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| ![]() Das Weihesakrament für die Frau - Eine Forderung der Zeit?8. Jänner 2005 in Buchtipp, keine Lesermeinung 10 Jahre nach der Päpstlichen Erklärung "Ordinatio Sacerdotalis -Ein neues Buch des Theologen Manfred Hauke Aus "Theologisches": Im November 2004 meldete die katholische Nachrichtenagenturkath.net, die erste Frau im Leitungsteam eines österreichischenPriesterseminars (Innsbruck), Frau Brigitte Proksch,halte die Frage für offen, ob Frauen auch für höhereWeihen inder katholischen Kirche bestimmt sein sollen. Sie wolle es"nicht mit Ja oder Nein" beantworten, ob Frauen auch fürhöhereWeihen bestimmt sein sollen, sagte die 42-jährige neueStudienpräfektin im Internationalen Priesterseminar Canisianum.Die Frage sei für sie offen, und "sie sei unter Umständenje nach kulturellem Kontext anders zu beantworten". Angesichtsdieser Äußerungen, die in einem seltsamen Missverhältniszu den Äußerungen des Lehramtes wie auch zu den neuerenErkenntnissen der Theologie stehen, kommt das hier anzuzeigendeBuch gerade zur rechten Zeit: "Das Weihesakrament für die Frau: Eine Forderung derZeit?" Unter diesem Titel erscheint in diesen Tagen der neueBand aus unserer Respondeo-Reihe. Für das nach wie voraktuelle Thema konnte ein international ausgewiesener Fachmanngewonnen werden: der an der theologischen Fakultät inLugano als Professor für Dogmatik und Patrologie tätigeManfred Hauke. Im Unterschied zu der genannten Studienpräfektinzeigt Haukes neues Buch den Mut und das wissenschaftlicheFundament diese Frage eindeutig zu beantworten. Wirgeben hier das Vorwort wieder (D. B.) Am Pfingstfest des Jahres 1994 unterschrieb Papst JohannesPaul II. das Apostolische Schreiben "Ordinatio Sacerdotalis"- "Über die nur Männern vorbehaltene Priesterweihe".Zehn Jahre sind seitdem vergangen - ein willkommenerAnlass für eine Besinnung. Zumal im deutschen Sprachraumgibt es nach wie vor erhebliche Widerstände gegen die päpstlicheLehrentscheidung. Die öffentliche theologische Debatteüber die Priesterweihe ist zwar seitdem zurückgetreten, aberdas Interesse konzentriert sich derzeit auf die Frage nacheinem möglichen Diakonat der Frau. Im laufenden Jahr istnun eine Studie der Internationalen Theologischen Kommissionauch in deutscher Übersetzung erschienen. Darin heißtes zum Abschluss: "Im Licht dieser Momente, die in der vorliegendenhistorisch-theologischen Untersuchung herausgestelltwurden, kommt es dem Amt der Unterscheidung, dasder Herr in seiner Kirche eingerichtet hat, zu, sich mit Autoritätzu dieser Frage zu äußern". Bei der Frage nach der Frau als möglicher Empfängerindes Weihesakramentes geht es nicht nur um die kirchlicheHierarchie. Mit dem Thema verbinden sich grundsätzlicheAuffassungen zur Beziehung von Mann und Frau, die in vieleandere theologische Themen hineinragen. Dies zeigt besondersdie Auseinandersetzung um die Feministische Theologie,die zwar in den letzten Jahren zurückgetreten ist, abernach wie vor Beachtung verdient. Papst Johannes Paul II. entwickeltdie theologische Geschlechteranthropologie ausmarianischer Sicht vor allem in dem Apostolischen Schreiben"Mulieris dignitatem" (1988). Seine Aufmerksamkeit für dieSache der Frau zeigt sich unter anderem auch in seinem"Brief an die Frauen" (1995) sowie in der Ernennung vondrei weiblichen Schutzheiligen Europas neben drei männlichenPatronen: Benedikt, Cyrill und Methodius stehen nunBirgitta von Schweden, Katharina von Siena und Edith Steinzur Seite (1999). Gerade die Schriften Edith Steins bieten reichenStoff für eine Neubesinnung, welche oberflächlichesoziologische Ansätze überwinden kann zur Entdeckung desauthentischen Mann- oder Frauseins. Zu einem vertieftenNachdenken ermuntert auch das neuerdings veröffentlicheSchreiben der Glaubenskongregation "über die Zusammenarbeitvon Mann und Frau in der Kirche und in der Welt" (31.Mai 2004). Anlässe für eine weiterführende Neuaufnahme des Themasvom Weihepriestertum der Frau gibt es also genügend.Die vorliegende kleine Schrift soll freilich nicht eine umfassendeDarlegung aller Gesichtspunkte bieten, sondern in allerKürze die Frage für einen weiteren Leserkreis auf den Punktbringen. Wer die wissenschaftliche Vertiefung sucht, sei aufdie beiliegende Bibliographie verwiesen. Der Verfasser selbsthat bereits des öfteren Gelegenheit gehabt, zum ThemenbereichStellung zu nehmen. Dazu gehören die Doktorarbeitüber das Frauenpriestertum "vor dem Hintergrund der Schöpfungs-und Erlösungsordnung" (1982), die 1995 in vierterAuflage erschien, eine Monographie über die FeministischeTheologie (1993) und mehrere Beiträge über den Diakonat(1987-2004). Das Thema wird in vier Schritten entfaltet: einphilosophisch gestimmter Blick auf die Komplementaritätder Geschlechter betont die Verbindung zur Anthropologie;es folgt eine Analyse der Argumente bezüglich der männlichenBindung des Weihepriestertums; eigens behandelt wirdauch das Problem des weiblichen Diakonates; ein Beitrag zurBeziehung zwischen Frauenbild und Mariologie führt denGesichtspunkt der Komplementarität weiter im Blick auf diechristliche Offenbarung. Manfred Hauke Das Buch kann direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der BuchhandlungCHRIST-MEDIA (Auslieferung Österreich und Deutschland) und der BuchhandlungImmanuel (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligenPortokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligenLändern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch nur Inlandportokosten. Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: Für Bestellungen aus der Schweiz: Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuTheologie
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