi, des Sohnes Gottes, zu eigen, der in seiner Menschwerdung „sich entäußerte und wie ein Sklave wurde“ (vgl. Phil 2, 7). Dank der Hilfe hervorragender Lehrer folgte sie den Spuren des heiligen Franziskus von Assisi und setzte sich als persönliches und letztes Ziel, ihr Leben nach dem Leben Christi, des einzigen Erlösers des Menschen, zu gestalten.

Zur Ehefrau des Landgrafen von Thüringen bestimmt, hörte sie nicht auf, sich der Sorge für die Armen zu widmen, in denen sie die Züge des göttlichen Meisters erkannte. Sie wußte die Fähigkeiten einer vorbildlichen Ehefrau und Mutter mit der Übung der evangelischen Tugenden zu vereinen, die sie in der Schule des Heiligen von Assisi gelernt hatte. Indem sie ein konkretes, sichtbares und bedeutsames Zeugnis der Liebe Christi darbot, erwies sie sich als wahre Tochter der Kirche.

Unzählige Menschen sind im Laufe der Jahrhunderte ihrem Beispiel gefolgt und haben sie als Vorbild radikal gelebter exemplarischer christlicher Tugenden in Ehe, Familie und auch im Witwenstand angesehen. Auch Persönlichkeiten aus der Politik haben sich von ihr inspirieren lassen und angespornt gefühlt, sich für die Versöhnung unter den Völkern einzusetzen.

Das internationale Elisabeth-Jahr, das am vergangenen 17. November in Rom eingeleitet wurde, gibt neue Anregungen, um die Spiritualität dieser Tochter Pannoniens besser zu verstehen, die ihren Landsleuten und den Bewohnern des europäischen Kontinents noch heute die Bedeutung der unvergänglichen Werte des Evangeliums ins Gedächtnis ruft.

Herr Kardinal, ich wünsche mir sehr, daß die vertiefte Kenntnis der Persönlichkeit und des Werkes Elisabeths von Thüringen dazu helfe, mit immer regerem Bewußtsein die christlichen Wurzeln Ungarns und Europas selbst wiederzuentdecken, und die Verantwortlichen dazu dränge, in harmonischer und respektvoller Weise den Dialog zwischen der Kirche und der zivilen Gesellschaft zu entfalten, um eine wirklich freie und solidarische Welt aufzubauen.

Möge das internationale Elisabeth-Jahr für die Ungarn, für die Deutschen und für alle Europäer eine äußerst günstige Gelegenheit sein, das von den Vätern empfangene christliche Erbe hervorzuheben, um auch weiterhin aus diesen Wurzeln den Lebenssaft zu ziehen, der nötig ist, damit sie in dem seit kurzer Zeit begonnenen neuen Jahrtausend reichlich Frucht bringen.

Indem ich auf alle den beständigen Schutz Mariens, der Magna Domina Hungarorum, des heiligen Stephan und der heiligen Elisabeth herabrufe, erteile ich Ihnen, Herr Kardinal, den Bischöfen, dem Klerus, den Ordensleuten und allen Gläubigen als Unterpfand reicher himmlischer Gnaden meinen besonderen Apostolischen Segen.

Aus dem Vatikan, am 27. Mai 2007

BENEDICTUS PP. XVI

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Benedikt XVI. - Licht des Glaubens

  1. Der außerordentliche Aufruf zur Umkehr
  2. Die antike Prophetie und der letzte Horizont
  3. Unsere Liebe Frau in Jerusalem – die Hingabe
  4. Elisabeth von Ungarn – Brot, das zu schönsten Rosen wird
  5. Unterwegs zu Christus, dem König
  6. Martin von Tours. Der Soldat Christi
  7. Die Kirche: der Weinstock, die Reben und die Reblaus
  8. Simon und Judas: unsere Identität erfordert angesichts der Widersprüchlichkeiten der Welt Kraft
  9. Ein Narrativ: das reale Konzil und des ‚Konzil der Journalisten’
  10. Leiden mit dem anderen, für die anderen. Leiden um der Wahrheit und der Gerechtigkeit willen







Top-15

meist-gelesen

  1. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  2. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  3. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  4. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  5. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  6. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  7. Fast der gleiche Glaube?
  8. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  9. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  10. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  11. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  12. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  13. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  14. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  15. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz