Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  4. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Menschenrecht auf Abtreibung?
  7. So fühlt sich Nachhausekommen an
  8. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  13. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  14. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  15. Venezuela schließt sein Foltergefängnis, viele politische Gefangene sind auf dem freien Fuß!

Schottischer Priester wirft der Kirche systematisches Schikanieren vor

20. Februar 2024 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Matthew Despard hat 2013 ein Buch geschrieben, in dem er homosexuelle Netzwerke in der Kirche in Schottland anprangert. Seither ist er suspendiert.


Blantyre (kath.net/jg)
Ein schottischer Priester, der ein Buch über homosexuelle Netzwerke in der Kirche in Schottland geschrieben hat, wirft der Hierarchie vor, auf seine Person gezielt Druck auszuüben. Matthew Despard wurde 2013 von seinen Verpflichtungen in der Pfarre St. John Ogilve in Blantyre (Schottland) entbunden, nachdem er die Vorwürfe gegen die Kirche in seinem Buch „Priesthood in Crisis“ (dt. „Priestertum in der Krise“) veröffentlicht hatte, berichtet die BBC.

Despard blieb im Dienst der Kirche, durfte aber unter anderem keine öffentlichen Messen feiern. Er wollte in der Pfarre bleiben, musste seine Räumlichkeiten im Gebäude der Pfarre aber auf Gerichtsbeschluss verlassen. Er lebt jetzt in einer Wohnung, die von der Kirche bezahlt wird. Seine Berufung gegen die Suspendierung wurde 2016 vor der römischen Rota verhandelt. Der Spruch des Gerichts öffnete den Weg zu einer möglichen Rückkehr in den Pfarrdienst. Die Kirche entschied, dass die Letztentscheidung darüber von Joseph Toal, dem Bischof von Motherwell (Schottland), zu treffen sei.


Die letzten zehn Jahre seien „unglaublich schwer“ gewesen, sagt Despard laut BBC. Er habe Bischof Toal gebeten, in die Pfarre zurückkehren zu dürfen, sei aber ignoriert worden. Er sehe jetzt keine andere Möglichkeit mehr, als an die Öffentlichkeit zu gehen. „Ich bin von der Kirche systematisch schikaniert und mundtot gemacht worden“, sagt er wörtlich.

Das vatikanische Gericht habe klare Kriterien vorgegeben, die ihm eine Rückkehr in den Dienst in der Pfarre erlauben würden. Er müsse sein Buch zurückziehen und dies auch nachweisen. Er habe beide Auflagen erfüllt, sagt Despard.

Bischof Toal verlange darüber hinaus eine öffentliche Bitte um Entschuldigung von ihm. Despard sieht aber keinen Grund dafür. „Ich werde nicht um Entschuldigung bitten, weil ich die Wahrheit gesagt habe“, fügt er hinzu.

Despards Buch erschien im selben Jahr, in dem Kardinal Keith O’Brien, der damalige Erzbischof von St. Andrews und Edinburgh (Schottland), zurücktreten musste, nachdem mehrere ehemalige Priester ihm sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen hatten. O’Brien starb 2018.

Einer der Ankläger gegen O’Brien, Brian Devlin, brach 2021 sein Schweigen mit einem Buch, in dem er der Kirche vorwarf, sie sei von Schweigen, Geheimnissen und „omerta“ – dem italienischen Wort für das Schweigegebot der Mafia – befallen.

Despard fühlt sich durch die Aussagen von Devlin bestätigt. Dieser habe einige der historischen Praktiken der Kirche in Schottland ans Licht gebracht, sagt er. In seinem Fall hoffe die Kirche offenbar auf seinen Tod, damit die gegenwärtige Pattsituation ein Ende habe, sagt er laut BBC.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Schottland

  1. Schottland stellt Verfahren gegen 75-Jährige ein, die auf einem Schild Gespräche angeboten hat
  2. Schottischer Bischof lädt die Menschen weltweit zur Weihe an Maria ein
  3. Schottischer Priester: ‚Bischof, bist Du von Gott oder von der Welt?’
  4. Schottland: Kirche und Polizei sind gegen Gesetzesvorschlag „Hassverbrechen“
  5. Schottische Katholiken kämpfen um Autonomie katholischer Schulen
  6. Edinburgh: Keine Bannmeilen um Abtreibungskliniken
  7. Schottland: Zeigen der Vatikanischen Fahne könnte Straftat sein
  8. Katholische Kirche liegt klar im Dissens mit der Gesellschaft
  9. Schottischer Priester wegen Buch über ‚schwule Mafia’ entlassen
  10. Schottischer Poltergeist - Polizei ratlos, Pfarrer segensreich






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  7. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  8. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  9. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  10. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  11. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  12. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  13. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete
  14. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  15. Menschenrecht auf Abtreibung?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz