Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  3. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  7. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  8. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  9. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  10. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  11. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  12. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  13. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. „Pinocchio“ Friedrich Merz

Franziskus kritisiert politisches Versagen in Argentinien

29. Jänner 2023 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst in Interview: Schlechte Verwaltung Ursache der grassierenden Armut - Rolle der Kirche in Lateinamerika vor allem, "Dienerin des Dialogs" zu sein und soziale Prozesse zu begleiten.


Vatikanstadt/New York (kath.net/ KAP)
Der aus Argentinien stammende Papst Franziskus hat den führenden Politikern seines Heimatlandes Versagen vorgeworfen. Er wolle sich zwar nicht in das politische Tagesgeschäft einmischen, sagte er im Interview der Nachrichtenagentur Associated Press (Mittwoch). Aber die Zahlen, die er lese, seien eindeutig: "Im Jahr 1955, als ich meinen Schulabschluss machte, lag die Armutsquote in Argentinien bei 5 Prozent." Inzwischen sei rund jeder zweite Argentinier von Armut betroffen. Hinzu komme das hohe Inflationsniveau. "Was ist passiert? Schlechte Verwaltung, schlechte Politik", so das Fazit des Papstes.


Auf die Frage nach einem möglichen Besuch in Argentinien antwortete Franziskus: "Nein, im Moment nicht." Zwar habe es in der Vergangenheit entsprechende Überlegungen gegeben, aber wegen Terminproblemen sei eine solche Reise nicht zustande gekommen. Stattdessen habe er 2018 Chile und Peru besucht. "Und dann war es nicht mehr vorgesehen."

In Lateinamerika sei die katholische Kirche eine "Begleiterin sozialer Prozesse", fuhr Franziskus fort. Ihre Aufgabe sei neben der Seelsorge auch, den gesellschaftlichen Dialog zu fördern, wobei sie jedoch nicht in eine Führungsrolle drängen solle. Bei Konflikten müsse die Kirche als "Dienerin des Dialogs" den Streitparteien die nötige Hilfe anbieten, um am Verhandlungstisch zusammen kommen zu können.

Priester dürften sich dabei nicht als "Staatskleriker" aufspielen, sondern hätten die vorrangige Aufgabe, "Hirten des Volkes" zu sein, so der Papst weiter. Sie sollten sich vor der Verstrickung in Parteilichkeit hüten, was jedoch Äußerungen zu politischen oder wirtschaftlichen Problemen nicht ausschließe. Gelte es, mutig Stellung zu beziehen, so dürften Kirchenvertreter keine Angst vor "Verfolgung" haben - "und auch nicht davor, mit einer Regierung in Konflikt zu geraten, weil man sie nicht genug lobt".

Als Beispiel nannte Franziskus die Kritik der Kirche an der Abholzung des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes. Es sei wichtig, dazu beizutragen, "dass diese Dinge nicht weitergehen", so der Papst, der zudem auch den Einsatz für eine "gute Umweltpolitik" befürwortete. Diese sei auch sein eigenes Anliegen beim Verfassen der Umwelt-Enzyklika "Laudato si" gewesen.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"

Argentinien

  1. Argentiniens Regierung will Verbot von ‚Geschlechtsumwandlungen‘ für Minderjährige
  2. Argentiniens Präsident Milei schafft Genderministerium endgültig ab
  3. Argentiniens Präsident Milei lädt Papst Franziskus ein
  4. Designierte Vizepräsidentin Argentiniens will Babys vor Abtreibung schützen
  5. Nach ‚Gebet an die Pachamama’ – argentinische Diözese bittet um Entschuldigung
  6. Argentinien: Gericht erlässt einstweilige Verfügung gegen Abtreibungsgesetz
  7. Papst empfing Argentiniens Präsident Fernandez im Vatikan







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  4. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  7. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  8. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  9. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  10. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  11. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  12. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  13. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  14. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  15. „Es ist verlockend aber zweifelhaft zu glauben, wir müssten mit den Moden der Welt Schritt halten“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz