Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ein unvermeidliches Schisma?
  2. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  3. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  4. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  5. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  6. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  7. „Beten wir, dass den Gläubigen leichterer Zugang zur überlieferten Form der Messe ermöglicht wird"
  8. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  9. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  10. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  11. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  12. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  13. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  14. Bereits vierte Kirchenübergabe an Kopten in Wien
  15. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet

Akademie Johannes Paul II. verlangt Entlassung von Erzbischof Paglia

4. Mai 2023 in Prolife, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Hintergrund ist eine Aussage Paglias über einen möglichen juristischen Kompromiss bei der Sterbehilfe.


Rom (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Die Akademie Johannes Paul II. für das menschliche Leben und die Familie hat die Anmerkungen von Erzbischof Vincenzo Paglia, dem Präsidenten der Päpstlichen Akademie für das Leben, zur Legalisierung der Sterbehilfe in einem offenen Brief scharf kritisiert.

Paglia hatte gesagt, er halte einen juristischen Kompromiss für vertretbar, welcher einen assistierten Suizid unter bestimmtem Umständen straffrei stellen könnte. Wörtlich sagte er: „Ich persönlich würde keinen assistierten Suizid durchführen, aber ich verstehe, dass ein juristischer Kompromiss unter den konkreten Umständen, in denen wir uns befinden, am besten für das Gemeinwohl sein könnte.“

Es könne nie das Beste für das Gemeinwohl sein, wenn man einen Mechanismus legalisiere, der es einem Arzt ermögliche einem Patienten Gift zu verschaffen, mit dem dieser sich töten könne. Es bestehe kein moralischer Unterschied zwischen dieser Tat und der Gabe einer Überdosis Morphium durch einen Arzt. „Du sollst nicht töten gilt in beiden Situationen“, heißt es wörtlich in dem Brief der Akademie Johannes Paul II.


Ein juristischer Kompromiss in der Frage des assistierten Suizids sei nichts anderes als ein taktischer Schritt in Richtung der Legalisierung der Euthanasie. In der Praxis würde die Ärzte die Straffreiheit für den weiterhin verbotenen assistierten Suizid als moralische Heuchelei durchschauen. Die Regelung würde letztlich dazu führen, dass Ärzte auf den Weg zur Euthanasie geleitet würden, befürchten die Verfasser des Briefes.

In einer Stellungnahme habe die Päpstliche Akademie für das Leben auf die Kritik an der Aussage von Erzbischof Paglia reagiert und betont, dass Paglia im Einklang mit der Lehre der Kirche Euthanasie ablehne. Gleichzeitig habe sie seine Unterstützung für die „gesetzliche Initiative“ wiederholt, welche die Bedingungen spezifizieren würde unter denen sie straffrei bleiben sollte.

Die Verfasser des Briefes fordern die Mitglieder der Päpstlichen Akademie für das Leben abschließend dazu auf, von Papst Franziskus die Ablöse von Erzbischof Paglia zu verlangen. Paglia habe seine Aussage nicht korrigiert und für seinen „skandalösen Verrat an den verletzlichsten Patienten“ nicht um Entschuldigung gebeten. Der neue Präsident sollte eine Persönlichkeit sein, welche die ewige Lehre der Kirche und des heiligen Papstes Johannes Paul II. eindeutig und mit Mut verkünde.

Der Brief ist von Dr. Thomas Ward, dem Präsidenten der Akademie Johannes Paul II. für das Leben und die Familie, Vizepräsidentin Christine de Marcellus Vollmer und Schatzmeister Steven Mosher unterzeichnet.

Die Akademie Johannes Paul II. für das Leben und die Familie wurde 2017 von ehemaligen Mitgliedern der Päpstlichen Akademie für das Leben (PAV) gegründet, die 2016 entlassen und nicht wieder ernannt worden sind, obwohl sie ursprünglich als Mitglieder auf Lebenszeit bestellt worden waren. Sie stehen treu zum Lehramt der katholischen Kirche und setzen ihre Tätigkeit in der Akademie Johannes Paul II. fort, die unabhängig von staatlichen oder religiösen Organisationen arbeitet.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Euthanasie

  1. Niederlande: Erstmals Tötung eines Kindes unter zwölf Jahren im Rahmen der aktiven Sterbehilfe
  2. Schottisches Parlament lehnt Gesetzentwurf zur Legalisierung des assistierten Suizids deutlich ab
  3. Kanada hat fast 100.000 Euthanasiefälle seit der Legalisierung 2016
  4. Nach Protesten scheitert Frankreichs Euthanasiegesetz im Senat
  5. Menschenrecht auf Abtreibung?
  6. Euthanasie in Kanada: Menschen mit Behinderung haben mittlerweile Angst vor dem Gesundheitssystem
  7. Trauriger Rekord: Fast 10.000 Euthanasietote in den Niederlanden im Jahr 2024
  8. Kardinal kritisiert Gesetz zu Suizidbeihilfe in der Toskana
  9. Kanadische Ärzte wollen Organe von Euthanasiepatienten gewinnen
  10. Bischof Egan: ‚Großbritannien ist kein christliches Land mehr.‘






Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  5. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  6. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. Ein unvermeidliches Schisma?
  9. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  10. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  11. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  12. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  13. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  14. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  15. „Was, wenn sich herausstellt, dass Ann Widdecombe eine Märtyrerin war?“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz