Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof von Limburg: Keine Interzelebration beim Ökumenischen Kirchentag, ABER...
  2. Papst an Fokolarini: freudiges Zeugnis für das Evangelium
  3. Benedikt XVI.: „Es gibt keine zwei Päpste. Nur einer ist Papst…“
  4. Ex-Mönch will seinen Freund heiraten: „Ich wusste schon im Kloster, dass ich auf Männer stehe“
  5. Freiheit und/oder Sicherheit! Alles oder Nichts!
  6. Initiative im Erzbistum München will mehr Aufgaben für Laien
  7. Künstliche Aufregung? - Pfarreigruß zu Ostern wurde nur an Männer verschickt
  8. US-Bischöfe raten von Covid-Impfstoffen AstraZeneca und Johnson & Johnson ab
  9. Bätzing 2.0: Der Kampf geht weiter!
  10. Traurigkeit, Schmerz und Verwirrung
  11. Papst Franziskus warnt vor neuer Sintflut
  12. Wir sehen zum Himmel hinauf und gehen unseren Weg auf Erden
  13. Erzbischof Jedraszewski: ‚Great Reset’ kann nur in Christus gelingen
  14. Wo bleibt das Totengedenken für die vielen?
  15. "Austragendes Elternteil" - Australische Uni möchte "Mutter" und "Vater" abschaffen

An die Apotheker: danke für eure Hilfe für die Kranken

16. April 2020 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: die Freude – die große Kraft der Verkündigung des Evangeliums, Frucht des Heiligen Geistes. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Papst Franziskus – Donnerstag der Osteroktav, vierunddreißigste Messe in Live-Streaming über Fernsehen und Internet aus der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“„gegen“ die Coronavirus-Pandemie.

„Deine siegreiche Hand rühmen sie alle, o Herr, denn die Weisheit hat den Mund der Stummen geöffnet und die Zunge der Unberedten gelöst. Halleluja“: bei seiner Einleitung zur Messfeier wandte Franziskus seine Gedanken den Apothekern zu:

„In diesen Tagen wurden mir Vorwürfe gemacht, weil ich vergessen habe, einer Gruppe von Menschen zu danken, die ebenfalls arbeitet ... Ich habe den Ärzten, Krankenschwestern und Krankenpflegern, den Freiwilligen gedankt ... ‚Aber Sie haben die Apotheker vergessen’: auch sie arbeiten so viel, um den Kranken zu helfen, aus der Krankheit herauszukommen. Lasst uns auch für sie beten.

In seiner Predigt kommentierte der Papst das Tagesevangelium (Lk 24,35-48), in dem der auferstandene Jesus den Jüngern erscheint, die erschraken und voller Angst waren, „denn sie meinten, einen Geist zu sehen“. Der Herr öffne ihren Geist für das Verständnis der Heiligen Schrift. Und vor Freude konnten sie es nicht glauben. Voller Freude zu sein sei die höchste Erfahrung des Trostes. Es sei dies die Fülle der Gegenwart des Herrn, Frucht des Heiligen Geistes, eine Gnade. Der Papst zitierte das Apostolische Schreiben Pauls VI. „Evangelii Nuntiandi“, das von freudigen Evangelisierern spreche. Die große Stärke, die wir hätten, um das Evangelium zu predigen und als Zeugen des Lebens voranzugehen, sei die Freude des Herrn, die Frucht des Heiligen Geistes sei:

„In jenen Tagen in Jerusalem hatten die Menschen so viele Gefühle: Angst, Staunen, Zweifel. ‚In jenen Tagen, während der geheilte Gelähmte sich Petrus und Johannes anschloss, war das ganze Volk außer sich vor Verwunderung und Staunen...’: es gibt keine ruhige Umgebung, weil Dinge geschahen, die man nicht verstand. Der Herr ging zu seinen Jüngern. Sie wussten auch, dass er bereits auferstanden war, Petrus wusste dies auch, weil er an jenem Morgen mit ihm gesprochen hatte. Diese beiden, die aus Emmaus zurückgekehrt waren, wussten es, aber als der Herr erschien, bekamen sie Angst. ‚Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen’. Dasselbe hatten sie auf dem See erlebt, als Jesus über das Wasser ging.

Doch damals wurde Petrus mutig und setzte auf den Herrn und sagte: ‚Wenn du es aber bist, so lass mich auf dem Wasser gehen’. An diesem Tag schwieg Petrus, er hatte an jenem Morgen mit dem Herrn gesprochen, und von diesem Dialog weiß niemand, was sie einander gesagt hatten, und aus diesem Grund schwieg er. Aber sie waren so voller Angst, so aufgebracht, dass sie dachten, sie hätten ein Gespenst gesehen. Und er sagt: ‚Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen Zweifel aufkommen? Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst’, er lässt die Wunden sehen. Jenen Schatz Jesu, der ihn in den Himmel gebracht hat, um ihn dem Vater zu zeigen und für uns Fürbitte zu leisten. ‚Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht’.

Und dann kommt ein Satz, der mir so viel Trost spendet, und deshalb gehört dieser Abschnitt aus dem Evangelium zu meinen Lieblingsabschnitten: ‚Als sie es aber vor Freude immer noch nicht glauben konnten...’, und sie waren immer voller Staunen, die Freude hinderte sie daran, zu glauben. Es herrschte so viel Freude, dass ‚nein, das kann nicht wahr sein. Diese Freude ist nicht real, es ist zu viel Freude’. Und das hinderte sie daran, zu glauben. Freude. Die Momente der großen Freude. Sie waren voller Freude, aber wie gelähmt vor Freude.

Und die Freude ist einer von Paulus’ Wünschen für sein Volk in Rom: ‚der Gott der Hoffnung erfülle euch mit Freude’, sagte er ihm. Mit Freude erfüllen, voller Freude sein. Es ist die Erfahrung des höchsten Trostes, wenn der Herr uns verstehen lässt, dass dies etwas anderes ist, als heiter, positiv, leuchtend zu sein... Nein, es ist etwas anderes. Freudig sein, aber voller Freude, eine überfließende Freude, die uns wirklich mitnimmt. Und deshalb wünscht Paulus den Römern: ‚der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude’ (vgl. Röm 15,13).

Und jenes Wort, jener Ausdruck ‚mit Freude erfüllen’ wird wiederholt, viele, viele Male. Wenn es zum Beispiel im Gefängnis geschieht und Petrus das Leben des Kerkermeisters rettet, der im Begriff war, Selbstmord zu begehen, weil die Türen durch das Erdbeben geöffnet wurden, und ihm dann das Evangelium verkündet, ihn tauft und der Kerkermeister, so sagt die Bibel, ‚voller Freude’ war, weil er geglaubt hat. Dasselbe geschieht mit dem Hofbeamten der Kandake, der Königin der Äthiopier, der über ihrer ganzen Schatzkammer stand. Als Philippus ihn taufte, wurde der Apostel entrückt, der Kämmerer sah ihn nicht mehr und er zog ‚voll Freude’ auf seinem Weg weiter. Dasselbe geschah am Tag der Himmelfahrt: die Jünger kehrten ‚voll Freude’ nach Jerusalem zurück, sagt die Bibel.

Es ist dies die Fülle des Trostes, die Fülle der Gegenwart des Herrn. Denn, wie Paulus zu den Galatern sagt: ‚Die Freude ist die Frucht des Heiligen Geistes’, sie ist nicht die Folge von Gefühlen, die aufgrund von etwas Wunderbarem hervorbrechen... Nein, es ist mehr als das. Diese Freude, diese Freude, die uns erfüllt, ist die Frucht des Heiligen Geistes. Ohne den Geist kann man diese Freude nicht haben. Die Freude des Geistes zu empfangen, ist eine Gnade.

Mir kommen die letzten Nummern, die letzten Absätze des nachsynodalen Apostolischen Schreibens ‚Evangelii Nuntiandi’ Pauls VI. in den Sinn, wenn er von den frohen Christen spricht, von frohen Evangelisierern, und nicht von denen, die immer unten leben. Heute ist ein schöner Tag, um es zu lesen. Voller Freude. Das sagt uns die Bibel: ‚Als sie es aber vor Freude immer noch nicht glauben konnten...’, sie war so groß, dass sie nicht glaubten.

Es gibt da einen Abschnitt aus dem Buch Nehemia, der uns heute bei dieser Reflexion über die Freude helfen wird. Das nach Jerusalem zurückgekehrte Volk fand das Buch des Gesetzes vor, es wurde wieder entdeckt – denn sie kannten das Gesetz auswendig und fanden das Buch des Gesetzes nicht – ein großes Fest, und das ganze Volk versammelte sich, um dem Priester Esra beim Lesen des Buches des Gesetzes zuzuhören. Das Volk weinte vor Rührung, es weinte vor Freude, weil es das Buch des Gesetzes gefunden hatte, und es weinte, es war freudig, das Weinen... Am Ende, als der Priester Esra fertig war, sagte Nehemia zum Volk: ‚Seid ruhig, jetzt weint nicht mehr, bewahrt die Freude, denn die Freude im Herrn ist eure Stärke’.

Dieses Wort aus dem Buch Nehemia wird uns heute helfen. Die große Kraft, die wir haben, um uns zu verwandeln, das Evangelium zu verkünden und als Zeugen des Lebens voranzugehen, ist die Freude des Herrn, die Frucht des Heiligen Geistes ist, und heute bitten wir ihn, uns diese Frucht zu schenken’.

Wie immer beschloss der Papst die Feier der Messe mit der Anbetung und dem eucharistischen Segen und lud alle zur geistlichen Kommunion ein.

Dem Autor auf Twitter folgen!



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Mangold 17. April 2020 

Die große Stärke, die wir hätten,.....????

Die große Stärke, die wir hätten, um das Evangelium zu predigen und als Zeugen des Lebens voranzugehen, sei die Freude des Herrn, die Frucht des Heiligen Geistes sei: WO ist Stärke zu sehen??? Eher wohl Feigheit!!
Das Evangelium predigen, ist wohl keine Kunst - es zu leben hingegen sehr wohl.
WO ist der Zeuge, der aufrecht Jesu entgegen geht??? Sie haben das Grab verrammelt, Jesus weggesperrt, damit nur ja keiner an SEINER Auferstehung teilnehmen kann.
WORTE, ja was sind Worte, wenn die Werke fehlen. Schall und Rauch - nichts wert.
... damals wurde Petrus mutig und setzte auf den Herrn und sagte: ‚Wenn du es aber bist, so lass mich auf dem Wasser gehen’.>>> WO ist der MUT der Priesterschaft???
Franziskus hat vor lauter Mut die Kirchen sperren lassen, weil doch der ARZT ALLER kommen könnte, die Menschheit zu heilen, den Menschen geistige Nahrung zu geben. GOTT macht nicht krank, GOTT ist ein Gott der Liebe und des Vertrauens; aber wenn das fehlt, erleben wir Zeiten wie diese!


1

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus-Perle

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net-Gewinnspiel 2021: Gewinnen Sie im MÄRZ ein neues IPAD!
  2. Ex-Mönch will seinen Freund heiraten: „Ich wusste schon im Kloster, dass ich auf Männer stehe“
  3. US-Bischöfe raten von Covid-Impfstoffen AstraZeneca und Johnson & Johnson ab
  4. Traurigkeit, Schmerz und Verwirrung
  5. Benedikt XVI.: „Es gibt keine zwei Päpste. Nur einer ist Papst…“
  6. Bischof von Limburg: Keine Interzelebration beim Ökumenischen Kirchentag, ABER...
  7. Bätzing 2.0: Der Kampf geht weiter!
  8. Erzbischof Jedraszewski: ‚Great Reset’ kann nur in Christus gelingen
  9. Papst an Fokolarini: freudiges Zeugnis für das Evangelium
  10. Freispruch von Prof. Kutschera – Gericht: Meinung ist vom Grundgesetz geschützt!
  11. Papst will in Rom sterben - im Amt oder emeritiert
  12. Der Churer Medienbeauftragte Giuseppe Gracia verlässt nach Bischofsernennung das Bistum Chur
  13. „Das Ziel dieser Kampagne gegen Kardinal Ratzinger/Benedikt XVI. ist sehr durchsichtig“
  14. Missbrauchskandal: Fragen, die es auch geben muss
  15. Keine Priester-Laien-Pfarrleitung im Bistum Trier

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz