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'Unbequem'

24. Mai 2004 in Österreich, keine Lesermeinung
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Ein Kommentar von Manfred Maurer / Volksblatt zur Wallfahrt nach Mariazell


Linz (volksblatt.at) Petrus gab der Wallfahrt den passenden Rahmen. Statt angenehmem Sonnenschein unbequemen Regen. Der passte zur "Botschaft von Mariazell", die Europa nicht den bequemen Weg des geringsten Widerstandes weist. In ihr steckt vieles, das Christen in Kirche und Politik herausfordern muss. Und damit ist nicht nur das Überwinden der noch immer quer durch Europa gehenden, bloß unsichtbaren Mauer gemeint. Der Aufruf zur stärkeren Betonung des Heiligen in der Liturgie ist ein Auftrag zur Besinnung auf das Wesentliche im Gottesdienst. Den Christen, zumal den christlichen Politikern, wird ein klar(er)es Bekenntnis zum Schutz des Lebens in allen Phasen aufgetragen. Und von der Zivilgesellschaft fordert die Botschaft ungewohnt selbstbewusst Respekt und Dankbarkeit für das Christentum ein. Ob die Botschaft angekommen oder nur gehört worden ist, wird daran zu ermessen sein, ob die Gesellschaft die in der Botschaft aufgeworfenen brisanten Fragen weiter bequem umschifft oder sich ihnen stellt. Das spirituelle Erlebnis von Mariazell jedenfalls muss im kirchlichen und politischen Alltag nachwirken, um mehr gewesen zu sein, als ein ergreifendes, letztlich aber folgenloses Event.



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