Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  6. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  11. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  12. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  13. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  14. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  15. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela

Akademie Johannes Paul II. verlangt Entlassung von Erzbischof Paglia

4. Mai 2023 in Prolife, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Hintergrund ist eine Aussage Paglias über einen möglichen juristischen Kompromiss bei der Sterbehilfe.


Rom (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Die Akademie Johannes Paul II. für das menschliche Leben und die Familie hat die Anmerkungen von Erzbischof Vincenzo Paglia, dem Präsidenten der Päpstlichen Akademie für das Leben, zur Legalisierung der Sterbehilfe in einem offenen Brief scharf kritisiert.

Paglia hatte gesagt, er halte einen juristischen Kompromiss für vertretbar, welcher einen assistierten Suizid unter bestimmtem Umständen straffrei stellen könnte. Wörtlich sagte er: „Ich persönlich würde keinen assistierten Suizid durchführen, aber ich verstehe, dass ein juristischer Kompromiss unter den konkreten Umständen, in denen wir uns befinden, am besten für das Gemeinwohl sein könnte.“

Es könne nie das Beste für das Gemeinwohl sein, wenn man einen Mechanismus legalisiere, der es einem Arzt ermögliche einem Patienten Gift zu verschaffen, mit dem dieser sich töten könne. Es bestehe kein moralischer Unterschied zwischen dieser Tat und der Gabe einer Überdosis Morphium durch einen Arzt. „Du sollst nicht töten gilt in beiden Situationen“, heißt es wörtlich in dem Brief der Akademie Johannes Paul II.


Ein juristischer Kompromiss in der Frage des assistierten Suizids sei nichts anderes als ein taktischer Schritt in Richtung der Legalisierung der Euthanasie. In der Praxis würde die Ärzte die Straffreiheit für den weiterhin verbotenen assistierten Suizid als moralische Heuchelei durchschauen. Die Regelung würde letztlich dazu führen, dass Ärzte auf den Weg zur Euthanasie geleitet würden, befürchten die Verfasser des Briefes.

In einer Stellungnahme habe die Päpstliche Akademie für das Leben auf die Kritik an der Aussage von Erzbischof Paglia reagiert und betont, dass Paglia im Einklang mit der Lehre der Kirche Euthanasie ablehne. Gleichzeitig habe sie seine Unterstützung für die „gesetzliche Initiative“ wiederholt, welche die Bedingungen spezifizieren würde unter denen sie straffrei bleiben sollte.

Die Verfasser des Briefes fordern die Mitglieder der Päpstlichen Akademie für das Leben abschließend dazu auf, von Papst Franziskus die Ablöse von Erzbischof Paglia zu verlangen. Paglia habe seine Aussage nicht korrigiert und für seinen „skandalösen Verrat an den verletzlichsten Patienten“ nicht um Entschuldigung gebeten. Der neue Präsident sollte eine Persönlichkeit sein, welche die ewige Lehre der Kirche und des heiligen Papstes Johannes Paul II. eindeutig und mit Mut verkünde.

Der Brief ist von Dr. Thomas Ward, dem Präsidenten der Akademie Johannes Paul II. für das Leben und die Familie, Vizepräsidentin Christine de Marcellus Vollmer und Schatzmeister Steven Mosher unterzeichnet.

Die Akademie Johannes Paul II. für das Leben und die Familie wurde 2017 von ehemaligen Mitgliedern der Päpstlichen Akademie für das Leben (PAV) gegründet, die 2016 entlassen und nicht wieder ernannt worden sind, obwohl sie ursprünglich als Mitglieder auf Lebenszeit bestellt worden waren. Sie stehen treu zum Lehramt der katholischen Kirche und setzen ihre Tätigkeit in der Akademie Johannes Paul II. fort, die unabhängig von staatlichen oder religiösen Organisationen arbeitet.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Euthanasie

  1. Australien: 400 Prozent Anstieg von Euthanasiefällen in fünf Jahren
  2. Akademie Johannes Paul II. begrüßt Ablehnung des britischen Euthanasiegesetzes
  3. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  4. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  5. Erzbischof Cordileone: 'Lasst unsere Nonnen in Ruhe!'
  6. Katholische Nonnen verklagen Bundesstaat New York wegen Zwang zur Beihilfe zum Suizid
  7. Niederlande: Erstmals Tötung eines Kindes unter zwölf Jahren im Rahmen der aktiven Sterbehilfe
  8. Schottisches Parlament lehnt Gesetzentwurf zur Legalisierung des assistierten Suizids deutlich ab
  9. Kanada hat fast 100.000 Euthanasiefälle seit der Legalisierung 2016
  10. Nach Protesten scheitert Frankreichs Euthanasiegesetz im Senat







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Der Heilige und das Tier
  3. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  4. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  5. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  6. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  7. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  8. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  9. Warum der Todestag des Franz von Assisi nicht sein Gedenktag ist
  10. Wo der Mensch nicht berechenbar ist
  11. Wenn das Nein nicht mehr zählt
  12. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  13. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  14. Erschütterndes Historiendrama: Netflix-Serie „Fauda“ verarbeitet den Terror des 7. Oktober
  15. „Ceresanis reale Eschatologie zum Jubiläum 2033 spricht in dieser Form des Romans…“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz