Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  9. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  12. Wir machen da was mit Medien
  13. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  14. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  15. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein

Irak: Kardinal Sako plädiert für säkularen Staat

19. August 2020 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Chaldäischer Patriarch fordert Verbesserung des politischen Systems im Irak und mehr Schutz für Christen - Weihbischof Yaldo: "Stimme der Demonstranten hören"


Bagdad (kath.net/KAP) Der chaldäische Patriarch Kardinal Louis Raphael I. Sako hat Hoffnung auf die Rückkehr von Christen in den Irak sowie auf mehr politische Stabilität und Sicherheit in dem von politischen Unruhen geprägten Land. Bei einem jüngsten Treffen mit dem neuen Premierminister Mustafa Al-Kadhimi forderte Sako u.a. eine Verbesserung des politischen Systems im Irak, etwa durch eine Trennung zwischen Staat und Religionen, wobei Minderheiten, wie die Christen, besonderen Schutz benötigten, wie der Pressedienst "AsiaNews" (Dienstag) berichtete. Erforderlich sei auch die Einbürgerung von irakischen Christen, die in den Libanon ausgewandert und nun von der schweren Explosionskatastrophe vom 4. August betroffen sind, so der Patriarch.

Der Irak gehöre allen, auch den Christen, betonte Premier Al-Kadhimi bei der Begegnung in der vergangenen Woche. Die Christen bezeichnete der Regierungschef im Zuge des Gesprächs laut "Vatican News" als "Kinder des Landes". "Iraker aller Konfessionen wünschen sich ein neues Irak, das an den Frieden glaubt und Gewalt ablehnt", zeigte sich der seit Mai amtierende Premier überzeugt. Ziel sei eine Rückkehr der geflohenen Christen zu ermöglichen, so Al-Kadhimi.
Patriarch Sako seinerseits bekräftigte bei dem Treffen, dass die irakische Kirche die Bemühungen der neuen Regierung zur Wiederherstellung von Stabilität unterstütze. Der chaldäische Patriarch erinnerte daran, dass "Christen stolz auf ihre irakische Identität sind" und betonte, dass sie sich durch den Ansatz der gegenwärtigen Regierung beruhigt fühlen und viele "in den Irak zurückkehren wollen".


Rückkehr der Ninive-Christen

Im August 2015 wurden 120.000 Menschen von der Terrorgruppe "Islamischer Staat" aus ihren Häusern vertrieben. Nach Angaben des Patriarchen sind inzwischen rund 40 Prozent der vertriebenen Christen in ihre Heimatstädte zurückgekehrt. Seit der Befreiung der Städte Mosul und Qaraqosh seien viele Christen wieder zurückgekehrt. Jedoch sei ihre Rückkehr durch ein "Klima der Unsicherheit, Diskriminierung, Einschüchterung und Belästigung beeinträchtigt", mahnte Sako.

"Stimme der Demonstranten hören"

Al-Kadhimi hatte Anfang Mai die Regierungsgeschäfte übernommen, nachdem die Vorgängerregierung unter Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi nach monatelangen, teils gewaltsamen Protesten, die sich vor allem gegen die Regierung und die Korruption in der politischen Klasse des Landes richteten, zurückgetreten war. Sicherheitskräfte hatten zuvor versucht die Proteste gewaltsam zu unterdrücken, nach verschiedenen Angaben wurden mehr als 550 Menschen getötet und Zehntausende verletzt. Neo-Premier Al-Kadhimi kündigte zuletzt für Juni 2021 eine vorgezogene Parlamentswahl an

"Wir haben dem Ministerpräsidenten und seinen Mitarbeitern gesagt, dass die Stimme der Demonstranten gehört werden muss", berichtete Weihbischof Basil Yaldo vom Gespräch zwischen Sako und Al-Kadhimi. Patriarch Sako plädiert seit Beginn der Proteste für Frieden und Stabilität im Land.


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Irak

  1. Irakischer Bischof: Christen blicken mit großen Sorgen in die Zukunft
  2. Nordirak: Angespannte Sicherheitslage in der Ninive-Ebene
  3. Irakischer Erzbischof: Leben in Mosul normalisiert sich
  4. Irak: Erzbischof befürchtet „schwerwiegende Folgen“
  5. Irak: Kirche würdigt muslimische Rettungsaktion von Christinnen
  6. Kardinal: Wiederaufbau des Irak braucht "Kultur des Respekts"
  7. „Kirche in Not“ startet neues Großprojekt im Irak
  8. Bagdad von Sicherheitskräften abgeriegelt
  9. Vor Islamisten gerettete Handschrift soll in den Irak zurück
  10. Freude über geplante Papst-Reise in den Irak







Top-15

meist-gelesen

  1. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  2. Vatikan bestätigt Papstreise nach Südamerika im vollen Umfang
  3. Wir machen da was mit Medien
  4. „Habe Entwicklung zur Ausblendung wichtiger Themen und der Tabuisierung von Kritik selbst erlebt“
  5. Glaubensweitergabe im Wandel der Zeit
  6. Nach Anschlag in Paris: Kritik an Macrons Aussage über religiös motivierte Gewalt
  7. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  8. Fatima-Tag in Berlin
  9. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  10. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  11. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  12. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  13. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  14. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  15. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz