Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  4. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  5. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  6. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  7. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  8. ‚Augustiner für den Frieden‘ – Der spätere Leo XIV. bei einer Friedensdemonstration in Rom 1983
  9. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  10. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  11. Pater Karl Wallner warnt vor Naivität: 'Politischer Islam hat bei uns keinen Platz'
  12. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  13. Renaissance des Glaubens: Amerikas junge Männer kehren in die Kirchen zurück
  14. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  15. Finanzströme des Islam-Terrors: Hisbollah-Netzwerke bis nach Österreich aktiv

Pakistan: Juristischer Rückschlag für verschleppte minderjährige Christi

8. August 2020 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Muss Maira zu ihrem Entführer zurück? - Pakistanische Menschenrechtsaktivistin: „Mit diesem Urteil ist kein christliches Mädchen in Pakistan in Sicherheit“


Islamabad (kath.net/KIN) Beim Einsatz für die Befreiung der verschleppten und zwangsverheirateten 14-jährigen Katholikin Maira Shabaz aus Islamabad/Pakistan hat es einen schweren juristischen Rückschlag gegeben: Das Oberste Gericht von Lahore entschied am 04. August unerwartet zugunsten des Angeklagten Mohamad Nakash. Das berichteten Anwälte und Prozessbeobachter dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“.

Nakash wird vorgeworfen, das Mädchen Anfang Mai verschleppt und geheiratet zu haben, obwohl Maira noch minderjährig ist. Auch sei das Mädchen gezwungen worden, den muslimischen Glauben anzunehmen. Das Oberste Gericht von Lahore hob nun die Entscheidung der Vorinstanz auf. Ein Bezirksgericht hatte die vom mutmaßlichen Entführer vorgelegten Unterlagen als Fälschungen anerkannt. Damit hatte er beweisen wollen, dass das Mädchen volljährig und die Ehe rechtmäßig geschlossen ist. Auch hatte das Gericht angeordnet, Maira in einem Frauenhaus unterzubringen. Beobachtern zufolge sollte das Mädchen für eine Tätigkeit in der Sexindustrie vorbereitet werden.


Muss Maira zu ihrem Entführer zurück?

Das Oberste Gericht in Lahore kassierte nun die getroffenen Entscheidungen. Maira müsse demnach wieder zu ihrem Entführer zurückkehren. Prozessbeobachter berichteten „Kirche in Not“, die 14-Jährige sei nach dieser Entscheidung in Tränen ausgebrochen. Der Anwalt des Mädchens, Khalil Tahir Sandhu, erklärte gegenüber dem Hilfswerk: „Es ist unglaublich. Was wir da erlebt haben, ist ein islamisches Urteil. Unsere Argumente waren stark und schlüssig.“ Sandhu hatte dem Gericht unter anderem die Geburtsurkunde von Maira vorlegt und die Aussage eines islamischen Geistlichen zitiert, wonach die vom Entführer beigebrachte Heiratsurkunde eine Fälschung sei.

„Kein christliches Mädchen in Pakistan mehr sicher“

Auch berief sich die Verteidigung auf die pakistanische Gesetzgebung, wonach Minderjährige nur mit Erlaubnis ihrer Eltern die Religion wechseln dürfen. All diesen Argumenten folgte das Gericht nicht. Der Anwalt erklärte, er werde nun erneut Berufung einlegen – zunächst vor dem Gericht in Lahore selbst und, falls nötig, auch vor dem Obersten Gerichtshof Pakistans.

Die Menschrechtsaktivistin und Freundin von Mairas Familie, Lala Robin Daniel, zog gegenüber „Kirche in Not“ das Fazit: „Mit diesem Urteil ist kein christliches Mädchen in Pakistan in Sicherheit.“ Der Menschenrechtsorganisation „Bewegung für Solidarität und Frieden“ zufolge werden in Pakistan jedes Jahr rund 1000 christliche und hinduistische Frauen und Mädchen entführt und zwangsverheiratet.

Foto: Die entführte 14-jährige Christin Maira Shahbaz aus Faisalabad. © Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  2. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  3. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  4. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  5. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  6. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  7. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  8. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  9. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“
  10. Brutaler Polizeiangriff auf einen katholischen Priester in Sri Lanka: Kirche fordert Aufklärung







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  3. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  4. Christus, das Licht der Jugend und der Familien
  5. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  6. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  7. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  8. Keine Bistums-Erlaubnis für Afrika-Madonna in der Gebetsstätte Marienfried
  9. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  10. "Einfach viel unverschämter vom persönlichen Glauben erzählen"
  11. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  12. Der Fall „Correctiv“: Ein journalistischer Sündenfall und seine Folgen
  13. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  14. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"
  15. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz