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Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!

4. Juni 2010 in Interview, 52 Lesermeinungen
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Eine Aussendung des AEK (Arbeitskreis Engagierter Katholiken) zu Christian Wulff hat für heftige Debatten gesorgt – Interview mit Martin Lohmann über den "selbstbewussten Katholiken" Christian Wulff, der geschieden und wiederverheiratet ist


Bonn-Köln (kath.net)
Kath.Net. Herr Lohmann, Ihre Formulierung als AEK-Sprecher „selbstbewusster Katholik“ im Zusammenhang mit der Kandidatur von Christian Wulff für das Amt des Bundespräsidenten hat viele auf den Plan gerufen, die jetzt daran erinnern, dass Wulff seine Frau und Tochter verlassen hat und nach der Scheidung seine zweite Frau geheiratet hat. Manche sprechen davon, dass ein Ehebrecher kein Vorbild sein könne als Bundespräsident. Verstehen Sie diese Reaktionen?

Martin Lohmann: Ja. Das ist sehr verständlich. Ich habe schon gehört, die künftige First Lady sei halt nicht Wulffs First Lady. Insofern ist verständlich, dass der niedersächsische Ministerpräsident für einige keine erste und überzeugende Wahl ist. Doch solche Äußerungen sind nicht wirklich gut. Und ich erinnere auch daran, dass wir uns als Arbeitskreis Engagierter Katholiken ausdrücklich in unserer Pressemeldung nicht zum Privatleben des Kandidaten geäußert haben. Das wollen wir auch nicht tun. Auch deshalb, weil es nicht unsere Aufgabe ist, uns zum Richter aufzuschwingen. Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet – heißt es. Und Jesus Christus beschämt nicht nur damals die durchaus Recht habenden Pharisäer mit der Vorführung der Ehebrecherin, als er ihnen sagt, wer ohne Sünde ist, solle den ersten Stein werfen. Er vergibt und mahnt, künftig nicht mehr zu sündigen. Das ist und bleibt der gültige Maßstab.

Kath.Net: Sie haben also etwas dagegen, wenn man zu rasch verurteilt?

Martin Lohmann: Natürlich. Diese Fähigkeit schlummert zwar irgendwie in uns allen und scheint allzu menschlich. Aber zur Toleranz gehört doch auch, andere Lebenswege zu respektieren, ohne sie für sich selbst zu akzeptieren, also für sich selbst zum Maßstab zu nehmen. Übrigens wissen wir doch alle, dass es bei Lebensbrüchen immer viele Gründe geben kann. Und ich gehe mal davon aus, dass niemand bewusst Lebensbrüche plant. Aber es dürfte einem überzeugten und engagierten Christen nicht unmöglich sein, zu vergeben und zu respektieren. Zur Toleranz gehört eben beides: Respekt gegenüber anderen und das klare Bekenntnis wie etwa zur Unauflöslichkeit der sakramentalen Ehe. Wir bekennen uns eindeutig zur Lehre unserer katholischen Kirche. Dazu stehen wir als AEK, und hier erwarten wir auch von anderen Respekt und Toleranz.

Kath.Net: Sie äußern sich also nicht konkret zum Privatleben von Herrn Wulff. Aber auch das wird ja bei einem Bundespräsidenten beleuchtet. Muss ein Staatsoberhaupt nicht durch und durch ein Vorbild sein können?

Martin Lohmann: Im Idealfall sicher. Christian Wulff wird in vielen Situationen ein gutes Vorbild sein müssen. In einigen wird er es sicher nicht sein. Aber wir plädieren dafür, seine Stärken zu stärken, auf das zu schauen, was er als Bundespräsident vorbildlich machen kann. Er wird selber wissen, dass es auch bei ihm Schwächen gibt. Doch die zu benennen, ist jetzt nicht unsere Aufgabe. Nochmals: Christen sind nicht zum Verurteilen berufen, sondern zum Mut-machen. Wir sind keine Richter. Jeder von uns wird sein Leben einmal vor dem wirklichen Richter verantworten müssen. Und der wird hoffentlich gnädig und barmherzig sein.

Kath.Net: Christian Wulff ist also eine gute Wahl, aber kein Idealfall?

Martin Lohmann: Er ist der Kandidat der beiden C-Parteien und der FDP. Er kennt die Grundsätze einer Politik aus christlicher Verantwortung, weiß als Katholik, worauf es ankommt – und hat die Chance, ein in vielen Fragen überzeugender und guter Bundespräsident zu werden. Er sollte mit besten Wünschen begleitet werden in dieser wichtigen Aufgabe. Er wird wissen, worauf er sich einlässt. Wir wünschen ihm wirklich alles Gute.

Kath.Net: Der Begriff „selbstbewusster Katholik“ bezieht sich nicht auf Wulffs Tatsache des wiederverheirateten Geschiedenen?

Martin Lohmann: So ist es. Wir haben uns dazu nicht geäußert, wollen und werden nicht richten. Es ist zu wünschen, dass Christian Wulff ein selbstbewusster Bundespräsident wird und als katholischer Christ aus der Fülle des christlichen Menschenbildes und in der Verantwortung vor Gott gemäß seinen Fähigkeiten konstruktiv wirken wird. Deutschland braucht einen guten und selbstbewussten Präsidenten

Kath.Net: Herzlichen Dank für das Interview



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Lesermeinungen

 WoL 7. Juni 2010 
 

Ein Volk bekommt, was es verdient


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 girsberg74 7. Juni 2010 
 

Zwei Fragen für einen Gelobten

Frage 1: Wer möchte nicht so gelobt werden?
Frage 2: Wer möchte so nicht gelobt werden?


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 kreuz 6. Juni 2010 

ein Bundespräsident war bei uns oft deswg beliebt,

weil er über der Politik stand.
nun ist Gauck sicher rot/grün näher, aber die dunkel-roten mögen ihn nicht.
wenn man das Nominierungs-Chaos der Bundesregierung ein bißchen verfolgt hat (v.d.Leyen machte sich per Interview schon mal zur Nr.1 und wurde gleich von der tagesschau damit gesponsort), Chr. Wulff wußte zuerst nicht daß er 1.Wahl der Kanzlerin sei, usw,
dann sollte man der Opposition vielleicht mal zugestehen, daß sie den besseren Schachzug gemacht hat.

aber in der Politik (und Wirtschaft), und manchmal schon in der Kirche, bedeutet \"Schwäche und Fehler zugeben = verlieren\".

sogesehen wird die Regierung weiterhin ihren Kandidaten bewerben (müssen), obwohl sie im Herzen vielleicht schon weiß, daß er \"2.Wahl\" ist.

so \"funktionieren\" die weltl. Machtspiele, leider.

man wird weiterhin beobachten, daß diese Wahl völlig unwichtig sein wird in den Medien, wenn erstmal der Fußball rollt.

die Mediokratie bestimmt seit langem per Windfähnchen (wo weht der Zeitgeist?), was wichtig ist.

davon sollten wir uns nicht zu sehr beeinflussen lassen, denn das geschieht völlig willkürlich :-)

www.kathtube.com/player.php?id=15030


0
 
 Michael Ragg 6. Juni 2010 
 

Gauck ist der Richtige

Philipp Prinz von Preussen, ein gläubiger evangelischer Theologe, hat auf Facebook die Gruppe \"Gauck ist der Richtige\" eingerichtet. Ich gteile seine Meinung.

www.facebook.com/profile.php?ref=name&id=1836927240#!/group.php?gid=133173980029704&ref=ts


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 kreuz 5. Juni 2010 

Nachtrag (zu einem Nebenthema, sorry)

@Bonifaz2010 zu Ihrer Frage
\"Aus der von Ihnen zitierten Passage kann ich nicht entnehmen, daß Ewald Stadler ein Scharfmacher sein soll.\"

das stimmt. ich bezog mich auf ein kathtube(!)video, das ich seinerzeit kommentierte
(25.10.2008 incl link zu kr-net)

www.kathtube.com/player.php?id=6620


0
 
 Veritas 5. Juni 2010 
 

Prägende Erfahrung

In einer Beschreibung von Wulffs Lebenslauf habe ich folgendes gefunden: \"Wulffs Eltern trennten sich, als Christian zwei Jahre alt war. Er wuchs bei der Mutter auf, und als der Stiefvater die Familie verließ, übernahm der 14-Jährige die Pflege der kranken Mutter.\" Zweimal hat er also den Verlust des Vaters erlebt, beide Male als Kind. Nun könnte man sagen, dass er gerade vor dem Hintergrund dieser schmerzlichen Erfahrungen doch alles tun müsste, um diese Fehler nicht selbst zu begehen und seinem eigenen Kind zu ersparen. Andererseits zeigt die Erfahrung, dass sich das Trauma der elterlichen Trennung oft dahingehend \"vererbt\", dass Scheidungskinder es meist selbst nicht schaffen, eine stabile Ehe zu führen. Nicht bekannt ist mir auch, weshalb die erste Ehe Wulffs tatsächlich gescheitert ist. Lag es an ihm, lag es an seiner Frau, lag es an beiden? Ich weiß es nicht. Deshalb mag ich mir da kein Urteil erlauben, sondern überlasse dies der Gerechtigkeit Gottes.
Fraglich bleibt allerdings, warum Martin Lohmann sich so sehr bemüht, gerade das Katholische von Christian Wulff zu betonen, wo doch gerade hier Wulffs größte Schwachstelle liegt. Diese zeigte sich nicht nur in der offensiven Publizistik über seine neue \"Patchwork\"-Familie, sondern auch in der Berufung der muslimischen Ministerin Aygül Özkan, die noch vor ihrer Vereidigung die Kreuze in den Schulen in Frage stellte. War es eigene Überzeugung oder doch eher die Angst vor dem Verlust von Stammwählern, die Wulff Özkan zurückpfeifen ließ?
Zwar halte ich es grundsätzlich für legitim, dass das CDU-Mitglied Lohmann die Werbetrommel für den CDU-Kandidaten Christian Wulff rührt, aber dann hätte er andere Stärken und Vorzüge hervorheben sollen. Dass er gerade das am meisten anpreist, wo Wulff offensichtlich eine große Schwäche hat, hinterlässt in der Tat einen faden Beigeschmack.
Meine Erklärung: Mit der Nominierung Joachim Gaucks haben SPD und Grüne einen cleveren, ja geradezu genialen Schachzug hingelegt. Bemerkenswert: Im Jahr 1999 wollte die CSU Joachim Gauck als Gegenkandidaten für Johannes Rau gewinnen. Joachim Gauck ist also in der Tat auch für viele Konservative ein akzeptabler Kandidat. Gerade auch im Osten genießt er große Anerkennung und Sympathien bei CDU und FDP (siehe Link). Die Zustimmung bei den Regierungsparteien für Wulff ist nicht ungeteilt, und der Vorsprung der Regierungsparteien in der Bundesversammlung nicht so groß, dass die Wahl Wulffs schon als gesichert gelten kann. Im Gegenteil: Joachim Gauck könnte für Merkel zum Super-GAU(ck) werden.
Und dann? Würde Merkel zurücktreten? Dann hätten wir nicht nur den Bundespräsidenten verloren, sondern auch die Bundeskanzlerin. Nicht zu vergessen der Rücktritt eines der mächtigsten Ministerpräsidenten in Hessen und die offene Regierungsbildung im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW. Sollte also Wulff scheitern, wäre das Wort \"Staatskrise\" durchaus angebracht - und das im bevölkerungsreichsten und wirtschaftlich stärksten Land der EU, die sich gerade in ihrer größten Krise seit ihrer Gründung befindet.
Ein Scheitern Wulffs hätte also größte Ausmaße und unabsehbare Folgen für ganz Europa. Ein Scheitern Wulffs wäre in der Tat der GAU(ck) für die Regierung. Daher muss die Union um jede einzelne Stimme kämpfen, gerade auch bei potentiellen Abweichlern wie den \"engagierten Katholiken\", und so ist auch die Haltung Martin Lohmanns zu erklären.

www.sueddeutsche.de/politik/bundespraesidenten-wahl-herr-gauck-und-ein-fan-namens-merkel-1.954280


2
 
 willibald reichert 5. Juni 2010 
 

Martin Lohmann

Ich hätte erwartet, daß Herr Lohmann nicht wie ein Politiker daherredet, sondern als jemand, der es
nicht als normal ansieht, daß die angebliche \"C\"DU
keinen Kandidaten mit einem betont christlichen
Profil aufzuweisen hat. Aber offensichtlich sind auch
viele Schreiber hier schon so relativiert, daß meine
Anmerkungen zum Lebensrecht bezüglich Herrn
Lohmann bzw. Herrn Wulff nicht mehr von Belang
sind. Denk ich an Deutschland und die katholische
Kirche in unserem Land,könnte ich heulen.
Ernst Jünger sagte einmal:Auf verwaisten Altären
hausen tatsächlich die Dämonen! Wie weit sind
wir noch davon entfernt?


3
 
 M.Schn-Fl 5. Juni 2010 
 

@Cinderella

Es tut mir leid, daß Du es nicht verstanden hast. Aber anders kann ich es nicht sagen.


1
 
 FNO 5. Juni 2010 

edithus

Immerhin ist Wulff kein Freimaurer, sonst würden die einschlägigen Kreise in der FDP jetzt nicht für Gauck werben ;-))


1
 
 edithusluxus 5. Juni 2010 
 

Richtet nicht

Lieber Herr Lohmann,
wer ist schon ohne Fehler. Schade, dass BP K. das Handtuch geworfen hat. Unter anderem sagte man, er war vorher kein Politiker. Und Herr Gauck. ich unterstelle ihm nicht sein Können. Dass Ch. W. die zweite Frau hat, ist anscheinend eine Modesache bei den Politikern, siehe BK Sch. AM F. BKin M. wo bleiben die Vorbilder? Wo bleiben die katholischen Verteidiger unseres Papstes Benedikt? Wo sind sie, keiner hat ihn verteidigt...Es kann sein, das die Personen keine Ahnung haben von der Lehre der Kirche. Es fängt bei der Abtreibungsmethode an und hört bei der aktiven Sterbehilfe auf. Wo sind da die katholischen Politiker? nach wie vor ist eine Abtreibung ein 100%iger Mord. Ch. W. ist Politiker, Gauck ein Erfahrener, wem sollen wir wählen? wieder einen, der nach der Lehre der Kirche das Sakrament der Kirche nicht eingehalten hat?
Siehe GM R. Praxisgebühren will er bei jeden Arztbesuch anordnen, warum soll der Mittelstand immer die Schulden tragen????Aber so ist es immer. die Politiker halten sich daraus, die Kleinen zahlen die Schulden der Großen. Wer BP wird entscheiden die Großen. Heute scheint die sonne.

YzvWx3


1
 
 damasus 5. Juni 2010 

Schizophrenie + Anti-Werbung

Im Bemühen (wirklich als solche sich verstehende und lebende) Katholiken an die Cdu zu binden, stößt Herr Lohmann sie ab mit derart bemühten und in scheinbarer Hochleistungsleistungskasuistik brillierenden Reinwaschungen und Andienungen, daß der große Durcheinanderwerfer sich wieder einmal genüßlich die Hände reiben kann. Noch einmal: Es geht nicht darum, Herrn Wulff zu be- oder verurteilen, über ihn zu rechten und zu richten, er soll seine Fähigkeiten und Verdienste besitzen, aber er muß auch nicht angestrengt schön erklärt und auf der falschen Seite gerechtfertigt werden. Herr Lohmann hat doch selber seine Demütigungen durchlaufen und müßte eigentlich wissen, was Gradlinigkeit und Aufrichtigkeit im Letzten bedeutet. Auf einen Katholizismus, der so um sein Existenzrecht bettelt und vor der Macht winselt, wollen Anhänger wie Gegner verzichten.


1
 
 Dismas 5. Juni 2010 

Enttäuscht...

Die Promotion von Martin Lohmann für den Kandidaten der Union Herrn Wulff hat mich sehr enttäuscht. Er \"verbiegt\" sogar die Lehre des HERRN deswegen (Anspielung auf das Gleichnis mit Christus und der Ehebrecherin). Nein, so geht es leider nicht, HerrLohmann!! Die AEK verkommt zu einer Werbeagentur um Katholiken für die Union \"bei der Stange zu halten! Das kann man \"Mogelpackung\" nennen! Danke ich verzichte auf \"selbstbewusste Katholiken\" dieses Stils. Ich verurteile niemanden, doch ich halte Herrn Wulff für mich als Katholiken nicht für das Amt geeignet. Er ist mir zu sehr einer dieser \"aalglatten\" Karrierepolitiker. Und Frau Merkel, die ihre \"Macht\" erhalten will, würde den Konkurrenten gerne in das Schloss Bellevue abschieben. Nein, ich würde meine Stimme Joachim Gauck geben! Er hat auch den kritischen Abstand zur Politikerkaste.


1
 
 Nada 5. Juni 2010 
 

Stichwort \"Stichtag\"

@ Apfelkuchen
Hierzu ein Tipp: Für dieses und andere brisante ethische Themen. Einfach mal seinen Bundestagsabgeordneten anmailen. Der/die soll bitte sehr das Bundestagsprotokoll mit den Abstimmungen und den Verlauf der Diskussion rausrücken. Da kann man sich ein genaueres Bild machen und überlegen, ob man diese Person noch einmal wählt.

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!


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 Cinderella01 4. Juni 2010 
 

@M.Schn-Fl

Und wenn Gott tatsächlich Jesus nur gesandt hat, damit wir hier leben können wie Sodom und Gomorrha - wozu dann das Ganze, wozu Gebote, wozu Beichte etc. das brauchen wir doch dann gar nicht. Dann kann die Kirche doch sagen: \"Macht, was ihr wollt - ihr kommt trotzdem alle in den Himmel\". Willst Du wirklich behaupten, die Kirche hat uns 2000 Jahre lang \"eingeschränkt\", weil \"Anything Goes\" ? Wirklich?
Das glaube ich nicht!!!!


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 kreuz 4. Juni 2010 

so sind halt die Geschmäcker..

..und auch die \"Lösungsvorschläge\" aus der \"Krise\" verschieden., @Bonifaz2010

für mich ist jemand nicht deswg katholisch, nur weil er es laut genug sagt :-)

aber, wie gesagt, ich kann gegensätzl. Positionen auch stehen lassen.

selbst halte ich mich -soweit mir möglich- an einen Spruch eines bekannten Katholiken :-)

\"Selig der Knecht, der sich das Gute,
das der Herr ihm gezeigt hat,
als einen Schatz im Himmel sammelt
und der kein Verlangen hat,
es mit dem Blick auf Belohnung den Menschen zu offenbaren,
denn der Allerhöchste wird seine Werke offenbaren, wenn immer er will.\"


0
 
 M.Schn-Fl 4. Juni 2010 
 

Liebe Cinderalla

es ist ja alles richtig. Wir sollen nach den Geboten Gottes leben und Jesus Christus nachfolgen. \"Ihr seid meine Freunde, wenn Ihr tut, was ich euch sage\".
Daran gibt es nichts zu rütteln oder irgend etwas zu relativieren.\"Seid heilig, denn ich der Herr bin heilig\".
Auch das ist eine klare Ansage. Aber ein Kapitel weiter heißt es: \"Ich bin der Herr, der euch heiligt.\"
Ist das nicht tröstlich? Aber das soll uns auch vor jeder frommen Selbstgerechtigkeit bewahren; denn Jesus war den frommen Selbstgerechten gegenüber sehr, sehr hart. Wir sollen Gottes Gebote halten! Kein Wenn und aber! Und trotzdem hat Jesus sich gegen die frommen Ankläger, die sich sicher Mühe gaben, alle Geboten zu halten gewandt, als er ihnen sagte: \"Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.\" Es ist sehr ungerecht Martin Lohmann zu unterstellen, er nähme das Gebot Christi nicht ernst. Christian Wulff hat gegen Christi Gebot verstoßen und lebt nach katholischer Lehre im Ehebruch. Indem ich das feststelle, frage ich mich sofort, wo ich gegen die Gebote verstoße. Deshalb hat der Herr gesagt: \"Richtet nicht....\", denn eigentlich müßten wir alle unter dem Gericht stehen. Und deshalb sollen wir auch aus unserem eigenen Glashaus heraus nicht mit Steinen werfen. Das ist wohl das , was Martin Lohmann meint. Wir sollen uns von Gott heiligen lassen; denn selbst können wir es nicht. Der Mensch bewegt sich in dem Spannungsfeld zwischen Gnade und äußerster Erbärmlichkeit. So lehrt uns die Schrift und Papst Benedikt wird nicht müde, uns das immer wieder vor Augen zu halten.
Auf der einen Seite steht Gottes Gebot und auf der anderen Seite unsere Unfähigkeit, ihm zu folgen.
Deshalb hat Gott seinen Sohn gesandt damit Er das Gesetz erfülle und in Ihm Seine Gade uns aus unserer Sünde aufhilft. Evelyn Waugh läßt eine im Ehebruch lebende Sünderin in seinem Roman: Wiedersehen mit Brideshead sagen: \" Es wird mir bewußt, je mehr ich sündige, um so mehr brauche ich Gott.\"Und je mehr ich mir meiner eigenen Sünden bewußt werde, um so mehr halte ich mich am Herrn fest in den Sakramenten und in der täglichen Betrachtung und im Gebet. Aber umso mehr muß ich mich auch hüten, über andere zu richten; denn sonst werde ich gerichtet. Und doch bleibt Gottes Gebot unverändert stehen. Aber über diesem Gebot schwebt Seine Gnade und Seine Barmherzigkeit.Und mit großem Dank erfahre ich täglich neu, daß sie mir aufhilft, Wollen wir als treue Katholiken das nicht auch unserem Mitkatholiken Christian Wulff zubilligen und für ihn beten?


2
 
 Apfelkuchen 4. Juni 2010 
 

Die neue Masche

... in der sie Kraft ihrer Kompetenz als Theologin die Verschiebung des Stichtages auch für einen Christen für zustimmungsfähig erklärte.

Jaja....

Und die Pille ist ein Gottesgeschenk.

Derselbe Kompetenzgrad.


2
 
 Bonifaz2010 4. Juni 2010 
 

@ kreuz

Aus der von Ihnen zitierten Passage kann ich nicht entnehmen, daß Ewald Stadler ein Scharfmacher sein soll. Seine Forderung nach einem \"enttabuisierten Umgang mit unserer Geschichte\" verstehe ich als einen Protest gegen den linksliberalen Zeitgeist, der mit seinen politisch korrekten Maulkörben die Meinungsfreiheit einschränken will. Dagegen ist eigentlich nichts besonderes einzuwenden.

Ich räume allerdings ein, daß ich in der österreichischen Innenpolitik nicht sehr bewandert bin und von Ewald Stadler nur seine katholischen Positionen kenne, über die hier auf kath.net schon häufiger berichtet wurde; insoweit habe ich an Ewald Stadler allerdings nichts zu kritisieren - im Gegensatz zu den Auffassungen des Herrn Lohmann.


1
 
 Julius Pompilius 4. Juni 2010 
 

Nachtrag

Das Interview erinnert mich ein wenig an das ZdK oder an Frau Schavan, die es meisterhaft verstehen, aufgrund angeblicher theologischer Kompetenz Politik oder Politiker auf theologische Weise zu rechtfertigen, bzw. die Kritiker ins Unrecht zu setzen. Ich erinnere als Beispiel an Frau Schavans Rede auf dem CDU-Parteitag 2007 in Hannover, in der sie Kraft ihrer Kompetenz als Theologin die Verschiebung des Stichtages auch für einen Christen für zustimmungsfähig erklärte. So holt sich die Politik in einem selbstreferentiellen System die angeblich kirchliche (oder biblische) Legitimation, um ihre Politik durchzusetzen oder Kritiker ins Unrecht zu setzen.


2
 
 Julius Pompilius 4. Juni 2010 
 

AEK: Verzweifelter Versuch, sich vor der Marginalisierung zu retten

Der AEK scheint offenbar nicht den gewünschten Erfolg zu bringen. Anscheinend kreist diese Gruppierung irgendwo im Spektrum der CDU herum mit der dauernden Bitte um Landeerlaubnis. Wenn keiner mehr zuhört, ist diese Gelegenheit doch eine Möglichkeit, auf billige Weise wahrgenommen zu werden. Herr Goppel hat sich bereits abgekoppelt, vielleicht hat er rechtzeitig gemerkt, dass dem AEK die profilierende Kraft fehlt.


2
 
 Hartmut8948 4. Juni 2010 
 

Gauck - ein wertvoller Mensch und Zeitzeuge

bevor ich - als Katholik - auf die Idee käme, einen geschieden-wiederverheirateten Mann an die Spitze unseres deutschen demokratischen Staates zu nomminieren, würde ich, alleine schon aus meiner eigenen Genesis, fragen, \"Wer wäre besser?\"
Herr Gauck, ich würde Ihrer Übernahme des Amtes eines Präsidenten der BRD Vieles anvertrauen, Sie haben bisher einen guten Dienst für das Deutsche Volk geleistet.


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 Apfelkuchen 4. Juni 2010 
 

Internationaler Satanismus:Menschenopfer

Heute ist zum Beispiel der \"Internationale Tag der Kinder, die unschuldig zu Aggressionsopfern geworden sind\" - ob die UNO dabei auch der Kinder gedenkt, die Opfer von Abtreibungen geworden sind ?

Aber,aber...

Das müsste sie ja nur,wenn sie ernsthaft davon ausginge,daß es sich bei Ungeborenen schon um menschliche Kinder handeln würde.

Für eine Abtreibung ist das eher eine ungünstige Erkenntnis und daher eher NEIN.

Selbst der satanische Europarat will ja schon ein RECHT auf Abtreibung durchdrücken,wobei selbst das Bundesverfassungsgericht ganz klar sagt,daß es eben dafür KEIN RECHT gibt !

http://diestandard.at/1207285323139


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 kreuz 4. Juni 2010 

ganz schön viele Wahrheiten hier,

..da steig ich aus.

auch wenn ich hier nicht derselben Meinung wie Herr Lohmann bin, muß ich doch niemand in Stücke hacken?
im link ein Interview das mir sehr gut gefiel.

dann noch ein kathtube-video von Kirche in Not: Martin Lohmann interviewt Paul Badde.

so. diese beiden Artikel sind mir wichtiger als alle Bundespräsidenten zusammen.

warum?

fast kein deutscher Politiker der sich katholisch schimpft (außer Seehofer und Singhammer, glaub ich), hat den weltweit bekanntesten Deutschen, Papst Benedikt, verteidigt, als er 2009 wegen der Williamson-Affäre durch den Dreck gezogen wurde und 2010 wegen der Mißbrauchs-Affäre.

nicht mal als ihn die Engländer verhaften lassen wollten und die Stasi-Zeitung (äh SZ, tschuldigung) über den Umweg Papstbruder Georg ihm \"an den Kragen\" wollte.

übrigens auch kein Horst Köhler!

für einen \"echten Katholiken\" ist BXVI der erste Chef, egal ob Rang & Namen oder nicht.
und wenn der Chef angegriffen wird, schart man sich um ihn.

die dt. Bischöfe, kath. Ministerpräsidenten, ein kath. Bundeskanzler Köhler, jeder von ihnen wäre ein Multiplikator gewesen, dann hätten sich auch andere getraut.

niemand, niemand hat sich gemeldet.

da haben die Evangelischen sogar ein \"Alibi\", denn die Schmutzkampagne gegen Benedikt und die Bischöfe, ja das katholische Priesteramt und das Klosterleben, das ist UNSERE Sache.

in Innsbruck und Südtirol schüttelt man den Kopf, welche Treibjagd bei uns stattfindet.

dann noch @Bonifaz2010 vor 5 Std.
Ewald Stadler ein rechter Katholik?
ein Rechter schon, aber kein Katholik. eher ein Demagoge und Scharfmacher. Mt 7, 15.
*******************
\"Am 8. Mai 2002, dem Jahrestag der Kapitulation der deutschen Wehrmacht, veranstaltete die Wiener deutschnationale Korporiertenszene die alljährliche Kranzniederlegung am Grabmal des unbekannten Soldaten auf dem Wiener Heldenplatz. Redner war in diesem Jahr auch Ewald Stadler, der sich für einen „enttabuisierten Umgang mit unserer Geschichte“ aussprach und den – wegen Volksverhetzung in Deutschland verurteilten – Antisemiten, Neonazi und Holocaustleugner Horst Mahler als Beispiel für diesen Umgang nannte, „der dafür auch entsprechend verfolgt wird“. Das führte zwar zu einigem Aufsehen in der Öffentlichkeit, hatte jedoch weder Einfluss auf seine politische Karriere innerhalb der FPÖ noch auf sein öffentliches Amt als Volksanwalt.\"



Am 8. Mai 2002, dem Jahrestag der Kapitulation der deutschen Wehrmacht, veranstaltete die Wiener deutschnationale Korporiertenszene die alljährliche Kranzniederlegung am Grabmal des unbekannten Soldaten auf dem Wiener Heldenplatz. Redner war in diesem Jahr auch Ewald Stadler, der sich für einen „enttabuisierten Umgang mit unserer Geschichte“ aussprach und den – wegen Volksverhetzung in Deutschland verurteilten – Antisemiten, Neonazi und Holocaustleugner Horst Mahler als Beispiel für diesen Umgang nannte, „der dafür auch entsprechend verfolgt wird“. Das führte zwar zu einigem Aufsehen in der Öffentlichkeit, hatte jedoch weder Einfluss auf seine politische Karriere innerhalb der FPÖ noch auf sein öffentliches Amt als Volksanwalt.

kath.net/detail.php?id=22052


1
 
 Bonifaz2010 4. Juni 2010 
 

@ Apfelkuchen

Völlig richtig, diese UNO-Feiertage Welt-XXX-Tag (für XXX irgendwas einsetzen) sind nicht zuletzt deshalb ins Leben gerufen worden, um dem katholischen Kirchenjahr etwas entgegenzusetzen. An politisch korrekten Anlässen herrscht ja kein Mangel (heute ist zum Beispiel der \"Internationale Tag der Kinder, die unschuldig zu Aggressionsopfern geworden sind\" - ob die UNO dabei auch der Kinder gedenkt, die Opfer von Abtreibungen geworden sind?!).


2
 
 diaconus 4. Juni 2010 

@ Herr Lohnmann

Zitat
Auch deshalb, weil es nicht unsere Aufgabe ist, uns zum Richter aufzuschwingen. Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet – heißt es.
Zitat Ende

Darf ich Sie als Theologe und Kleriker daran erinnern, dass das Aufmerksammachen auf Sünden kein Richten ist. Sie relativieren die Aussage Jesu gemäß dem Mainstream wie es Ihnen passt, verhalten sich aber nicht der Lehre der Kirche entsprechend. Jesus hat nämlich gesagt: „Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn zurecht.“ (vgl. Mt 18,15). Ein wirklicher Katholik kann eine schwere Sünde (früher Todsünde), die von den Sakramenten ausschließt, nicht gutheißen oder sie entschuldigen, denn damit heißt er nämlich die Sünde für richtig bzw. verniedlicht diese.


2
 
 Apfelkuchen 4. Juni 2010 
 

Der Verrat der CDU: Schläge gegen das Leben

Unter der Regierung Merkel wurde beschlossen, dass ab 1.Juli 2008 die Abtreibungspille Mifegyne bis zum 63.Tag der Schwangerschaft, statt bisher bis zum 49.Tag, verordnet werden darf !

Wer als katholischer Christ in der Union bleibt,ist nicht mehr zu helfen.

Weiterhin wurde unter Merkel die Forschung an Embryonen erlaubt,eingefädelt durch eine angebliche Katholikin,Frau Schavan.Sie hat es mit einem üblen Abtimmungstrick im Parlament vollbracht.

Bischof Mixa hat darauf hingewiesen,deshalb wurde er von IM Erikas Medien abserviert.

http://www.focus.de/politik/deutschland/stammzellenforschung_aid_265902.html


2
 
 Apfelkuchen 4. Juni 2010 
 

Vielen Dank auch

Angela Merkel ist aber nicht die Ursache der Krise, sie ist nur das Symptom. Die Krankheit heißt Ossifizierung.
Es gibt heute bestimmte Dinge, die unzweifelhaft auf die Wiedervereinigung zurückzuführen sind, auf den roten Schuss Farbe, den die Einheit in unser Land gegeben hat. Die Einschränkung sämtlicher bürgerlicher Freiheiten und die Einmischung der Politik in die letzten Bereiche des Privatlebens zum Beispiel.
Oder denken wir mal an den „Weltfrauentag“
Den gab es im Westen nicht. Der 8. März ist ein kommunistisches Ereignis, von Clara Zetkin erdacht und von Lenin zuallererst in der ruhmreichen Sowjetunion eingeführt. Und heute? Heute erklärt die CDU per Pressemitteilung am 8. März: „Der Weltfrauentag ermahnt uns dazu, diesen Weg engagiert weiterzugehen“

Vielen Dank auch.


2
 
 Apfelkuchen 4. Juni 2010 
 

Und sich gleichzeitig Aussagen über das Privatleben eines Politikers verbittet.

Also mal ehrlich Leute:

So als Maffiaboss will ich auch nicht,daß jemand mein Privatleben durchleuchtet.

Ich verlange Datenschutz.

Diesselbe Masche fährt die CDU übrigens mit Herrn Seehofer.

Aber den Mixa,den ziehen wir aus bis auf die Unterhos,da muss doch was zu finden sein und wenn nicht,dann erfinden wir halt einfach was.

Kennen wir das nicht aus Stasi_heim ?


1
 
 Martin Lohmann 4. Juni 2010 
 

Rashomons böse Unterstellungen?

Werter sich hinter \"Rashomon\" versteckender anonymer Besserwisser, bitte unterstellen Sie mir nicht, ich würde die Sünde rechtfertigen. Das habe ich nirgendwo getan. Maßstab für Christen ist Jesus Christus, dem Sie hoffentlich ebenfalls nicht die Exegese des Satans unterstellen wollen. Entweder Sie verstehen (bewusst?) falsch oder haben das Interview nicht aufmerksam gelesen. Oder wollen Sie Böses? Hoffentlich nicht.


4
 
 Apfelkuchen 4. Juni 2010 
 

„selbstbewusste Katholiken“

...andere Übersetzung : der iGod

Es ist zu wünschen, dass Christian Wulff ein selbstbewusster Bundespräsident wird und als katholischer Christ aus der Fülle des christlichen Menschenbildes und in der Verantwortung vor Gott gemäß seinen Fähigkeiten konstruktiv wirken wird.

Schöne Parteitagsrede,ohne Frage.

Aber wird ein Herr Wulf, -so als angeblich guter Katholik-,auch dem deutschen Volk erklären,daß Abtreibung Mord ist und daß die Abtreibungszahlen immer noch zu hoch sind und deshalb der nächste Präsident voraussichtlich Arkan Üzgürgüll heissen wird,so schon mal so,zur geistigen Vorbereitung.

Seine Chefin findets ja zur Zeit ganz gut wie das so mit den Kinderschlächterreien in der DDR 2.0 gerade läuft.
Da will sie so als angebliche Christin auch nix weiter daran ändern.Sie will ja ihre Genossen WählerInnen nicht verschrecken.


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 Nada 4. Juni 2010 
 

Die Toleranz...

ist heutzutage so tolerant, dass sie das Böse toleriert. Der Herr kennt die SEINEN, auch unseren Schwiegertmuttertypen..!
Wie wir in der Messe fürbittend für die \"Obrigkeit\" b e t e n, sind wir doch nicht blind für das was ist. Wahr ist auch, dass man von einer \"hochgestellten Persönlichkeit\" nicht zwangsläufig einen ebensolchen Charakter erwarten darf.
Dass mir der Landesvater abhanden gekommen ist, ich kann es verschmerzen. Den desolaten Landeshaushalt wird ein Halb-Schotte vielleicht besser besparen.

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!


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 Julius Pompilius 4. Juni 2010 
 

Letztendlich sind es alles Politiker

Mir möge bitte jemand erklären, wie man auf der einen Seite sagen kann, dass jemand ein \"selbstbewusster Katholik\" sei, und sich gleichzeitig Aussagen über das Privatleben eines Politikers verbittet. Ich habe von Herrn Lohmann bisher sehr viel gehalten, aber die Parteiraison bringt sie alle um ihren angeblich aufrechten Gang.
Natürlich spielt das Privatleben der Politiker eine Rolle. Wulff selbst bringt sein Privatleben zu Werbezwecken in die Öffentlichkeit: attraktive junge Frau, weltgewandt, intelligent, sympathisch. Herr Schröder hat seine Frauen gewechselt, wie es seiner Karriere gerade werbewirksam entgegenkam. Und wie will man einer Öffentlichkeit glaubwürdig machen, dass man katholisch ist, wenn nicht auch das Privatleben daran gemessen werden kann.
Herr Lohmann hätte ja sagen können, dass er Wulff für einen fähigen Präsidenten hält, aber dazu qualifizieren vielleicht ja ganz andere Dinge, die man in der Öffentlichkeit ja nicht mit katholisch in Verbindung bringen muss.
Auch ohne Kenntnis dieses Interviews muss ich als alter CDU-Wähler sagen, dass ich als Mitglied der Bundesversammlung auch Herrn Gauck meine Stimme geben würde.


3
 
 willibald reichert 4. Juni 2010 
 

Bonifaz 2010

Ich stimme Ihnen vollinhaltlich zu. Für mich, der ich
immer großes Vertrauen auf Herrn Lohmann gesetzt
habe, ist aufgrund der Verlautbarungen zu Christian
Wulff der AEK durch seinen Vorsitzenden selber
demaskiert worden. Meine anfängliche Skepsis hat
sich leider voll bestätigt. Hat Herr Lohmann sich im
Gespräch mit dem CDU-Generalsekretär Gröhe
das Profil des AEK vorschreiben lassen?
Für mich als Lebensrechtler ist es deprimierend,
daß der AEK-Vorsitzende gleichzeitig auch dem
Bundesverband Lebensrecht vorsteht. Weiß er
nicht, daß der MP Wulff auf dem Katholikentag
in Osnabrück ins Gästebuch von Donum \"Vitae\"
schrieb:Jedes Kind, das durch Donum \"Vitae\" zur
Welt kommt, ist ein Geschenk des Himmels. Dazu
viel Erfolg und Gottes Segen. Hinzu kommt, daß
seine jetzige Lebensgefährtin als Pressereferentin
bei der Rossmann-Drogerie-Gruppe fungiert, deren
Gründer auch Mitgründer der DSW Deutsche
Stiftung Weltbevölkerung ist, die unter dem Stich-
wort der reproduktiven Rechte der Frau sich die
Reduzierung der Weltbevölkerung durch Abtreibung
als eines ihrer vorrangigen Ziele gesetzt hat. Zweite
Vorsitzende der Vereinigung ist die ehemalige
Generalsekretärin von International Planned
Parenthood Federation(IPPF), weltgrößte Abtrei-
bungsorganisation und Muttergesellschaft von
\"Pro\" Familia. Bezeichnend für die Einstellung
der DSW ist wohl, daß deren Geschäftsführerin
die Wiederaufnahme der staatlichen Unterstützung
von Abtreibungen im Ausland durch Präsident
Obama begrüßte!


2
 
 Ramon 4. Juni 2010 

Ausgerechnet der Lohmann!

Lohmann u.a. warfen in der Aktion Linkstrend stoppen der CDU vor, sie würde sich \"offenbar endgültig von ihren Wurzeln und langjährigen Stammwählern verabschieden und die \'Öffnung nach links\' unumkehrbar weiter vorantreiben\"
Sie sei als \"Volkspartei mit christlich-konservativen ... Positionen ... groß geworden und erfolgreich gewesen\", habe in \"den letzten Jahren hat ... jedoch wesentliche Grundpositionen aufgegeben.\"

Und die Kirche? Deren Positionen sind wohl Wachs in den Händen der großen Herren, oder? Dazu meint Herr Lohmann, das sei schlicht Privatsache und da solle man nicht moralisieren! Auf welche moralischen Standards der Kirche trifft das denn noch zu?

Man stellt sich also hin und erwartet von der CDU eine knallharte Politik im Stile der US-Republikaner, der Neocons, aber deren Repräsentanten dürfen dann im Privatleben sich scheiden lassen, die Ehe brechen, Contrazeptiva benutzen und abtreiben - oder wie...?


2
 
 MonteCristo 4. Juni 2010 
 

Vertrauen und Glaubwürdigkeit

Kann man einem Mann Vertrauen entgegenbringen, der seine Frau, sein Kind und seinen Glauben verraten hat?
Für eine andere Frau.


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 Apfelkuchen 4. Juni 2010 
 

Die Verharmloser

Alle Promis haben Image-Berater, die ihnen nach Sünden wieder ihren Ruf aufpolieren, statt Priester, Beichte, Buße, Umkehr, Vergebung.

Genauso läuft es bei uns:Alles nicht so schlimm...wir sind alle kleine Sünderlein,swar immer so,swar immer so...rätätätäta...dschingdarassabummm.

Piep,piep,piep wir ham uns alle lieb....

Mit so einer Einstellung bleiben die Beichtstühle natürlich leer.


3
 
 damasus 4. Juni 2010 

So also sieht die richtige Brille aus für das Betrachten der Wirklichkeit!

Es hat nichts mit Pharisäertum oder Bigotterie zu tun, wenn man nach diesen schwer überraschenden Aussagen Herrn Lohmanns mehr als erstaunt zurückbleibt. Nur: Für solches Gebaren hätte er seinen Arbeitskreis nicht zu gründen brauchen, das ist bereits gängige Haltung. Ich hätte nie gedacht, daß mir nach derartigen Aussagen ein evangelischer Pfarrer authentischer und wählbarer vorkommt.


3
 
 Apfelkuchen 4. Juni 2010 
 

GAUK !

Die wollen viel,wenn der Tag lang ist,aber sie werden ob der Aussichtslosigkeit ihres Unterfangesns das schnell wieder sein lassen und ihre Stimmen hier sicherlich nicht verschenken.

Und den Gauck wählen die sicherlich nicht.Habt ihr gestern die Sprecherin der SED gesehen?
Die ging ja bei dem Namen Gauck ab als hätte die SPD einen NPD Mann nominiert.

http://www.petitiononline.com/171027WM/petition.html

Ein Mitglied der SED..oops…der “Linke” meinte ich natürlich, spricht sich gegen Gauck aus, weil er “für das Rückwärtige steht und in der Vergangenheit lebt”.
Gipfel der Heuchelei….natürlich kritiklos von der Aktuellen Kamera…nochmal oops, meinte natürlich “Heute”, übernommen.


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 Bonifaz2010 4. Juni 2010 
 

Disqualifiziert

Herr Lohmann hat sich mit diesem Interview für mich disqualifiziert. Es handelt sich bei ihm eben um einen typischen Mainstream-Katholiken, der in einer Heilsvermessenheit sondergleichen nur Gottes Barmherzigkeit herausstellt und von seiner Gerechtigkeit nichts mehr wissen will (\"Jeder von uns wird sein Leben einmal vor dem wirklichen Richter verantworten müssen. Und der wird hoffentlich gnädig und barmherzig sein.\").

Soweit Lohmann auf die Geschichte von Jesus und der Ehebrecherin anspielt, zieht er aus dem von ihm angeführten Satz \"Gehe und sündige nicht mehr\" die falsche Schlußfolgerung, denn auf Wulff bezogen bedeutet dies, daß er sich von seiner zweiten Ehefrau trennen und zukünftig enthaltsam leben müßte.

Und auch das Privatleben von der Religion zu trennen ist typisch Mainstream-Katholik. Was uns in der deutschen Politik fehlt, ist ein überzeugter Katholik wie Ewald Stadler; lauwarme Lohmänner haben wir leider genug.


3
 
 Karolina 4. Juni 2010 
 

Mich stört...

daß er sein \"neues Glück\" derart in der Bildzeitung exklusiv in Serie vermarkten ließ, letztes oder vorletztes Jahr: \"Schaut mal alle her, wie super verliebt wir sind, bald mit Baby, blonde junge Mutter, Hochzeit usw.\"
Das war geplante Weißwäsche, um dem Naserümpfen über seine Scheidung, peinlich durchschaubar, Positive Berichterstattung entgegenzusetzen. Alle Promis haben Image-Berater, die ihnen nach Sünden wieder ihren Ruf aufpolieren, statt Priester, Beichte, Buße, Umkehr, Vergebung.

Irgendwie erinnert mich das an Althaus, der auch immer nur sich und seinen Ruf polierte und polieren ließ, nachdem er leichtsinnig einen tödlichen Skiunfall verursacht hatte.


3
 
 sttn 4. Juni 2010 
 

Einen Ministerpräsident oder einen Pfarrer?

Also wenn ich mir überlege da ist einerseits ein Ministerpräsident der sich katholisch nennt, es aber sehr selten unter Beweis stellt und andererseits ein evangelischer Pfarrer (Joachim Gauck) der durch seinen Mut und Lebensweg bewiesen hat das er zu seinen christlichen Werten selbst in einem Unrechtsregim wie der DDR steht ... Ich sehe mich als Christ durch Joachim Gauck besser vertreten und das Christian Wulff von der CDU vorgeschlagen wurde, ist kein zwingendes Argument für ihn. Er ist ein Ministerpräsident der schon lange keinen Bock mehr hat und nun sucht Frau Merkle etwas neues für ihn. Das wird ein toller Bundespräsident werden.

Sorry ... aber ist nun mal meine Meinung.

www.politikstube.de


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 M.Schn-Fl 4. Juni 2010 
 

@Aber Apfelkuchen,

was reden sie denn da. Die Roten wollen ja einen eigenen Kandidate. Von denen wird niemand ausgerechnet Wulff wählen.
@Cinderella01
\"Entweder oder \" ist protestantisch, katholisch ist \"sowohl als auch\", so lautet ein alter Spruch, der sicher keine biblische Weisheit ist aber manches für sich hat. Mir sind Leute sehr suspekt, die sofort aus der Hüfte schießen und das Kind mit dem Bade ausschütten. Er ist nun mal nominiert und wird wahrscheinlich gewählt. Wollen wir ihm nicht mal erst eine Chance geben???


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 Gabber-Gandalf 4. Juni 2010 

Einige Denkfehler

Hauptfehler: \"Privatleben\".
Wenn ich wirklich von \"christlichen Grundsätzen\" ausgehe, dann gibt es keine Sparta welche davon ausgeblendet wird.
Als öffentliche Person spielt der Lebenswandel eine entscheidende Rolle wie ich mein sogenanntes \"Privatleben\" gestalte.
zweiter Fehler: selbst - bewusst
Ein \"selbstbewusster Katholik\" welcher öffentlich gegen die Lehre der Kirche lebt und so auftritt ist genauso logisch wie ein \"antisemitischer Jude\", ein Widerspruch in sich ist.
Er kann ein \"selbstbewusster\" Kanzler sein oder Mensch, aber selbstbewusst kann man so nicht mit \"katholisch\" verbinden, dass der vermeintlich Glaubende im Vordergrund steht und nicht die Gemeinschaft. Für mich hört sich diese Bezeichnung an nach: ein \"Katholik\" auf Egotrip.

Dritter Fehler: Der werfe den ersten Stein...
Die Sünde wird eingestanden und eine Besserung wird versprochen.
Wulf hat offensichtlich nicht vor sein Leben in die richtige Ordnung zu lenken, somit wäre er ein öffentliches Ärgernis, besonders wenn er sich als der Katholik dargstellt.

@Cinderella mir kommt es ebenso vor, dass man mit diese AEK nur die Leute bei der Stange halten will und es nicht wirklich ernst meint mit dem C.. Die Geschichte mit dem \"Ossi\" kann ich nicht ganz nachvollziehen, solange der Rest stimmt (was er ja bei Wulf nicht tut) kann der Kandidat auch aus Timbuktu stammen!


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 kreuz 4. Juni 2010 

auf das Privatleben..

..kam es mir sowenig an wie auf die (hier kontraproduktive) Betonung des Katholischen.

für mich hat J. Gauck aufgrund seines Lebenslaufes und seiner Tätigkeit das größere Vertrauen und auch Standhaftigkeit (sowie das gewisse \"Etwas\", das einen Bundespräsidenten von 100 anderen Kandidaten abheben sollte).

\"Hoch auf dem gelben Wagen\" :-)

im Internet-Zeitalter sollte man nicht innerhalb 2 Minuten eine \"Flugticket-Affäre\" vom zukünftigen B.P. finden dürfen, oder?

ich bleibe dabei, daß mir J. Gauck moralisch integerer ist. Punkt.
**********************************************************
Flugticketaffäre

Im Dezember 2009 nahm Wulff für einen Ferienflug mit Air Berlin mit seiner Familie eine kostenlose Hochstufung in die teurere Businessklasse an. Da laut niedersächsischem Ministergesetz Mitglieder der Landesregierung nur Geschenke im Wert von bis zu zehn Euro annehmen dürfen, leitete die Staatsanwaltschaft Hannover nach Erstattung einer Anzeige eine Untersuchung ein. Ziel war es herauszufinden, ob der Straftatbestand der Vorteilsannahme greife.[11] Wulff gab an, seine Frau habe sich im Vorfeld des Fluges mit dem Chef der Fluggesellschaft unterhalten und daraufhin die kostenlose Hochstufung angeboten bekommen.[12] Erst durch eine Nachfrage des Nachrichtenmagazins Der Spiegel sei er sich des Gesetzesverstoßes bewusst geworden und habe daraufhin den Differenzbetrag für die Tickets an die Fluggesellschaft gezahlt.[13] Auf eine kleine Anfrage der SPD im niedersächsischen Landtag antwortete die Staatskanzlei, Air Berlin habe von 2005 bis 2009 die Sommerfeste der niedersächsischen Landesvertretung in Berlin jeweils mit 7500 Euro gesponsert, es seien aber nie Fördermittel des Landes Niedersachsen an die Fluggesellschaft geflossen

de.wikipedia.org/wiki/Christian_Wulff


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 RvS 4. Juni 2010 
 

Danke...

...Stephaninus. Manch einer will es nicht verstehen, dass \"selbstbewusst\" (wie im letzten Absatz des Interviews aufgeführt) sich auf den Politiker Wulff bezieht und nicht auf den Katholiken. Wir brauchen einen Präsidenten, der den Mut hat, den Mund auf zu machen, ohne im Abseits zu stehen. Und das könnte Wulff leisten. Dass er dabei als Katholik hinter dem christlichen Menschenbild steht, bleibt zu wünschen - wie hier gefordert!


2
 
 Stephaninus 4. Juni 2010 
 

Lohmann argumentiert gut

Ich stimme Martin Lohmann aus vollem Herzen zu. Natürlich gefiele es mir auch besser, Wulff wäre nicht geschieden. Aber: Ich will mich nicht zum Richter aufschwingen, weiss ich doch nur zu gut um mein eigenes Versagen. Besonders gut gefallen hat mir Lohmanns Satz: \"Aber zur Toleranz gehört doch auch, andere Lebenswege zu respektieren, ohne sie für sich selbst zu akzeptieren, also für sich selbst zum Maßstab zu nehmen.\" Den werde ich mir merken. Er deutet auf echte katholische Grossherzigkeit. Manche Voten zu Wulff hier - und nun bin ich auch etwas unfair (smile) - erinnern mich mehr an freikirliche Engherzigkeit.


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 Yohanan 4. Juni 2010 

Selbstbewußter Katholik

Ein selbstbewußter Katholik ist ein sportlicher Katholik. Einer, der die sportlichen Regeln seiner Kirche im Wettkampf um den Siegeskranz Christi in der Welt akzeptiert und bereit ist dafür zu laufen.

Scheidung ist schon ein persönliches Unglück. Wiederverheiratung aber ist kirchlich überaus unsportlich und katholisch überaus nicht selbstbewußt.

Ich würde Wulfens Katholizität einfach übergehen und verschweigen.


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 Diasporakatholik 4. Juni 2010 
 

Maulkörbe für Kritiker

Mit der von Ihnen, Herr Lohmann, gewählten Bezeichnung \"selbstbewusster Katholik\" hoben Sie Wulffs Bekenntnis versehen mit besagtem Adjektiv hervor und wollten ihn wohl damit als besonders christlich engagiert herausstellen. Wenn dann kritische Reaktionen kommen, passt das nicht und es wird das Totschlagargument der richtenden Pharisäer über die Kritiker ausgeschüttet. Warum nicht gleich einen Maulkorb für alle Kritiker an diesem designierten Staatsoberhaupt?
Ich richte nicht über Chr. Wulff, bleibe aber vollständig bei meiner Kriktik und empfehle, bzgl. seines Katholizismus nicht mehr so stark auf die Pauke zu hauen, das ist nämlich schwer erträglich.


6
 
 Apfelkuchen 4. Juni 2010 
 

Gauck ist ...

mir lieber.

Den Wulff wählen schon die Herren und Damen von der LINKEN nur um Gauck zu verhindern.

Sie wissen schon warum.

Ich will niemanden, der mit den Stimmen der Blutroten gewählt wurde.

Denn hier tut sich offenbar eine gar wundersame Koalition Blutrot-Schwarz und Gelb auf um Gauck zu verhindern !


5
 
 Wynfried 4. Juni 2010 

Lieber Herr Lohmann!

Es geht nicht darum, dass sich hier jemand zum Richter über Herrn Wulff oder andere Menschen aufschwingen will. Sünder sind wir alle, und das Urteilen sollten wir in der Tat Gott überlassen.

Worum es einem Großteil der Leser hier wohl geht, ist ein anderer Apsekt: Wenn man schon bei Wulff das vorgebliche katholische Selbstbewusstsein herauskehrt, dann sollte eben auch erwarten dürfen, dass auch echt Katholisches drin ist. Als Katholik kann ich mein Privatleben nicht von der öffentlichen Vorbildfunktion trennen.


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 Cinderella01 4. Juni 2010 
 

Der AEK

kann sich meiner Meinung nach sofort wieder auflösen. Das Interview zeigt ziemlich offensichtlich, dass der AEK nur gegründet wurde, um die Katholiken für die CDU \"bei der Stange\" zu halten.
Entweder Katholiken sind Katholiken und leben nach den Regeln der Kirche oder sie lassen es. Dann sind sie eben keine Katholiken mehr und sollten sich auch nicht so bezeichnen.
Aber \"selbstbewusst\" die Gebote brechen und das als völlig \"normal und zeitgemäß\" zu bezeichnen, und sich dann als gläubigen Katholiken zu bezeichnen, wenn es ins Bild passt - nein.
Ich fand den Wulff früher ganz gut, weil er nicht so laut und aufdringlich war, wie viele andere Politiker. Aber seit seiner Scheidung und Wiederheirat ist er unten durch. Das ist SPD-Stil und nicht wirklich vorbildlich. Wenn der Gauck kein Ossi wäre, könnte man ihn favorisieren, Aber zwei Ostdeutsche an der Spitze des Staates? Oh Graus - wirklich nicht! Es wäre das mindeste gewesen, einen Präsidentschaftskandidaten aus dem Süden einzubringen. Wird Zeit, dass sich der Süden, der ohnehin alles finanziert, abkoppelt.


9
 
 Rashomon 4. Juni 2010 

@ Martin Lohmann

Herr Lohmann, man nennt es Demagogie, wenn man sich der Heiligen Schrift bedient, um die Sünde zu rechtfertigen. Eine solche Exegese ist die Exegese Satans.
ich kenne auch sehr viele \"selbstbewusste Katholiken“, die wiederverheiratet sind und jeden Sonntag die heilige Kommunion empfangen, weil sie keine Ahnung haben, dass sie aus der Sicht der Kirche in schwerer Sünde leben und auch, wenn man ihnen das erklären würde, so bestehen sie auf ihr „Recht“ die Kommunion empfangen zu müssen. Von solch „selbstbewussten Katholiken“ ist die Kirche voll. Nicht die Amtskirche lehrt die neuen Generationen, sondern diese „selbstbewusste Katholiken“ mit ihrem Beispiel.


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