Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Tantum ergo Sacramentum
  5. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  12. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  13. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  14. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  15. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'

Rupnik-Mosaike in Lourdes sollen mittelfristig entfernt werden

6. Juli 2024 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Derzeit sollen sie noch an der Fassade der Rosenkranz-Basilika bleiben, sie werden aber am Abend nicht mehr beleuchtet.


Lourdes (kath.net/jg)
Die Mosaike des umstrittenen Künstlers und ehemaligen Jesuitenpaters Marko Rupnik werden von der Rosenkranz-Basilika in Lourdes entfernt, aber nicht sofort. In einem ersten Schritt sollen sie nicht mehr hervorgehoben werden, wie dies bisher durch die Beleuchtung bei der abendlichen Marienprozession geschehen ist. Dies gab Jean-Marc Micas, der Bischof von Tarbes und Lourdes, bekannt, berichtet domradio.de unter Berufung auf die französische Zeitung La Croix.

Es sei möglich, die Mosaike zu entfernen ohne sie dabei zu zerstören, da sie nicht direkt an die Mauern angebracht sondern so installiert worden seien, dass man sie abnehmen könne, ergänzte Bischof Micas.


Rupnik war beauftragt worden, zum 150. Jahrestag der Marienerscheinungen 2008 Mosaike zum Rosenkranz für die Fassade der Basilika anzufertigen.

Nachdem die Missbrauchsvorwürfe gegen Rupnik bekannt geworden waren, setzte Bischof Micas 2023 eine Arbeitsgruppe ein, die über den Fortbestand der Werke beraten sollte. Diese sei aber nicht zu einem einheitlichen Ergebnis gelangt. Die Befürworter einer Entfernung von Rupniks Werken hätten die Fürsorge für Missbrauchsbetroffene in den Vordergrund gestellt. Diese müsse wichtiger sein als wirtschaftliche oder künstlerische Überlegungen. Die andere Seite habe die Ansicht vertreten, die Traumata der Opfer könnten durch die Entfernung der Mosaike nicht geheilt werden. Außerdem müsse man das Werk eines Künstlers von seiner Person trennen.

Es seien aber alle der Meinung gewesen, dass Lourdes ein Ort des Trostes und der Heilung für Betroffene von Missbrauch bleiben müsse. Für ihn persönlich sei entscheidend gewesen, dass die Mosaike für Betroffene ein Hindernis für einen Besuch in Lourdes sein könnten. Rupniks Werke seien unübersehbar, sagte der Bischof.

Einer Gruppe betroffener Frauen, die von einer italienischen Anwältin vertreten werden, geht die Entscheidung von Bischof Micas nicht weit genug. Zwar sei die Entscheidung, Rupniks Mosaike am Abend nicht mehr zu beleuchten, zu begrüßen. Die Bilder seien aber tagsüber weiterhin gut sichtbar, was bei den Gläubigen Befremden und bei den Opfern schmerzhafte Erinnerungen auslöse. Die betroffenen Frauen erklärten sich bereit, sich mit Bischof Micas zu treffen und gemeinsam mit ihm geeignete weitere Schritte zu besprechen.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Lourdes

  1. Vor 50 Jahren anerkannt: Die wunderbare Heilung des Soldaten Vittorio Micheli in Lourdes
  2. Frankreich: Lourdes-Wallfahrten mit Sicherheitsabstand
  3. Lourdes-Heiligtum ab Samstag für kleine Pilgergruppen wieder offen
  4. Coronavirus: Bäder von Heiligtum Lourdes für Pilger geschlossen
  5. Schrein aus Lourdes kommt ins Erzbistum Köln
  6. Nackte „Künstlerin“ in der Lourdesgrotte
  7. Das Hochwasser in Lourdes verschont Grotte und Kirchen
  8. "Lourdes ist einer der Orte, die Gott erwählt hat"
  9. Theologe und Lourdes-Experte René Laurentin gestorben
  10. Tausende bei Marienfeiern in Lourdes - hohes Sicherheitsaufgebot







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. „Manchmal ist es schwer, den Zusammenhang zwischen meinem Kreuz und dem Kreuz Christi zu erkennen“
  4. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  5. Die Bibliothek als Herz des kirchlichen Gedächtnisses. ‚Nimm und lies!‘ - Die Unruhe der Wahrheit
  6. „Ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt“
  7. Marsch fürs Läbe: Together for Life! – Männer übernehmen Verantwortung für das Leben
  8. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  9. DJ "Padre Guilherme" begeistert in Mörbisch 5.000 Jugendliche
  10. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  11. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  12. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche
  13. „Selbst wenn ein paar Omas dazu gedrängt werden – ist das nicht ein Preis, den man zahlen kann?“
  14. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  15. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz