Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. „Das hier ist ein Satire-Account, oder? ODER????“
  2. Rosenkränze für Weltjugendtag 2023 aus Recycling-Material
  3. "Redet miteinander und habt Sex miteinander – Und geht niemals mit Groll zu Bett!"
  4. Belgien: Mann will Ordensschwester werden
  5. Ramadan-Wünsche vom Vatikan: Gemeinsam "Zeugen der Hoffnung"
  6. New Yorker Elternteil möchte das eigene (erwachsene) Kind heiraten
  7. DBK-Vorsitzender Bätzing: Debatte um selbstbestimmtes Sterben „sehe ich mit großer Sorge“
  8. Gebetsstätte Wigratzbad bekommt neue Leitung
  9. Also gut, Bischof Bätzing, reden wir über Sex
  10. Polnische Bischöfe gegen Corona-Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson
  11. Kardinal Müller: „Ich halte Benedikt XVI. für einen Kirchenlehrer der Zukunft“
  12. US-Bundesstaaten wollen ‚Trans-Frauen’ von Sportbewerben der Damen ausschließen
  13. Sind staatliche Einschränkungen für religiöse Veranstaltungen erlaubt?
  14. Covid-Impfpass als Werkzeug für eine globale Gesundheitsdiktatur?
  15. Zwei US-Bischöfe unterstützen LGBT-Kampagne für Ende der ‚Gewalt gegen Transgender’

Papst: Eherichter müssen Wohl der Familie im Blick haben

31. Jänner 2021 in Chronik, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kirche hat die Pflicht, allen zur Seite zu stehen, die unter einer Ehe-Annullierung leiden, betont Franziskus vor Mitarbeitern der Römischen Rota.


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)

Der Papst hat kirchliche Eherichter gemahnt, bei ihrer Arbeit stets das Wohl der Familie im Blick zu behalten. Für den verlassenen Partner und die Kinder sei eine Trennung oftmals katastrophal, sagte Franziskus am Freitag vor Mitarbeitern der Römischen Rota. Das Kirchengericht ist unter anderem für Ehenichtigkeitsverfahren zuständig. Entscheidungen in solchen Verfahren seien niemals nur juristischer Natur, betonte der Papst. Es gebe zugleich einen bedeutenden seelsorgerischen Aspekt.


"Wir dürfen nicht müde werden, der Familie und der christlichen Ehe alle Aufmerksamkeit und Sorgfalt zu widmen", sagte Franziskus. Die Kirche habe die Pflicht, allen zur Seite zu stehen, die unter einer Ehe-Annullierung litten. Selbst wenn eine Ehe berechtigterweise für nichtig erklärt werde, könne das Familie-Sein nicht einfach so als aufgehoben betrachtet werden. Schließlich seien die Kinder "Frucht eines göttlichen Plans".

Die Römische Rota ist die Berufungsinstanz für Ehenichtigkeitsverfahren, die von den Diözesen überwiesen werden. Der Papst hatte diesen Prozess 2015 vereinfacht. Die kirchenamtliche Feststellung der Ungültigkeit einer Ehe ist Voraussetzung dafür, dass Partner trotz einer früheren Verbindung erneut katholisch heiraten dürfen.

In seiner Rede verteidigte Franziskus die von ihm beschlossene Verfahrensreform. Zwar sei der beschleunigte Prozess auf erheblichen Widerstand gestoßen, räumte er ein. Die Einwände stammten jedoch nicht selten von Klerikern, die durch die Reform an Macht eingebüßt hätten. Oder es beschwerten sich Anwälte - aus finanziellen Gründen, weil sie Mandanten verloren hätten. Auf Spanisch, so der Papst weiter, sage man in solchen Fällen: "Por la plata baila el mono (Der Affe tanzt für Geld)."

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Montfort 1. Februar 2021 

"Por la plata baila el mono" bezieht der Papst wohl auf die zuletzt erwähnten Anwälte,

die bereit sind, "für das Silber" auch gegen ihr Gewissen sich zugunsten des Zahlenden zu drehen und zu wenden, wie es dieser will.

Demgegenüber betont Papst Franziskus doch einmal sehr überraschend, dass - selbst wenn eine Eheannullierung rechtlich möglich wäre - immer auch das Wohl der damit "aufgelösten" Familie in die Entscheidung über eine tatsächliche Annullierung einzubeziehen ist.


1

0
 
 Andrzej123 1. Februar 2021 
 

@discipulus

"Einer Bekannten etwa, selbst Juristin aus Lateinamerika, wurde bedeutet, der Ausgang ihres Anullierungsverfahrens hänge davon ab, wieviel sie bereit sei, den Richtern zu bezahlen.."
Hier wird man unsicher, was noch schlimmer ist: Hierzulande gelingt das stets einigermaßen groteske "Anullierungsverfahren" ganz ohne solche "Hindernisse".
Korruption läuft allerdings teilweise schamlos via Payback etwaiger vermittelter Rechtsanwälte.
Es kann jedem nur dringendst an Herz gelegt werden, bei Eheproblemen kirchliche Stellen, die man nicht genau kennt, besser zu meiden.


1

0
 
 discipulus 1. Februar 2021 
 

@laudeturJC

Aus Berichten in meinem Bekanntenkreis schließe ich, daß es in Lateinamerika hochgradig korrupte Richter an kirchlichen Ehegerichten gibt. In Deutschland, wo die Eherichter eine feste Anstellung mit einem angemessenen Gehalt haben, gibt es das wohl nicht, aber in anderen Ländern ist das wohl durchaus keine Seltenheit. Einer Bekannten etwa, selbst Juristin aus Lateinamerika, wurde bedeutet, der Ausgang ihres Anullierungsverfahrens hänge davon ab, wieviel sie bereit sei, den Richtern zu bezahlen... Ich denke, darauf bezieht sich der Ausspruch des Heiligen Vaters.


1

0
 
 girsberg74 31. Jänner 2021