Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. "Wenn Impfung wichtiger als Jesus wird"
  2. "Eine klare, kirchenpolitische Kriegserklärung an die traditionelle Hl. Messe"
  3. „Papst sollte nunmehr schleunigst auch klare Leitlinien für die Feiern des Novus Ordo herausgeben“
  4. ‚Traditionis custodes’ – der Begleitbrief
  5. "Hüter der Tradition" klingt leider zynisch in vielen Ohren...
  6. Traditionis Custodes - Erschütternd, wie man mit uns treuen Gläubigen umspringt!
  7. ‚Einheit kann nicht erzwungen, sondern nur gefördert werden’
  8. Trauer um "Stimme des Papstes" P. Bernd Hagenkord
  9. Papst Franziskus’ ‚gnadenloser Krieg gegen den Alten Ritus’
  10. Traditionis custodes – Wächter der Tradition
  11. Hat der Sexualkundeunterricht junge Schüler in Wien schwer verstört?
  12. Rod Dreher: ‚Traditionis custodes’ zeigt, wie Liberale sich nicht an ihre Prinzipien halten
  13. Treue zum Konzil - oder Treue zum "Bruch"?
  14. "Sie schneiden uns einfache Gläubigen von unseren Zufluchtsorten ab ..."
  15. "Für einen Großteil kirchenamtlicher Texte in Deutschland trifft in der Tat das Wort Amtskirche zu!"

Irak: Kardinal Sako plädiert für säkularen Staat

19. August 2020 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Chaldäischer Patriarch fordert Verbesserung des politischen Systems im Irak und mehr Schutz für Christen - Weihbischof Yaldo: "Stimme der Demonstranten hören"


Bagdad (kath.net/KAP) Der chaldäische Patriarch Kardinal Louis Raphael I. Sako hat Hoffnung auf die Rückkehr von Christen in den Irak sowie auf mehr politische Stabilität und Sicherheit in dem von politischen Unruhen geprägten Land. Bei einem jüngsten Treffen mit dem neuen Premierminister Mustafa Al-Kadhimi forderte Sako u.a. eine Verbesserung des politischen Systems im Irak, etwa durch eine Trennung zwischen Staat und Religionen, wobei Minderheiten, wie die Christen, besonderen Schutz benötigten, wie der Pressedienst "AsiaNews" (Dienstag) berichtete. Erforderlich sei auch die Einbürgerung von irakischen Christen, die in den Libanon ausgewandert und nun von der schweren Explosionskatastrophe vom 4. August betroffen sind, so der Patriarch.

Der Irak gehöre allen, auch den Christen, betonte Premier Al-Kadhimi bei der Begegnung in der vergangenen Woche. Die Christen bezeichnete der Regierungschef im Zuge des Gesprächs laut "Vatican News" als "Kinder des Landes". "Iraker aller Konfessionen wünschen sich ein neues Irak, das an den Frieden glaubt und Gewalt ablehnt", zeigte sich der seit Mai amtierende Premier überzeugt. Ziel sei eine Rückkehr der geflohenen Christen zu ermöglichen, so Al-Kadhimi.
Patriarch Sako seinerseits bekräftigte bei dem Treffen, dass die irakische Kirche die Bemühungen der neuen Regierung zur Wiederherstellung von Stabilität unterstütze. Der chaldäische Patriarch erinnerte daran, dass "Christen stolz auf ihre irakische Identität sind" und betonte, dass sie sich durch den Ansatz der gegenwärtigen Regierung beruhigt fühlen und viele "in den Irak zurückkehren wollen".


Rückkehr der Ninive-Christen

Im August 2015 wurden 120.000 Menschen von der Terrorgruppe "Islamischer Staat" aus ihren Häusern vertrieben. Nach Angaben des Patriarchen sind inzwischen rund 40 Prozent der vertriebenen Christen in ihre Heimatstädte zurückgekehrt. Seit der Befreiung der Städte Mosul und Qaraqosh seien viele Christen wieder zurückgekehrt. Jedoch sei ihre Rückkehr durch ein "Klima der Unsicherheit, Diskriminierung, Einschüchterung und Belästigung beeinträchtigt", mahnte Sako.

"Stimme der Demonstranten hören"

Al-Kadhimi hatte Anfang Mai die Regierungsgeschäfte übernommen, nachdem die Vorgängerregierung unter Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi nach monatelangen, teils gewaltsamen Protesten, die sich vor allem gegen die Regierung und die Korruption in der politischen Klasse des Landes richteten, zurückgetreten war. Sicherheitskräfte hatten zuvor versucht die Proteste gewaltsam zu unterdrücken, nach verschiedenen Angaben wurden mehr als 550 Menschen getötet und Zehntausende verletzt. Neo-Premier Al-Kadhimi kündigte zuletzt für Juni 2021 eine vorgezogene Parlamentswahl an

"Wir haben dem Ministerpräsidenten und seinen Mitarbeitern gesagt, dass die Stimme der Demonstranten gehört werden muss", berichtete Weihbischof Basil Yaldo vom Gespräch zwischen Sako und Al-Kadhimi. Patriarch Sako plädiert seit Beginn der Proteste für Frieden und Stabilität im Land.


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SalvatoreMio 20. August 2020 
 

Kardinal Sako

Herr, ich bitte um Deinen Segen, um Deine Kraft, um Beistand für die Kirchenhirten weltweit in ganz besonders schwieriger Lage, dass sie standhalten, der Herde ein gutes Vorbild sind und sie nicht im Stich lassen. - Schenke Deine Gaben an Kardinal Sako! Amen


3

0
 
 Chris2 19. August 2020 
 

In D wären auch viele froh,

wenn sie noch den weitgehend säkularen und auf Vernunft basierenden Staat hätten, der, sanft zwischen rechts und links pendelnd, 70 Jahre lang Friede, Sicherheit, Zusammenhalt und Wohlstand garantiert hatte.
Passée...


4

0
 
 mphc 19. August 2020 

Wir beten um Freiheit und Sicherheit

für die tapferen Christen im Irak.
Lassen wir sie nicht im Stich.


5

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Irak

  1. Irak: Kirche würdigt muslimische Rettungsaktion von Christinnen
  2. Kardinal: Wiederaufbau des Irak braucht "Kultur des Respekts"
  3. „Kirche in Not“ startet neues Großprojekt im Irak
  4. Bagdad von Sicherheitskräften abgeriegelt
  5. Vor Islamisten gerettete Handschrift soll in den Irak zurück
  6. Freude über geplante Papst-Reise in den Irak
  7. Erzbischof Warda: BBC hat verfolgte Christen und Jesiden aus irakischer Geschichte „wegretuschiert“
  8. Irakischer Premier lädt Christen zur Rückkehr ein
  9. Irak: Kirchenbau für die Hoffnung
  10. Irak: Christen weiterhin von Auslöschung bedroht







Top-15

meist-gelesen

  1. Traditionis Custodes - Erschütternd, wie man mit uns treuen Gläubigen umspringt!
  2. Bitte helfen Sie kath.net - Die Stimme der Diaspora-Katholiken im deutschen Sprachraum!
  3. "Wenn Impfung wichtiger als Jesus wird"
  4. "Hüter der Tradition" klingt leider zynisch in vielen Ohren...
  5. ‚Traditionis custodes’ – der Begleitbrief
  6. "Eine klare, kirchenpolitische Kriegserklärung an die traditionelle Hl. Messe"
  7. "Für einen Großteil kirchenamtlicher Texte in Deutschland trifft in der Tat das Wort Amtskirche zu!"
  8. Trauer um "Stimme des Papstes" P. Bernd Hagenkord
  9. Weishaupt: „‚Traditionis custodes‘ wirkt wie eine Kanone, mit der der Papst auf Spatzen schießt“
  10. ‘Traditionis custodes’ bei Licht betrachtet
  11. „Papst sollte nunmehr schleunigst auch klare Leitlinien für die Feiern des Novus Ordo herausgeben“
  12. "Der Wolf kommt und sie laufen davon"
  13. KOMMEN SIE MIT! Romreise zu Ostern 2022 mit Bischof Marian Eleganti
  14. Weihbischof Mutsaerts: „In den Pfarreien ist alles möglich, außer der tridentinischen Messe“
  15. "Derzeit weinen viele katholische Familien, Jugendliche und Priester auf allen Kontinenten"

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz