Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  2. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  3. Der Tod der Theologie in Deutschland
  4. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  5. Kirche im Verfall
  6. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  7. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  8. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  9. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  10. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  11. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  12. THESE: Warum die UNO weg muss!
  13. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  14. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  15. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“

Unerschütterlich im Glauben - Leseprobe 4

1. Mai 2021 in Buchtipp, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Autobiografie von Erzbischof Fulton J. Sheen. Mit einem Vorwort von Raymond Arroyo - Leseprobe 4


Linz (kath.net)

In einem anderen Gefängnis kam ein Häftling vor der Beichte zu einem Gespräch zu mir. Die Vorstellung war immer dieselbe, beispielsweise: „John Jones, Nummer 2835, zwanzig Jahre bis lebenslänglich, Mord.“ Ich fragte sie nie nach ihren Verbrechen; wenn sie mir nicht selbst davon erzählten. Dieser Mann jedoch sagte zu mir: „Ich sitze im Knast zur Abschreckung ein.“ Ich bat ihn zu erklären, was das bedeutete. Er sagte: „Nun ja, ich wurde vier Mal verurteilt und nach dem Sullivan Law von New York bedeutet das lebenslänglich. Ich habe einen Anzug gestohlen. Ich habe ein Auto gestohlen. Ich habe einen Scheck gefälscht und einmal habe ich einen Raubüberfall ohne Gewaltanwendung begangen. Deshalb bin ich jetzt lebenslänglich hier.“ – „Wie lange sind Sie schon hier?“ Er antwortete: „Sechsundzwanzig Jahre.“


Später schrieb ich an den Gouverneur: „Papiere verändern sich nicht, Menschen jedoch durchaus. Dieser Mann ist auf dem Papier derselbe wie vor sechsundzwanzig Jahren, aber in seinem Inneren ist er nicht mehr derselbe wie der Mann auf dem Papier.“ Ich bat, eine Strafaussetzung in Erwägung zu ziehen. Eines Abends erhielt ich von meinem Freund einen Anruf. Er sagte: „Ich bin draußen.“ – „Nick – was haben Sie im Gefängnis gemacht?“ Er antwortete: „Ich war Koch.“ – „Würden Sie zu mir kommen und mein Abendessen zubereiten?“ Er brachte ein französisches Kochbuch mit, in dem so viele Rezepte enthalten waren, um danach für den Rest meines Lebens – und des seinen zu kochen.

In einem anderen Gefängnis begleiteten mich die Männer bei meinem Aufbruch bis zum Tor. Ich hatte meinen Pileolus in der Tasche und entschied mich, ihn dem Mann zu schenken, der am nächsten bei mir stand. Er fragte „Ist das für mich?“ und begann zu weinen und er ging in seine Zelle zurück. Zwei Monate später erhielt ich ein Gemälde. Auf diesem Gemälde waren die Querstangen einer Zelle zu sehen, doch aus den Stangen streckten sich zwei starke, schwielige Hände, die den violetten Pileolus hielten.

Die Gefangenen sandten alle Weihnachtsgrüße und unterzeichneten mit ihren Namen auf einer großen Weihnachtskarte mit dem Titel „Diese Hände der Gefangenen“. Sie schrieben:

Sie haben unsere Seelen mit Ihren schönen Worten ergriffen
und sie mit reiner Freude erfüllt.
Und unser Geist erhob sich wie die Engel mit Flügeln
zum Flug in Richtung Himmel.
Sie haben uns mit der Ehre des Sternenstaubs eingehüllt.
Das haben wir nie zuvor erlebt.
Sie werden immer bei uns sein.
Wir werden nie mehr allein sein.

Es ist einfach, Exerzitien für solche Männer zu halten und sie bei geistlichen Übungen anzuleiten, denn sie wissen, dass sie nicht so gut sind – und das ist immer die Bedingung, um ins himmlische Königreich zu gelangen. Sie selbst sahen sich als Gefangene. Aber ich sah unter ihnen viele Heilige – tatsächliche oder potenzielle. Kein Wunder, dass der Herr sagte: „Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein.“


kath.net Buchtipp
Unerschütterlich im Glauben
Von Erzbischof Fulton J. Sheen
Geb., 416 Seiten, mit 58 Schwarz-Weiß- Fotos
Media Maria 2021
ISBN: 978-3-9479311-9-4
Preis: Euro 21,60


Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Glaube

  1. „Broken Mary“ - Papst segnet die außergewöhnliche Marienstatue „Unsere Mutter der Beschädigten“
  2. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  3. Rekordjahr für Alpha-Glaubenskurse in Österreich
  4. Wird der katholische Kinohit „Sacré Cœur“ auch in deutscher Version kommen?
  5. Entfremdung und Annäherung – Für einen Katholiken in Deutschland gibt es doch immer noch Rom
  6. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete
  7. "Der Wind dreht sich. Es gibt immer mehr Menschen, die sich die Frage nach Gott stellen"
  8. US-Studie zeigt: Republikaner sind religiöser als Demokraten
  9. „Satt, aber nicht erfüllt – Kirche im Land der religiösen Indifferenz“
  10. "Wenn ihr dies lest, bin ich endlich in die Arme Jesu geschlüpft"







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  4. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  5. Der Tod der Theologie in Deutschland
  6. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  7. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  8. Kirche im Verfall
  9. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  10. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  11. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“
  12. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  13. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  14. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen
  15. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz