Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Facebook zensuriert Kardinal, der vor Neuer Weltordnung warnt
  2. Aufbrechen in die Deutschkirche
  3. Stärkere Corona-Maßnahmen für Gottesdienste in Deutschland: Keine selbstgenähten Stoffmasken mehr
  4. „Ich kann versichern, dass die neuerlichen Einschränkungen den Bischöfen nicht leicht gefallen sind“
  5. US-Bischöfe: Gewisse Politikversprechen von Biden fördern das moralische Übel!
  6. Biden will Transgender-Agenda in den Schulen forcieren
  7. Pressesprecher vom EB München beschimpft Journalist: 'Wie dämlich. Willkommen in der Gegenwart'
  8. Zweiter Brief an Bischof Wiesemann: „Auf welchem Irrweg die kath. Kirche in Deutschland ist!“
  9. Biden-Berater Fauci kündigt weltweite Unterstützung der Abtreibung mit US-Geldern an
  10. Vatikan erneuert Impf-Aufruf
  11. Noch mehr Kritik der US-Bischöfe: Biden´s Pro-Abtreibungs-Erklärung ist „zutiefst beunruhigend“
  12. Joe Bidens Partner für Inauguration Day: Weltgrößte Abtreibungsorganisation Planned Parenthood
  13. US-Präsident Biden: „In den letzten vier Jahren wurde das Recht auf Abtreibung extrem angegriffen“
  14. Wollte der Vatikan die Kritik der US-amerikanischen Bischofskonferenz an Biden ausbremsen?
  15. Die Beschränkung auf zehn Personen ist eine willkürliche Verhinderung von Gnaden Gottes!

Die Unordnung in der Gesellschaft

22. Februar 2020 in Jugend, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Jugendkolumne von kath.net - Diese Woche ein Beitrag von Victoria Samp


Linz (kath.net)
„Die Unordnung der Gesellschaft kommt von der Unordnung in der Familie“ – dieses Zitat der hl. Angela Merici finde ich sehr wahr! Warum?

Die Familie ist der erste Ort, an dem wir von jüngsten Jahren an nicht nur laufen und sprechen lernen, sondern auch lieben. Wir lernen, Kompromisse einzugehen, Verantwortung zu übernehmen, zu teilen, nachzugeben, dankbar zu sein, Hilfe anzunehmen und Hilfestellung zu geben. Wir lernen den Umgang mit älteren Generationen, aber auch mit Gleichaltrigen. Alles also Dinge, die für das Leben in der Gesellschaft unentbehrlich sind.
Familien leben heute aber immer mehr auseinander, nicht nur im physischen, sondern auch im „psychischen“ Sinne.

Aus unterschiedlichen Gründen ziehen junge Menschen früh von ihren Eltern weg und meistens ist es nicht nur in das Nachbardorf oder in die Nachbarschaft, sondern wirklich weit weg, sodass sie sich nur noch von Zeit zu Zeit mit ihren Eltern oder anderen Familienmitgliedern sehen. Und oft passiert dies schon zu einem Zeitpunkt, zu dem die Kinder noch nicht wirklich erwachsen sind, wo sie noch sehr sensibel für Einflüsse ihrer Umgebung sind, noch keinen eigenen Charakter gebildet haben und ihr Schicksal oft davon abhängt, in was für ein Umfeld sie am neuen Ort geraten. Die heutige Kultur drängt dann die jungen Menschen dazu, in die Welt der Erwachsenen einzutauchen und auszuprobieren, was nicht in ihr Alter gehört.


Generationenübergreifende Treffen finden eher selten statt, dabei könnten wir jungen von den Eltern so viel lernen. Lieber möchten wir aber selbst die Welt erkunden.

Aber es sind nicht nur die Entscheidungen der jungen Generation. Auch Scheidungen oder Verhaltensweisen der älteren Generationen führen dazu, dass Familienstrukturen zerstört werden, die die Natur für uns und für eine gute Entwicklung vorgesehen hat.

Vater und Mutter, zwei so unterschiedlich geschaffene Wesen, sind von der Natur dazu berufen, gemeinsam eine Familie zu bilden. Kinder müssen eben von diesen beiden ElternTEILen erzogen werden. Mütter und Väter sind „nur“ ElternTEILE. Erst gemeinsam bilden sie die ganze Elternschaft. Und erst in der gemeinsamen Erziehung können die Kinder sich am besten entwickeln, erfahren, wie eine normale Familie funktioniert und solch eine auch in der Zukunft selber bilden.

Und selbst, wenn wir eine normale Familie sehen, in der alles in Ordnung zu sein scheint, was passiert dann eigentlich genau hinter den Kulissen? Verbringen wir nicht zunehmend viel Zeit mit Medien aller Art? Es sind nicht nur die Smartphones, die dafür sorgen, dass wir weniger mit unserem direkten Gegenüber zu tun haben als mit einem Bekannten dritten Grades am anderen Ufer des Weltmeeres. Es ist auch das Fernsehen, Spiele, das Radio, ja, selbst Bücher können uns manchmal von der Realität und vom anderen Menschen ablenken. Im gesunden Grad tut es uns allen sicherlich gut, aber wo die Leidenschaften und Hobbies die familiären Prioritäten übertreffen, wo die Fiktion vor die Realität gestellt wird, dort wird es problematisch. Ein bewusster Umgang mit den Medien kann dagegen auch sehr positiv auf unsere Familienbindung wirken – gemeinsam lesen und sich über das Buch unterhalten, Gesellschaftsspiele am gemeinsamen Tisch – wunderbare Ideen für einen gelungenen Familienabend. Leider aber werden die Medien immer mehr auf die Individualität und Unabhängigkeit des Einzelnen ausgerichtet.

Wie also sollen wir eine gute Ordnung in der Gesellschaft herstellen, wenn die Grundlagen dafür immer mehr verloren gehen? Es mag vielleicht etwas kontrovers klingen, aber ich denke, dass Ordnung in der Familie einen größeren Einfluss auf das Wohl der Gesellschaft haben kann als politische Maßnahmen. Wenn wir die Welt verbessern wollen, tun wir doch das, was möglich ist, zuerst, nämlich sorgen im engsten Umfeld für gute Werte. Dass die Gesellschaft moralisch zerstört ist, ist eine Tatsache, die wir nicht verhindern, indem wir immer nur davon sprechen und uns darüber empören, wenn dieser Empörung nicht konkrete Taten folgen. Eine wunderbare Weisheit von dem hl. Franz von Assisi lautet: „Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche und plötzlich schaffst Du das Unmögliche!“. Die kleinste uns umgebende Gesellschaft ordentlich zu formen ist dabei nicht nur das Mögliche, sondern das Notwendige.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Dufay 24. Februar 2020 
 

Familienbilder

Ich finde, dass die Autorin ein bisschen um den heißen Brei herum redet. Sie sagt zwar, dass sie mehr Kontakt zwischen den Generationen wünscht. Andererseits scheint für sie Vater, Mutter und eigene Kindern bereits als Definition einer "normalen" traditionelle Familie zu zu genügen. Für mich nicht: Für mich gehören zu einer Familie Großeltern, Großtanten, Großonkel, Onkel, Tanten, Geschwister, Schwägerinnen und Schwäger, Cousins, Cousinen und auch Paten. Zu dem eingeschränkten Familienbild passt auch auch das Bild über dem Artikel: Man sieht Vater und Mutter mit ihren fünf minderjährigen Kindern. Andere Generationen und Verwandtschaftsgrade kommen nicht vor. Meine Erfahrung aber sagt: damit Eltern mit fünf Kindern dauerhaft so entspannt sein können wie auf dem Bild, müssen sehr viele Menschen dauerhaft im Hintergrund tätig werden. Wenn man die nicht zeigt, stellt man Idealbilder kurzer Glücksmomente von Eltern als Normalität dar und an dieser Glückserwartung kann man nur scheitern.


3

0
 
 lesa 22. Februar 2020 

Auf die Einzelnen kommt es an

@Einsiedlerin: Ja, das ist ein interessanter Satz: "... ich denke, dass Ordnung in der Familie einen größeren Einfluss auf das Wohl der Gesellschaft haben kann als politische Maßnahmen." Was der Einzelne, bzw. was die Familie lebt, auch unter Opfern, das Gute wirkt, auch wenn es unterdrückt wird. Der Satz kann auch von noch anderen Seiten beleuchtet werden. Zum Beispiel haben wir ja auch die Politiker, die nicht einfach vom Himmel fallen, so wie sind, sondern sie sind "Ergebnisse" der Gesellschaft, auch der "Familie" bzw. was man inzwischen darunter versteht. Und das Beispiel überzeugter, echter Familien kann Politiker positiv beeindrucken, es sei denn, sie seien bereits so ideologisch besessen, dass sie dagegen angehen …
Auch hier gilt, was Kardinal Sarah empfohlen hat: Geduldig der Zerstörung entgegenwirken!


4

0
 
 Einsiedlerin 22. Februar 2020 
 

Was für ein wunderbarer Artikel!

Sehr gut und richtig festgestellt. Besonders dankbar bin ich für den Satz: "... ich denke, dass Ordnung in der Familie einen größeren Einfluss auf das Wohl der Gesellschaft haben kann als politische Maßnahmen." Auf die Politik können wir uns nicht verlassen, das sehen wir heute überall. Da werden alle möglichen Zusammenlebensformen gefördert, aber die klassische Familie ist sozusagen das Abfallprodukt.


6

0
 
 lesa 22. Februar 2020 

Gesund und fähig zum selbständigen Denken!

Wenn junge Menschen so klar sehen, liegt Zukunft in der Luft - ein Weg aus all der Erkrankung tut sich auf. Vielen Dank, Viktoria Samp!


6

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Wen suchst DU?
  2. Die Chance auf etwas Außergewöhnliches
  3. In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt. (Joh 16,33)
  4. Gott, bist du dabei? Gibst du deinen Segen?
  5. Gespräch mit Gott vor dem Allerheiligsten
  6. "Wenn wir uns bekreuzigen, proklamieren wir den Sieg des Kreuzes über uns"
  7. Der Herr gibt zur rechten Zeit
  8. Jeden Tag das Leben verlieren
  9. Die Kirche in der Krise ihrer Glaubwürdigkeit
  10. Was ist wirklich noch von Bedeutung in den liebenden Armen Gottes?







Top-15

meist-gelesen

  1. Facebook zensuriert Kardinal, der vor Neuer Weltordnung warnt
  2. Joe Bidens Partner für Inauguration Day: Weltgrößte Abtreibungsorganisation Planned Parenthood
  3. Mit Joe Biden „an der Spitze der subtil-brutalsten Kampagne zur Ent-Christianisierung“
  4. US-Präsident Biden: „In den letzten vier Jahren wurde das Recht auf Abtreibung extrem angegriffen“
  5. Zweiter Brief an Bischof Wiesemann: „Auf welchem Irrweg die kath. Kirche in Deutschland ist!“
  6. Stärkere Corona-Maßnahmen für Gottesdienste in Deutschland: Keine selbstgenähten Stoffmasken mehr
  7. US-Bischöfe: Gewisse Politikversprechen von Biden fördern das moralische Übel!
  8. Biden-Berater Fauci kündigt weltweite Unterstützung der Abtreibung mit US-Geldern an
  9. „Jetzt ist die Stunde, die Türen der Kirchen weit zu öffnen“
  10. „Ich kann versichern, dass die neuerlichen Einschränkungen den Bischöfen nicht leicht gefallen sind“
  11. Aufbrechen in die Deutschkirche
  12. Noch mehr Kritik der US-Bischöfe: Biden´s Pro-Abtreibungs-Erklärung ist „zutiefst beunruhigend“
  13. Großes kath.net-Gewinnspiel 2021: Zwei Romreisen, Reisegutscheine, Büchergutscheine und ein Ipad!
  14. Mit großer Sorge
  15. Das Verschwinden der kirchlichen Eheschließungen

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz