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US-Erzdiözese Indianapolis: Konflikt um homosexuelle Lehrer an Jesuitenschulen

12. Juni 2021 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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Zwei Lehrer an katholischen Hochschulen in Indianapolis haben zivilrechtlich ‚geheiratet’. Die Erzdiözese verlangte daraufhin die Kündigung der beiden.


Indianapolis (kath.net/jg)

Eine Jesuitenschule in Indianapolis (US-Bundesstaat Indiana) hat im Vatikan interveniert um dem Erzbischof ihrer Diözese nicht gehorchen zu müssen. Charles Thompson, der Erzbischof von Indianapolis, hat der Brebeuf Jesuit Preparatory School die Anerkennung als katholische Schule entzogen, weil diese sich geweigert hatte einen Lehrer zu kündigen, der in einer gleichgeschlechtlichen „Zivilehe“ lebt. Dies berichtet Sandro Magister in einem Artikel für L’Espresso.

Der Lehrer hatte 2017 „geheiratet“. Sein Partner war ebenfalls Lehrer, aber an einer anderen katholischen Schule in Indianapolis, der Cathedral High School. Im Juni 2019 ordnete Erzbischof Thompson die Kündigung beider Lehrer an, da ihr Lebenswandel im Widerspruch zur katholischen Morallehre steht. Die Cathedral High School kam der Anweisung des Erzbischofs nach, die Brebeuf Jesuit Preparatory School nicht.


Der Lehrer, der von der Cathedral High School gekündigt worden war, klagte die Erzdiözese Indianapolis. Er fühlte sich diskriminiert. Die Erzdiözese berief sich auf den ersten Verfassungszusatz, welcher unter anderem die Trennung von Kirche und Staat festlegt. Deshalb sei es staatlichen Behörden untersagt, in interne Belange der Kirche einzugreifen. Dazu zählt auch die Freiheit der Kirche, Lehrer für ihre Schulen nach religiösem Bekenntnis einzustellen. Der Oberste Gerichtshof des Bundesstaates Indiana folgte der Argumentation der Erzdiözese und stellte das Berufungsverfahren ein.

Die Brebeuf Preparatory School hat gegen die Entscheidung der Erzdiözese berufen. In einer Stellungnahme des Präsidenten der Schule und aller Direktoren wird dem Erzbischof ein ungerechtfertigtes Eingreifen in die Autonomie der Schule, die von einem religiösen Orden betrieben wird, vorgeworfen. Der Vorgang sei in den mehr als 80 Jesuitenschulen Nordamerikas beispiellos, heißt es in dem Schreiben. Die Jesuitenprovinz des Mittleren Westens der USA unterstützt den Protest der Schule. Sie haben beim Vatikan gegen die Entziehung der Anerkennung als katholische Schule Berufung eingelegt. Der Antrag liegt derzeit in Rom. Er wurde bis jetzt nicht beantwortet, schreibt Magister.

 


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