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Papst betet vor "Maria Knotenlöserin" für ein Ende der Pandemie

29. Mai 2021 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Rosenkranzgebet vor bayrischem Gnadenbild am Montag in den Vatikanischen Gärten beschließt von Franziskus für Mai ausgerufene internationale Gebetsinitiative.


München/Rom (kath.net/ KAP/KNA)

Zum Abschluss des von ihm für Mai ausgerufenen weltweiten "Gebetsmarathons" für ein Ende der Pandemie wird Papst Franziskus am kommenden Montagabend im Vatikan vor einer Kopie des von ihm verehrten bayrischen Gnadenbilds "Maria Knotenlöserin" beten. Das Original des Gemäldes hängt in der Augsburger Kirche St. Peter am Perlach und gilt als eines von Franziskus' Lieblingsbildern. Es zeigt die Madonna, die die Knoten eines weißen Bandes löst, das von zwei Engeln gehalten wird. Biblische Szenen, die symbolisch auf Hoffnung, Barmherzigkeit und den Sieg über das Böse verweisen, umrahmen das zentrale Motiv.

Franziskus hatte die internationale Gebetsinitiative am 1. Mai im Petersdom mit einem Rosenkranzgebet vor dem Gnadenbild Mariens, "Mutter der immerwährenden Hilfe" eingeleitet. Täglich wurde seither in einem der zahlreichen Marienwallfahrtsort in aller Welt jener Menschen gedacht, die von der Pandemie besonders hart betroffen sind und für eine Normalisierung des sozialen und des Arbeitslebens gebetet. Über die vatikanischen Medien konnte sich Gläubige live mit den jeweiligen Wallfahrtsorten verbinden.


Den Rosenkranz am Montag betet Papst Franziskus in den Vatikanischen Gärten - und zwar gemeinsam mit dem Augsburger Bischof Bertram Meier, wie die bayrische Diözese vorab mitteilte. Die Diözese schenkt Franziskus dazu eine hochwertige Kopie der "Knotenlöserin".

Franziskus werde der Jungfrau Maria fünf Gebetsanliegen anvertrauen - "fünf 'Knoten', die gelöst werden müssen, um die Hoffnung der Menschen zu nähren", hieß es. Der erste Knoten sei der der verwundeten Beziehungen, Einsamkeit und Gleichgültigkeit. Der zweite Knoten sei der Arbeitslosigkeit gewidmet, der dritte der Gewalt, besonders der häuslichen gegen Frauen. Der vierte Knoten beziehe sich auf den wissenschaftlichen Fortschritt, der vor allem den Schwächsten zugutekommen solle. Der fünfte Knoten gelte neuen Impulsen im pastoralen Leben.

Am Ende der Feier findet laut Mitteilung eine Krönungszeremonie des Marienbildes mit einer Krone statt, die der Papst segnen und Bischof Meier mit nach Augsburg nehmen werde. Dort solle sie in die Kirche St. Peter am Perlach kommen.

Das barocke "Knotenlöserin"-Bild wurde um 1700 vom Augsburger Patrizier Hieronymus Ambrosius Langenmantel als Dank für die Rettung seiner Ehe gestiftet. Gemalt hat es vermutlich Johann Georg Melchior Schmidtner (1625-1705).

Lange Zeit dachte man, dass Papst Franziskus das Motiv 1986 bei einem Besuch in der Fuggerstadt persönlich sah. Bis zum März 2017: Damals erklärte der Papst in einem "Zeit"-Interview, er sei noch nie in Augsburg gewesen. Er kenne die "Knotenlöserin" vielmehr dank einer Ordensschwester, die ihm einmal zu Weihnachten eine Grußkarte mit der Darstellung geschickt habe.

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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