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Neue deutsche Familienministerin will einheitliche Gendersprache

8. Dezember 2021 in Familie, 29 Lesermeinungen
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Der Begriff Familie soll nach Vorstellungen der neuen deutschen Regierung mit Hilfe der ‚Verantwortungsgemeinschaft’ weiter gefasst werden.


Berlin (kath.net/jg)

Anne Spiegel, die neue deutsche Familienministerin, möchte eine „einheitliche gendergerechte Sprache“ in Gesetzestexten und politischen Dokumenten. Mit dem Rechtsinstitut der „Verantwortungsgemeinschaften“ soll „die Lebensrealität vieler Familien in Deutschland anerkannt“ werden, sagt die Politikerin der Grünen laut einem Bericht der WELT.

Sie finde „gendergerechte Sprache wichtig“, sagt Spiegel wörtlich und fügt hinzu: „Es wäre wünschenswert, wenn die Bundesregierung zu einem einheitlichen Verfahren findet.“ Umfragen in den letzten Jahren haben gezeigt, dass eine Mehrheit der Deutschen die Gendersprache ablehnt. Laut einem Bericht des Focus vom Mai 2021 sind fast zwei Drittel dagegen. Sogar Anhänger der Grünen lehnen die Gendersprache mit knapper Mehrheit ab.


Dorothee Bär, die Vizevorsitzende der CSU, hat kritisiert, dass die Einführung der Verantwortungsgemeinschaften den im Grundgesetz festgelegten Schutz von Ehe und Familie entwerte. Spiegel lässt das nicht gelten. Sie möchte den Familienbegriff weiter verstanden wissen. Familie solle stärker „in all ihrer Vielfalt“ wahrgenommen werden. Dazu gehören auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften, Patchworkfamilien, Alleinerziehende und kinderreiche Familien, sagt sie. Bis jetzt sei eine – wie Spiegel wörtlich sagt – „unnötige und diskriminierende Bürokratie“ in Gang gesetzt worden, „wenn zwei Frauen ein Kind miteinander bekommen“. In Zukunft soll das „zur Selbstverständlichkeit werden“. Dann fügt sie hinzu: „Und auch der biologische Vater kann als Teil der Familie anerkannt werden.“

 


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