Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  2. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  3. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  4. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  5. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  6. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  7. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  8. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  9. Die Stunde der Heuchler
  10. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  11. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  12. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  13. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  14. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  15. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich

Russland: Katholische Bischöfe stellen sich gegen den Krieg

3. Oktober 2022 in Chronik, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischofskonferenz ruft zum Frieden auf und warnt: Militärischer Konflikt in der Ukraine untergräbt Einheit zwischen Ländern und Völkern und bedroht die Existenz der ganzen Welt.


Moskau/Vatikanstadt (kath.net/ KAP)

Die katholischen Bischöfe in Russland haben sich mit einem dringenden Appell dagegengestellt, Krieg als Mittel zur Lösung von Problemen zwischen Nationen einzusetzen. Unmittelbarer Anlass ihrer Äußerung ist die von Russlands Präsident Putin angeordnete Teilmobilmachung, wie das Nachrichtenportal "Vatican News" und der vatikanische Missionspressedienst "Fides" berichten.

Die "Konfrontation" in der Ukraine sei "zu einem groß angelegten militärischen Konflikt ausgeartet, der bereits Tausende Opfer gefordert hat, das Vertrauen und die Einheit zwischen Ländern und Völkern untergräbt und die Existenz der ganzen Welt bedroht", heißt es in dem vom Moskauer Erzbischof Paolo Pezzi unterzeichneten Bischofskonferenz-Appell vom Mittwoch. Ausdrücklich zitieren die Bischöfe aus einer Ansprache von Papst Pius XII. aus dem August 1939: "Mit dem Frieden ist nichts verloren, aber durch den Krieg kann alles verloren gehen", hatte dieser am Vorabend des Zweiten Weltkriegs gewarnt.


Die Russische Bischofskonferenz mahnt zudem, an die Worte von Papst Franziskus während seiner jüngsten Reise nach Kasachstan zu denken: "Wir dürfen uns nicht an den Krieg gewöhnen, wir dürfen uns nicht mit seiner Unvermeidlichkeit abfinden", hatte der Papst am 14. September in Astana gemahnt. Und: "Lasst uns denen helfen, die leiden, und lasst uns darauf bestehen, dass wirklich versucht wird, Frieden zu schaffen. Was muss noch geschehen, wie viele Tote muss es erst noch geben, bevor die Konflikte dem Dialog zum Wohle der Menschen, der Völker und der Menschheit weichen? Der einzige Ausweg ist der Frieden, und der einzige Weg dorthin ist der Dialog."

Die Bischöfe seien sich bewusst, dass Regierungen in bestimmten Situationen ihre Bürger zum Kampf auffordern müssten, aber nur dann, wenn entsprechende militärische Aktionen darauf abzielten, den Konflikt schnell zu beenden, so das Schreiben weiter. Das Dokument verweist auch auf den Katechismus der Katholischen Kirche, der den Rückgriff auf den Krieg nur zur legitimen Verteidigung und nur bei Vorliegen bestimmter Bedingungen zulässt. In diesem Zusammenhang unterstreicht die Bischofskonferenz, dass die endgültige Entscheidung darüber, ob ein einzelner Bürger am Krieg teilnimmt oder nicht, eine Gewissensfrage ist. In dem Appell wird zudem daran erinnert, dass die Verfassung der Russischen Föderation diejenigen schütze, die den Einsatz von Waffen aus Gewissensgründen ablehnen.

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ukraine

  1. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  2. Ukrainische Katholiken erhalten katholische Kirche für 50 Jahre zurück
  3. Die menschenverachtenden Angriffe auf die Ukraine durch Russland gehen täglich weiter!
  4. Papst Leo XIV. plant Ukraine-Besuch!
  5. Friedensappell für Ukraine von Kardinal Woelki und Weihbischof Hrutsa aus Lwiw
  6. Bei Treffen mit Leo: Selenskyj lädt Papst in die Ukraine ein
  7. Kritische Analyse des US-Friedensplanes von Präsident Donald Trump
  8. Kiewer Erzbischof bei Osloer Friedensgebet: Ukraine durchlebt Kreuzweg
  9. Papst würdigt neuen Seligen aus der Ukraine und bittet um Fürsprache
  10. Russischer Diktator Putin lässt Sophienkathedrale in Kiew bombardieren!






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  5. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  6. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  7. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  8. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  9. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  10. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  11. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  12. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  13. Die Stunde der Heuchler
  14. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder
  15. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz