Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Rote Linien dürfen nicht überschritten werden'
  2. Maria 2.0: „Wir machen die Dinge einfach selbst… Das ist eine Art Selbstermächtigung“
  3. Kann man "Fiducia Supplicans" jetzt einstampfen?
  4. Football-Spieler Harrison Butker ermutigt Frauen ihrer Berufung als Mutter zu folgen
  5. St. Michael/Emden: Kirchenbänke verscherbeln, dafür aber neue Stühle für die Kirche kaufen
  6. „Eine Transfrau ist eine Frau. Punkt!“ – Wirklich?
  7. Gericht urteilt: Glockenschlag ist zumutbar
  8. DBK-Vorsitzender Bätzing: „Wir leben in einem Missionsland“
  9. Kirche und Kommunismus: Gedanken über ein Bekenntnis von Papst Franziskus
  10. ,Baby Lasagna‘: ,Mit Gott habe ich mich selbst zurückgewonnen‘
  11. CDU-Politiker Wolfgang Bosbach: "Die Kirchentage sind für mich mittlerweile eher Parteitage..."
  12. Evangelische Theologische Hochschule/Basel ehrt Peter Seewald
  13. Beschleunigen die neuen Vatikan-Normen die offizielle Anerkennung von Medjugorje?
  14. Johannes Hartl wurde in den Deutschen Knigge-Rat berufen
  15. P. Karl Wallner: „Es gibt keine Pflicht, immer zu Kommunion zu gehen bei der Hl. Messe“

Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren

1. Mai 2022 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: von da an hörte Petrus für immer mit dem Fischen auf und widmete sich dem Dienst an Gott, bis hin zu dem Punkt, an dem er hier, wo wir jetzt sind, sein Leben hingab. Und wir, wollen wir Jesus lieben? Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Regina Caeli, das traditionelle Mariengebet in der Osterzeit bis Pfingsten, mit Papst Franziskus am dritten Sonntag der Osterzeit.

Das Evangelium der heutigen Liturgie (Joh 21,1-19) berichtet über die dritte Erscheinung des auferstandenen Jesus vor den Aposteln. Es handle sich um eine Begegnung am See von Tiberias, an der vor allem Simon Petrus beteiligt sei. Alles beginne damit, dass er zu den anderen Jüngern sage: „ich gehe fischen“ (V. 3). Das sei nicht verwunderlich, so der Papst, „denn er war Fischer, aber er hatte diesen Beruf aufgegeben, seit er seine Netze am Ufer eben jenes Sees zurückgelassen hatte, um Jesus zu folgen“. Und nun, während der Auferstandene warte, schlage Petrus, vielleicht ein wenig entmutigt, den anderen vor, in sein altes Leben zurückzukehren. Und die anderen akzeptierten: „Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts“ (V. 3).

Es könne auch uns passieren, dass wir aus Müdigkeit, Enttäuschung, vielleicht auch aus Faulheit den Herrn vergessen und die großen Entscheidungen, die wir getroffen hätten, vernachlässigten, um uns mit etwas anderem zufrieden zu geben. Wir nähmen uns zum Beispiel keine Zeit, um in der Familie miteinander zu reden, sondern zögen persönliche Beschäftigungen vor: „wir vergessen das Gebet und lassen uns von unseren eigenen Bedürfnissen leiten. Wir vernachlässigen die Nächstenliebe unter dem Vorwand der täglichen Dringlichkeiten“. Aber: „wenn wir das tun, werden wir enttäuscht: mit leeren Netzen, wie Petrus“.


Jesus kehre wieder an das Ufer des Sees zurück, wo er Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes ausgewählt habe. Er mache keine Vorwürfe, sondern nenne die Jünger zärtlich: „meine Kinder“ (V. 5). Dann fordere er sie auf, wie zuvor mutig ihre Netze auszuwerfen. Und wieder einmal seien die Netze prall gefüllt.

Wenn unsere Netze im Leben leer seien, sei es nicht an der Zeit, sich selbst zu bemitleiden, sich zu amüsieren und zu alten Beschäftigungen zurückzukehren. Es sei die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, den Mut zu finden, neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren.

Petrus „brauchte diesen ‚Schock’“. Als er Johannes ausrufen höre: „es ist der Herr!“ (V. 7), tauche er sofort ins Wasser und schwimme auf Jesus zu. Es sei dies eine Geste der Liebe, denn die Liebe gehe über das Nützliche, das Angenehme und das Übliche hinaus. Die Liebe löse Staunen aus, inspiriere zu kreativen, freien Impulsen. Während Johannes, der Jüngste, den Herrn erkenne, sei es Petrus, der Älteste, der sich auf ihn stürze. In diesem Sprung in den See zeige sich die ganze wiederentdeckte Begeisterung von Simon, genannt Petrus.

Heute seien wir zu einem neuen Schwung eingeladen, um uns auf das Gute einzulassen, ohne Angst, etwas zu verlieren, ohne zu viel zu berechnen, ohne darauf zu warten, dass die anderen anfangen. Denn „um auf Jesus zuzugehen, müssen wir uns entlasten. Fragen wir uns: bin ich zu einem Ausbruch von Großzügigkeit fähig, oder halte ich den Impuls meines Herzens zurück und verschließe mich aus Gewohnheit, aus Angst? Springen, eintauchen“.

Am Ende dieser Episode stelle Jesus Petrus dreimal die Frage: „Liebst du mich?“. (V. 15.16). Der auferstandene Herr frage auch uns heute: Liebst du mich? Denn an Ostern möchte Jesus, dass auch unsere Herzen auferstehen. Der Glaube sei nämlich keine Frage des Wissens, sondern der Lieb: „liebst du mich?, fragt Jesus euch, die ihr leere Netze und Angst habt, neu anzufangen. Euch, die ihr nicht den Mut habt, hineinzuspringen und den Schwung verloren habt. Liebst du mich?, fragt Jesus“.

Von da an „hörte Petrus für immer mit dem Fischen auf und widmete sich dem Dienst an Gott und seinen Brüdern und Schwestern, bis hin zu dem Punkt, an dem er hier, wo wir jetzt sind, sein Leben hingab. Und wir, wollen wir Jesus lieben?“.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Auch wir sind wie Thomas
  6. Die Wahrheit, die uns frei macht
  7. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  8. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  9. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse
  10. Unseren Blick und unsere Rede reinigen






Top-15

meist-gelesen

  1. Kirche und Kommunismus: Gedanken über ein Bekenntnis von Papst Franziskus
  2. ,Baby Lasagna‘: ,Mit Gott habe ich mich selbst zurückgewonnen‘
  3. Kann man "Fiducia Supplicans" jetzt einstampfen?
  4. 'Rote Linien dürfen nicht überschritten werden'
  5. St. Michael/Emden: Kirchenbänke verscherbeln, dafür aber neue Stühle für die Kirche kaufen
  6. Maria 2.0: „Wir machen die Dinge einfach selbst… Das ist eine Art Selbstermächtigung“
  7. P. Karl Wallner: „Es gibt keine Pflicht, immer zu Kommunion zu gehen bei der Hl. Messe“
  8. „Eine Transfrau ist eine Frau. Punkt!“ – Wirklich?
  9. Johannes Hartl wurde in den Deutschen Knigge-Rat berufen
  10. CDU-Politiker Wolfgang Bosbach: "Die Kirchentage sind für mich mittlerweile eher Parteitage..."
  11. Football-Spieler Harrison Butker ermutigt Frauen ihrer Berufung als Mutter zu folgen
  12. Vatikan veröffentlicht die Normen zur Beurteilung mutmaßlicher übernatürlicher Phänomene
  13. Beschleunigen die neuen Vatikan-Normen die offizielle Anerkennung von Medjugorje?
  14. Evangelische Theologische Hochschule/Basel ehrt Peter Seewald
  15. DBK-Vorsitzender Bätzing: „Wir leben in einem Missionsland“

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz