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| ![]() Der Erzbischof, der Sozialist!3. Juni 2007 in Österreich, keine Lesermeinung Pastoraltheologe Paul Michael Zulehner in den "Salzburger Nachrichten": Die Position, die Erzbischof Kothgasser vertritt, ist weit sozialistischer als jene von Landeshauptfrau Burgstaller und ihrer SPÖ. Salzburg (www.kath.net) Statt die sozialen Probleme zu beseitigen, wird unsozial das Kind beseitigt. Das ist die billigste und zudem völlig liberalistische Lösung: also genau das Gegenteil von sozialistisch. Das schreibt der Wiener Pastoraltheologe Paul Michael Zulehner in einem Leserbrief, den die Salzburger Nachrichten veröffentlichten. Für die Schwachen einzutreten ist sozialistisch: Der Erzbischof steht vorab für das schwächste Glied im Überlebenskonflikt, das Kind, hält er fest. Dessen Menschenleben ist unantastbar, unabhängig von irrationalen Fristen (wie drei Monate, für die es wirklich keine wissenschaftlichen Argumente gibt). Zu den Schwächeren gehört weiters die Frau. Sie ist, wenn sie eine Abtreibung erwägt, in einer schwerstwiegenden Position, meint Zulehner. Nach einer internationalen Studie treiben nämlich Frauen vor allem aus folgenden Gründen ab: Wenn sie die zeugenden Männer im Stich lassen; wenn und weil ein weiteres Kind ein Armutsrisiko ist; wenn das Kind die berufliche Karriere beeinträchtigt. Sozialistisch wäre es, den strukturellen und nicht bloß den akuten Druck von den Frauen zu nehmen, betont Zulehner. Dazu braucht es seiner Ansicht nach eine qualitätsgesicherte Beratung. Die Kirche fordert sie schon seit der Einführung des Straffreiheitsgesetzes, aus dem inzwischen leider schleichend ein Abtreibungsrechtfertigungsgesetz geworden ist. Qualitätsgesicherte Beratung für Frauen mehrt deren Entscheidungsfreiheit und könnte viele auch davor bewahren, sich teure postabortive seelische Traumata zuzuziehen. Außerdem brauche es eine Familienpolitik, die die Gedeiharbeit mit Kindern gesellschaftlich attraktiv macht und finanziell honoriert. Und schließlich wäre unabdingbar eine Arbeitsplatzpolitik, die Männer und Frauen nicht benachteiligt, wenn sie Kinder bekommen und großziehen wollen. Das Fazit des Pastoraltheologen: Ohne solche kinder- wie elternfreundliche Verhältnisse von einer freien Entscheidung der Frauen zu reden, ist unhaltbar. Gesellschaftspolitische Förderung der Entscheidungsfreiheit von Frauen wäre hingegen konsequente Frauenfreundlichkeit. Statt nun solche Verhältnisse engagiert zu verändern, was eben sozialistisch wäre, wird der leichteste Weg gewählt: das Kind wird getötet. Offenbar ist in Abwandlung eines Nenning-Zitats über Johannes Paul II. der Erzbischof in Salzburg der letzte Sozialist. Mehrwissen: Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuÖsterreich
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