Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  4. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  5. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  6. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  7. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  8. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  9. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  10. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  11. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  12. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  13. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘
  14. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  15. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an

Kritische Anfrage des israelischen Oberrabbinats an Papst Franziskus

31. August 2021 in Weltkirche, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Anmerkungen des Papstes zum jüdischen Gesetz haben bei den obersten Autoritäten des Judentums zu Verstimmung geführt. Sie ersuchen den Vatikan um Klarstellung.


Jerusalem (kath.net/jg)

Die höchsten jüdischen Autoritäten Israels haben dem Vatikan mitgeteilt, sie seien angesichts der Äußerungen von Papst Franziskus zum jüdischen Gesetz beunruhigt und bitten um eine Klarstellung. Dies berichtet die Jerusalem Post.

Rabbi Rasson Arousi, der Vorsitzende der Kommission des Oberrabbinats von Israel für den Dialog mit dem Heiligen Stuhl, schrieb in einem Brief, die Aussagen des Papstes könnten so verstanden werden, dass das jüdische Gesetz veraltet wäre. Der Brief liege der Nachrichtenagentur Reuters vor, schreibt die Jerusalem Post. Rabbi Arousi bezog darin auf die Generalaudienz von Papst Franziskus am 11. August. Der Papst hielt eine kurze Ansprache über eine Stelle aus dem Brief des Apostels Paulus an die Galater. Er sagte unter anderem, das in der Tora festgehaltene Gesetz gebe nicht das Leben und nicht die Erfüllung. Diese sei erst in Christus verwirklicht.


Franziskus habe in seiner Ansprache nicht nur gesagt, das Christentum löse die Tora ab, sondern festgestellt, dass letztere nicht mehr das Leben gebe. Er habe damit zum Ausdruck gebracht, dass die jüdische religiöse Praxis obsolet sei, schrieb Rabbi Arousi in dem an Kurt Kardinal Koch, den Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, adressierten Brief. Der Schweizer Kurienkardinal ist im Vatikan auch für die Beziehungen zum Judentum zuständig. Dies sei Teil einer „Lehre der Verachtung“ gegenüber den Juden und dem Judentum, „von der wir gedacht haben, dass sie von der Kirche abgelehnt werde“, mahnte Arousi ein. Er ersuche Kardinal Koch, dem Papst „unsere Betroffenheit zu übermitteln“ und bat um eine Klarstellung, damit etwaige „abwertende Schlussfolgerungen“ aus der päpstlichen Ansprache deutlich zurückgewiesen würden.

Das Büro von Kardinal Koch gab auf Medienanfragen bekannt, dass der Brief angekommen sei. Der Kurienkardinal prüfe die Angelegenheit ernsthaft und denke bereits über eine Antwort nach, schreibt die Jerusalem Post.

 

Foto: nellyaltenburger auf Pixabay

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"

Judentum

  1. „Die katholische Gemeinschaft hat heute Morgen für unsere jüdischen Nachbarn und Freunde gebetet“
  2. Chanukka & Weihnachten: Christen und Juden betonen Gemeinsamkeiten
  3. „Was Benedikt XVI. uns über Israel lehrte – und warum es heute von Bedeutung ist“
  4. 'Am Vorabend der Reichspogromnacht...'
  5. Israelischer Botschafter in Polen äußert sich sehr wertschätzend über Papst Johannes Paul II.
  6. Schönborn: Christen dürfen nie das den Juden angetane Leid vergessen
  7. 'Wir sagen euch Deutschen: Seid gesegnet! Kommt zum Leben'






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - MONTAG ANMELDESCHLUSS!!!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  5. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  8. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  9. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  10. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  13. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  14. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  15. Nicht spektakuläre Gesten sondern kleine Taten der Treue

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz