Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Statt Jesuskind in der Krippe ein schleimiges Alien-Monster in der ARD!
  2. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  3. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  4. THESE: 'Viele Priester ignorieren das Übernatürliche in der Lehre!'
  5. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  6. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  7. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  8. Vorbehaltlos Ja zum Leben!
  9. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  10. ‚Urbi et Orbi‘ 2025: Weihnachten - Geburt des Friedens
  11. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  12. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  13. Zeitliche und ewige Zukunft
  14. Massive Mehrheit in Österreich sieht Leben mit Muslimen kritisch
  15. Pro-Life-Aktivistin soll vor Gericht gestellt werden - USA üben scharfe Kritik an Großbritannien

Papst macht Mut zum ‚anders sein’

2. September 2007 in Jugend, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In der Eucharistiefeier rief er zum ehrenamtlichen Engagement, zum Einsatz für eine gerechtere Welt und zum Schutz der Umwelt auf. Am Nachmittag will der Papst mit Bürgern Loretos zusammentreffen, am frühen Abend fliegt er zurück nach Castel Gandolfo


Montorso (www.kath.net/RV/red)
„Schwimmt gegen den Strom!“ So der Appell Papst Benedikts XVI. vor rund 500.000 Jugendlichen bei Loreto. In der Eucharistiefeier auf dem freien Feld in der Nähe des Marienwallfahrtsortes rief er zu einer bedingungslosen Christusnachfolge, zum Einsatz für eine gerechtere Welt und zum Schutz der Umwelt auf.

Der Gottesdienst war der Abschluss des zweitägigen nationalen Jugendtreffens. Die sogenannte „Agora“ gilt als italienischer Auftakt zum Weltjugendtag in Sydney im Juli 2008.

„Schwimmt gegen den Strom: Hört nicht auf die interessanten und schmeichelnden Stimmen“, betonte Benedikt XVI., „auf die Stimmen der Massenmedien, die einen Lebensstil der Arroganz und der Gewalt anpreisen“, einen Lebensstil der „Erfolg um jeden Preis“ wolle, der mehr „auf das Scheinen und Haben“ aus sei, „auf Kosten des Seins“.

„Habt keine Angst!“ Diesen Satz kennen die Jugendlichen vom Heiligen Vater. In Loreto ging er weiter: „Seid wachsam! Seid kritisch! Schwimmt nicht mit auf der Welle, die von dieser Überzeugungsmaschinerie angetrieben wird.“ Und dann doch: der väterliche wie dringende Zuspruch: „Habt keine Angst, liebe Freunde…“

Die Liebe Gottes biete eine echte Alternative: „Einen einfachen und solidarischen Lebensstil: aufrichtige und reine Beziehungen; ehrlicher Einsatz in Studium und Arbeit; tiefes Interesse für das Gemeinwohl.“ Benedikt machte Mut zum anders sein.

Noch einmal: „Habt keine Angst, für das kritisiert zu werden, was falsch scheint oder unmodern.“ Die Altersgenossen, aber auch die Erwachsenen, und vor allem die, die mit ihrer Mentalität dem Evangelium fern schienen, bräuchten Menschen, die es wagen, die „Fülle der Menschlichkeit“ zu leben, so wie Jesus Christus es gezeigt hat.

Christ sein könne jedoch nur, wer die Kirche liebe. „Die Kirche ist unsere Familie…. In der Kirche lernen und lieben wir, indem wir uns gegenseitig dazu erziehen, die Annahme des Nächsten, die hilfsbereite Aufmerksamkeit gegenüber dem, der in Schwierigkeiten, gegenüber den Armen und den Ausgestoßenen.“

Der Papst begrüßte neben den 150 Bischöfen und 2000 Priestern ausdrücklich den italienischen Vize-Premier Francesco Rutelli. Das Jugendtreffen sei die Gelegenheit zu zeigen, dass der Katholizismus in Italien ein „tiefliegendes Phänomen“ und im Volk verwurzelt sei, sagte der Politiker.

Doch Benedikt XVI. wollte nicht nur zu Italien und seinen Jugendliche sprechen. Seine Botschaft war Vorbote zum Weltjugendtag in Sydney und war ein Auftrag an die Welt. „Eines der Felder, in denen ein Einsatz dringend notwendig ist, ist ohne Zweifel der Schutz der Schöpfung. Den neuen Generationen ist die Zukunft des Planeten anvertraut.“

Der Fortschritt sei nicht immer im Gleichschritt mit der Natur gegangen. „Bevor es zu spät ist“, müsse man mutige Entscheidungen treffen, „die wieder einen festen Bund zwischen Mensch und Erde schließen können“.

Dazu brauche es „ein entschiedenes Ja zur Bewahrung der Schöpfung und großes Engagement“. Die zerstörerischen Tendenzen seien sonst unwiderruflich.

In Loreto, unweit vom „Haus Marias“, das der Legende nach Engel im 13. Jahrhundert aus dem Heiligen Land an die Adria gebracht haben sollen, durfte der Verweis auf die Gottesmutter nicht fehlen: Ihr bescheidenes und demütiges „Ja“ empfahl Benedikt den Jugendlichen als Beispiel.

„Auch wir können so das ‚Ja’ Gottes an die Menschheit erfahren, aus dem jedes ‚Ja’ unseres Lebens erwächst.“ Demut sei damit keine Niederlage, sondern „ein Sieg der Liebe über den Egoismus“.

Originaltext der Predigt und der Ansprache vor dem Angelusgebet.

Foto: © Agenzia SIR



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Loreto

  1. Die Wut darf man vor das Kreuz bringen, nicht vor die Familie, die Ehe
  2. Vatikan würdigt Marienwallfahrtsort Loreto mit neuen Gedenktag
  3. ‘Erweckung passiert auf den Knien!’
  4. „Wo sind die Menschen, die erkennen, dass Er alles wert ist?“
  5. 'I love the Catholic Church' – Ich liebe die katholische Kirche
  6. Das leere Haus
  7. Beichten rund um die Uhr






Top-15

meist-gelesen

  1. Statt Jesuskind in der Krippe ein schleimiges Alien-Monster in der ARD!
  2. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  3. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  4. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  5. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  6. THESE: 'Viele Priester ignorieren das Übernatürliche in der Lehre!'
  7. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  8. ‚Urbi et Orbi‘ 2025: Weihnachten - Geburt des Friedens
  9. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  10. Ermittlungen im Fall Orlandi offenbar an einem Wendepunkt
  11. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  12. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  13. „Driving home for Christmas“ – Nun ist Chris Rea auf dem Weg in seine ewige Heimat
  14. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  15. Die Lügen der österreichischen SPÖ-Frauen-Ministerin

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz