Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  5. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  6. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  7. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  8. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  9. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  10. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  11. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  12. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  13. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  14. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“
  15. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf

Kritische Anfrage des israelischen Oberrabbinats an Papst Franziskus

31. August 2021 in Weltkirche, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Anmerkungen des Papstes zum jüdischen Gesetz haben bei den obersten Autoritäten des Judentums zu Verstimmung geführt. Sie ersuchen den Vatikan um Klarstellung.


Jerusalem (kath.net/jg)

Die höchsten jüdischen Autoritäten Israels haben dem Vatikan mitgeteilt, sie seien angesichts der Äußerungen von Papst Franziskus zum jüdischen Gesetz beunruhigt und bitten um eine Klarstellung. Dies berichtet die Jerusalem Post.

Rabbi Rasson Arousi, der Vorsitzende der Kommission des Oberrabbinats von Israel für den Dialog mit dem Heiligen Stuhl, schrieb in einem Brief, die Aussagen des Papstes könnten so verstanden werden, dass das jüdische Gesetz veraltet wäre. Der Brief liege der Nachrichtenagentur Reuters vor, schreibt die Jerusalem Post. Rabbi Arousi bezog darin auf die Generalaudienz von Papst Franziskus am 11. August. Der Papst hielt eine kurze Ansprache über eine Stelle aus dem Brief des Apostels Paulus an die Galater. Er sagte unter anderem, das in der Tora festgehaltene Gesetz gebe nicht das Leben und nicht die Erfüllung. Diese sei erst in Christus verwirklicht.


Franziskus habe in seiner Ansprache nicht nur gesagt, das Christentum löse die Tora ab, sondern festgestellt, dass letztere nicht mehr das Leben gebe. Er habe damit zum Ausdruck gebracht, dass die jüdische religiöse Praxis obsolet sei, schrieb Rabbi Arousi in dem an Kurt Kardinal Koch, den Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, adressierten Brief. Der Schweizer Kurienkardinal ist im Vatikan auch für die Beziehungen zum Judentum zuständig. Dies sei Teil einer „Lehre der Verachtung“ gegenüber den Juden und dem Judentum, „von der wir gedacht haben, dass sie von der Kirche abgelehnt werde“, mahnte Arousi ein. Er ersuche Kardinal Koch, dem Papst „unsere Betroffenheit zu übermitteln“ und bat um eine Klarstellung, damit etwaige „abwertende Schlussfolgerungen“ aus der päpstlichen Ansprache deutlich zurückgewiesen würden.

Das Büro von Kardinal Koch gab auf Medienanfragen bekannt, dass der Brief angekommen sei. Der Kurienkardinal prüfe die Angelegenheit ernsthaft und denke bereits über eine Antwort nach, schreibt die Jerusalem Post.

 

Foto: nellyaltenburger auf Pixabay

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"

Judentum

  1. „Die katholische Gemeinschaft hat heute Morgen für unsere jüdischen Nachbarn und Freunde gebetet“
  2. Chanukka & Weihnachten: Christen und Juden betonen Gemeinsamkeiten
  3. „Was Benedikt XVI. uns über Israel lehrte – und warum es heute von Bedeutung ist“
  4. 'Am Vorabend der Reichspogromnacht...'
  5. Israelischer Botschafter in Polen äußert sich sehr wertschätzend über Papst Johannes Paul II.
  6. Schönborn: Christen dürfen nie das den Juden angetane Leid vergessen
  7. 'Wir sagen euch Deutschen: Seid gesegnet! Kommt zum Leben'






Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  6. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  7. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  8. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  9. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  10. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  11. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  12. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  13. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  14. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  15. Irrtümer über den Jakobsweg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz