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Chanukka & Weihnachten: Christen und Juden betonen Gemeinsamkeiten

14. Dezember 2025 in Chronik, 4 Lesermeinungen
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Feiertagsbotschaft des Koordinierungsausschusses: Orientierung und Hoffnung sowie gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung inmitten wachsender Unsicherheiten stärken


Wien (kath.net/KAP) Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit hat am Dienstag seine gemeinsame Feiertagsbotschaft zu Chanukka 5786 und Weihnachten 2025 veröffentlicht. Die Erklärung hebt die gemeinsame Verantwortung beider religiöser Traditionen in einer Zeit gesellschaftlicher Spannungen hervor und betont die Bedeutung eines verlässlichen jüdisch-christlichen Dialogs.

Im Mittelpunkt des Grußworts steht der Aufruf, angesichts wachsender Unsicherheiten Orientierung und Hoffnung zu stärken. Die Feiertage erinnerten an grundlegende Werte, die beide Traditionen miteinander teilten. "Chanukka erinnert an die Wiederweihe des Tempels und an den Einsatz für religiöse Freiheit", heißt es in der Erklärung. Die Lichter der Chanukkia stünden für "Beharrlichkeit, Hoffnung und die Erfahrung, dass selbst kleine Mittel eine große Wirkung entfalten können".


Weihnachten verweise darauf, "dass Licht in die Welt kommt, Orientierung schenkt und den Blick auf das richtet, was Menschen miteinander verbindet". Beide Feste brächten eigenständige Botschaften ein, stünden aber "gleichwertig nebeneinander" und verwiesen auf die gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung von Christinnen, Christen, Jüdinnen und Juden.

Gegen Antisemitismus und Ausgrenzung

Die Erklärung nennt gesellschaftlichen Zusammenhalt, den Einsatz für Frieden sowie den klaren Widerspruch gegen Antisemitismus und jede Form von Ausgrenzung als zentrale Aufgaben der Gegenwart. 2025 fordere dazu auf, dieser Verantwortung "bewusst und entschlossen zu begegnen". Das bestehende soziale und politische Klima mache diese Anliegen "dringlicher denn je".

Besonderen Stellenwert misst der Koordinierungsausschuss dem jüdisch-christlichen Dialog bei. Dieser sei ein langfristiger Prozess, der nicht von selbst entstehe, sondern "Begegnung, verlässliche Zusammenarbeit und gegenseitige Achtung" voraussetze. Die Pflege dieser Beziehungen bleibe "auch in Zukunft zentral". Der Ausschuss verweist darauf, dass Dialog ein wesentliches Instrument sei, um Spannungen abzubauen und Respekt in einer vielfältigen Gesellschaft zu sichern.

Abschließend unterstreicht das Grußwort die symbolische Kraft der beiden Feste. "Mögen die Lichter von Chanukka Orientierung schenken und die weihnachtliche Botschaft Zuversicht stärken", heißt es. Beide Feste erinnerten daran, "Wege des Friedens offenzuhalten". Der Koordinierungsausschuss schließt die Botschaft mit den Worten: "Chanukka sameach und gesegnete Weihnachten."

Gedenken an Tempel-Wiederweihe

Chanukka, das achttägige jüdische Lichterfest, beginnt heuer am Abend des 15. Dezember und endet am 22. Dezember. Gefeiert wird es zum Gedenken an die Wiederweihe des Jerusalemer Tempels im 2. Jahrhundert v. Chr. sowie an das Wunder, dass ein winziger Rest geweihten Öls acht Tage lang brannte. Zentral ist das tägliche Entzünden der Chanukkia, eines achtarmigen Leuchters mit zusätzlicher Dienerkerze. (Infos: https://christenundjuden.org)

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Ut_unum_sint 14. Dezember 2025 
 

Sydney

…umso trauriger und bestürzender, was heute in Sydney geschehen ist.

Benedikt XVI. nannte die Juden unsere „Brüder im Glauben“.

Solidarität ist gefragt. Daher ganz besonderen Dank für diesen wichtigen Beitrag!


5
 
 Fink 14. Dezember 2025 
 

Es gibt Gemeinsamkeiten, es gibt (entscheidende ) Unterschiede

"Niemand kommt zum Vater außer durch mich" - Jesus, der Messias, der Christus, der Sohn des Vaters, an diesem Bekenntnis kommen wir Christen nicht vorbei.
Trotzdem, wir müssen uns für ein geschwisterliches Verhältnis zu den Juden, und gegen jegliche Judenfeindschaft einsetzten !

de.wikipedia.org/wiki/Makkab%C3%A4erb%C3%BCcher


2
 
 naiverkatholik 14. Dezember 2025 
 

Bekenntnisscheu

Gemeinsame Botschaft ist gute Sache, zumal Solidarität mit Juden und mit Israel schwach ist. Was mir nicht gefällt ist, dass auch im Nizäajahr das christliche Weihnachts-Bekenntnis von Christus als "Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott" wie fast immer in interreligiösen Texten öffentlich nicht ausgesprochen wird. Es bleibt beim allgemeinen symbolischen Licht. Christen sind höflich und etwas bekenntnisscheu.


3
 
 Wirt1929 14. Dezember 2025 
 

Gesegnetes Chanukka-Fest

wünsche ich unseren älteren Brüdern und Schwestern im Glauben an unseren gemeinsamen Gott. Wünsche auch Ihnen und allen einen besinnlichen 3. Advent. Shalom und Gaudete, der Herr ist nah.


3
 

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