Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  5. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  8. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  9. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  10. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  11. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  12. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  13. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  14. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  15. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“

Lackner in Fastenhirtenbrief: "Gott stellt keine Fallen"

26. Februar 2020 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Salzburger Erzbischof setzt sich mit Thema Versuchung auseinander - Schweres im Leben eine Zumutung Gottes, um Wachstum und Reifung des Menschen zu ermöglichen


Salzburg (kath.net/KAP) Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner setzt sich in seinem Fastenhirtenbrief mit dem Thema Versuchung auseinander. Die Gegensätzlichkeit von Gott als liebender Vater und als jener, der das Versuchtwerden des Menschen zulässt, erklärt Lackner so: "Was immer Gott tut, ist von Anfang bis zum Ende auf das Gute hin ausgerichtet. Gott stellt keine Fallen. Aber er mutet uns das Leben mit all seinen Schattierungen zu, auf dass der Mensch wachse, zur Fülle des Lebens reife."

Für den heutigen Menschen sei das schwer zu verstehen. Darauf habe jüngst auch der Papst aufmerksam gemacht, sagte Lackner. Um den Teil des Vaterunser-Gebetes, der von der Versuchung spricht, ist erst kürzlich von Italien ausgehend eine Debatte ausgebrochen. Die Bitte "führe uns nicht in Versuchung" lautet in der offiziellen neuen italienischen Fassung künftig sinngemäß "überlass uns nicht der Versuchung".


Der Weg zur Nachfolge Christi sei oft dort steinig und eng, wo er zum Guten führe, erklärte Lackner. Hingegen breit, angenehm, weit ausgetreten, führe er ins Oberflächliche des Zeitgeistes. Gott traue Gläubigen mitunter das Schwere zu. Es sei deshalb deren Aufgabe, "klug und arglos im Vertrauen auf unserer Sendung das Leben zu wagen".

Mit dem Heiligen Augustinus meinte Lackner: "Nicht kennt der Mensch sich, wenn er sich nicht in der Versuchung kennenlernt." Auch der Sohn Gottes habe über den Weg der Versuchung "Mensch-Sein gelernt". Das Leben biete viele Möglichkeiten, doch nicht alle seien gut, so Lackner. In letzter Konsequenz würden Leben und Glauben eine Grundehrlichkeit der Motive verlangen. "Jesus hat trotz Hunger auf Brot verzichtet, um so den Heilswillen Gottes ganz zu erfüllen. Sind auch wir heute bereit, für das Reich Gottes von morgen zurückzutreten?"

Nur im Miteinander und Gegenüber der verschiedenen Aufgaben und Charismen können Gläubige laut Lackner gemeinsam einen Weg bereiten für den, "der nach uns kommt und immer schon mitten unter uns ist". Das sensibilisiere dafür, was die Absicht Gottes sei, nämlich: "Sein Reich unter den Menschen je neu aufzubauen wie Jesus - ganz von Gott her und auf den Nächsten hin, mit gläubigem und ehrlichem Herzen."

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto Erzibischof Lackner (c) Erzdiözese Salzburg/Sulzer


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 St. Hildegard 26. Februar 2020 
 

Danke, das ist wichtig.

Anstatt in Krisenzeiten und Trockenheiten sich vertrauensvoll an Gott, die Quelle alles Guten, zu wenden, anstatt gläubig um seine Lösung zu bitten und darauf zu warten, tendiert man leider oft dazu, sich durch fragwürdige Maßnahmen aus einer missliebigen Situation zu befreien. Ich denke hier zum Beispiel im privaten Bereich auch an vorschnelle Trennungen, Scheidungen etc., die ja heute leider normal sind.
Manchmal ist aber gerade Geduld und Mäßigung angezeigt.
Solche geistlichen Wege gehen doch verloren, wenn nach und nach alles "an die Lebenswirklichkeit der Menschen" angepasst werden soll!


7
 
 gebsy 26. Februar 2020 

Vergelt's Gott! Exzellenz,

darf noch eine Sichtweise aufgezeigt werden? Unser Gottvertrauen kann nur durch Grenzerfahrungen wachsen, in denen bewusst die helfende Liebe Gottes erfahren wird.
Da erleben wir unser TABOR …
Damit kommen wir zur Einsicht, wie entscheidend die Gewissensbildung ist, um das Sündenbewusstsein am Leben zu erhalten. Jede Sünde hat ihre Versuchung, ihre Einladung, Gott helfen zu lassen …
"Das ist doch nicht so schlimm; die anderen machen es auch" bewirkt genau das Gegenteil.


7
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Fastenzeit

  1. „Laetare Jerusalem“ – Freude mitten in der Bußzeit
  2. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien des Vatikans: „Hoffnung vermitteln“
  3. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  4. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Bernhard der Realist“
  5. „Eine Begegnung mit einem Engel ist immer persönlich, nicht ersetzbar durch Download oder Chatbot“
  6. Varden: „Als Jesus erklärte, was es bedeutet, bei ihm zu bleiben und in das Reich Gottes einzugehen…
  7. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  8. „Es ist verlockend aber zweifelhaft zu glauben, wir müssten mit den Moden der Welt Schritt halten“
  9. „Sich einer christlichen Freiheitsvorstellung zu verschreiben, bedeutet, Leid in Kauf zu nehmen“
  10. Bischof Varden: „Gottes Hilfe ist kein Notdienst, den wir ab und zu rufen“







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  5. Keine Bistums-Erlaubnis für Afrika-Madonna in der Gebetsstätte Marienfried
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  8. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  9. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  10. Das Vermächtnis eines Sterbenden
  11. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  12. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  13. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  14. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  15. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz