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Williams: Kein Problem mit homosexuellen Bischöfen

27. September 2010 in Chronik, 9 Lesermeinungen
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Rowan Williams, das geistliche Oberhaupt der Anglikaner, hat sich in einem Interview für die Ernennung Homosexueller zu Bischöfen ausgesprochen. Diese müssten aber zölibatär leben.


London (kath.net)
Rowan Williams, Erzbischof von Canterbury und geistliches Oberhaupt der anglikanischen Kirche, sieht kein Problem darin, Homosexuelle zu Bischöfen zu ernennen. Das berichtet die Londoner Zeitung „Times“. Homosexuelle Bischöfe müssten allerdings – im Gegensatz zu ihren heterosexuellen Amtskollegen – zölibatär leben.


Es gäbe „traditionelle, historische Standards“, die vom anglikanischen Klerus zu beachten seien, sagte Williams gegenüber der „Times“. Das Privatleben der Geistlichen werde daher immer eine Rolle spielen.

Derzeit könne er homosexuelle Beziehungen von Geistlichen nicht gutheißen, sagte Williams. „Die Kosten für die Kirche wären zum gegenwärtigen Zeitpunkt zu hoch“, sagte er wörtlich gegenüber der „Times“.

Williams Aussage wird sowohl vom liberalen wie vom konservativen Flügel der anglikanischen Kirche kritisiert. Liberale sind verärgert, weil Williams von homosexuellen Geistlichen explizit eine zölibatäre Lebensweise verlangt, nicht aber von deren heterosexuellen Amtskollegen. Konservative sehen in der Ernennung von Homosexuellen einen Widerspruch zur Lehre der Kirche.


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Lesermeinungen

 Frater_Lucius 19. Oktober 2010 

mich verwirrt

diese Diskussion :

@ Storman
Was soll das heissen, \"Von einem homosexuellen Bischof zu glauben, daß er zölibatär, d.h. lebenslang enthaltsam lebt oder leben kann, ist nichts anderes als zu glauben, daß eine Tüte Milch in der prallen Sonne niemals sauer wird \"
Meinen Sie etwa, das homosexuelle nicht \"keusch\" leben konnen, wie ihre Heterosexuellen Kollegen. Worauf stützen Sie Ihre Behauptung? ... Zölibatär leben heißt enthaltsam leben und da ist es egal ob hetero- oder Homosexuell.

@ Antonius10

Sie sagen:\" ... kann nur in voller Freiheit vollzogen werden. Zur vollen Freiheit gehört schon die Fähigkeit, mit einer Partnerin bzw. einem Partner anderen Geschschlechts eine Beziehung einzugehen.\" Nennen Sie DAS Freiheit? Nehme ich diesen Satz wörtlich, dann ist es keine Freiheit, sondern ein Zwang denn Freiheit bestünde darin, sich frei zu endscheiden ... das geht aber nicht, wenn nur eine \"Möglichkeit\" zur Entscheidung bestehen würde.

@M.Schn-Fl / Lemans
Ich gehe mit Ihnen koform, denn die bloße Tatsache der Homosexualität wird durch den Hl. Vater nicht als Sünde angesehen, sondern die Praxis.
Halten sich die evtl. ernannten Bischöfe an den Zölibat, so wären sie bestimmt nicht schlechtere ánklikanische Bischöfe, als ihre verheirateten Kollegen.


0
 
 Antonius10 27. September 2010 

Zölibat ist eine Entscheidung in voller Freiheit, diese liegt bei Homosexuellen nicht vor.

Die Entscheidung für eine zölibatäre Lebensweise, welche Verzicht auf eine Ehe und Familie bedeutet, kann nur in voller Freiheit vollzogen werden. Zur vollen Freiheit gehört schon die Fähigkeit, mit einer Partnerin bzw. einem Partner anderen Geschschlechts eine Beziehung einzugehen. Zu dieser Beziehung kommt es nur deshalb nicht, weil der Berufene eine Erfahrung gemacht hat, die ihn zum vollen Einsatz für den Dienst in der Kirche drängt. Es bleibt also keine Zeit. Er kann zwar trotzdem heiraten, aber er würde in seiner tiefsten Sehnsucht keine Ruhe finden. Und so nimmt er vielleicht auch nach langem Ringen diese Berufung an.
Bei einem Mann oder einer Frau, welche durch Störungen in der Enwicklung die Neigung zu sexuellen Beziehung mit gleichgeschlechtlichen Partner entwickeln, liegt diese Freiheit nicht vor. Es ist wahrscheinlich kein wirklicher Verzicht. In ihrer Erscheinung wirken sie unglaubwürdig. Es mag sicher sein, daß einige auch Fähigkeiten für die pastorale Tätigkeit hab, den Gottesdienst auch würdig feiern könnten, aber wenn das Erscheinungsbild eben eine emotionale Störung im sexualpsychologischen Bereich aufweist, dann ist alles was sie sagen und tun unglaubwürdig und führt langfristig zum Schaden. Gerade in einer Zeit, wo der Zölibat eben von der öffentlichen Meinung angegriffen wird, müssen alle, die mit der Heranbildung von Priestern und Ordensleuten betraut sind in dieser Frage konsequent sein, auch wenn das unter Umständen bedeuten kann, noch weniger weihen zu können. Zu anderen ist eine homosexuelle Beziehung keine Ehe im Sinne der Katholischen Lehre. Also kann von einem homesexuell veranlagten Mann kein wirklicher Verzicht geleistet werden. Und Frauen, die gleiche Neigungen haben, gehören auch nicht in eine Ordensgemeinschaft oder Geistliche Gemeinschaft.


4
 
 Blaise Pascal 27. September 2010 
 

Da, wo das Lehramt fehlt

Die Anglikaner haben sich aufgrund des fehlendes Lehramts weit von der echten Lehre Christi entfernt. Zum Priester können nur ehefähige Männer geweit werden und keine, die aufgrund einer sexuellen Störung, eheunfähig sind. Zudem ist es überhaupt noch offen, ob HS überhaupt vererbt wird. Das \"schwule Gen\" würde sich ja nicht so weit verbreiten können.


4
 
 Stormarn 27. September 2010 
 

Völlig unrealistisch

Von einem homosexuellen Bischof zu glauben, daß er zölibatär, d.h. lebenslang enthaltsam lebt oder leben kann, ist nichts anderes als zu glauben, daß eine Tüte Milch in der prallen Sonne niemals sauer wird.


5
 
 Stephaninus 27. September 2010 
 

Schwierige Lage

Der Erzbischof von Canterbury ist in einer schwierigen Lage angesichts der Zerreissproben innerhalb der anglikanischen Weltgemeinschaft. Ich finde seinen Standpunkt gerade vor diesem Hintergrund respektabel.


2
 
  27. September 2010 
 

Obsolet

Wenn eine Mensch keine Sexualität praktiziert, ist eine Unterscheidung in Homosexuell und Heterosexuell obsolet, es sei denn, es liegen propagandistische Gründe vor.


1
 
 M.Schn-Fl 27. September 2010 
 

@Deus O

Lieber \"Savonarola\",
auch nach katholischer Lehr ist die homosexuelle Veranlagung selbst keine Sünde, sondern nur die homosexuelle Praxis.
Wo sehen sie das Problem?
Das besteht meines Erachtens nach darin, dass sich homosexuell empfindende Priester, Bischöfe und Laien als Homos outen, wozu ja überhaupt kein Anlass besteht, wenn sie zölibatär leben wollen.
Auch der KKK lädt die Homosexuellen ein, ihr Leiden, ihr So-Sein mit dem Kreuz Christi zu vereinen.
Angesichts der fatalen Lage, in die sich die anglikanische Gemeinschaft gebracht hat, betrachte ich diesen Lösungsvorschlag des geistlichen Oberhauptes als sehr respektabel.


2
 
 Lemans 27. September 2010 
 

Keuschheit und Homosexualität

Der Bischof liegt mit seiner Forderung nach sexueller Enthaltsamkeit bei homosexuellen Personen ganz auf der Linie der Katholischen Kirche: \"Gestützt auf die Heilige Schrift, ..., hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, \"dass die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind...Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen.\" (KKK 2357 - 2359).


3
 
 DEUS OMEN AVERTAT 27. September 2010 

des „non distributio medii“ schuldig

Der Erzbischof von Canterbury, geistliches Oberhaupt der Anglikaner, Rowan Williams
ist „Wohl nicht ein ganzer Narr“
dennoch macht er sich
des „non distributio medii“ schuldig.
Er sollte mal in den Pönitentialbüchern (Bußbüchern) nachsehen,
um seinen Weg zur Umkehr zu finden.
Diese Pönitentialbücher verkünden dem unbußfertigen Sünder das Strafgericht Gottes und fordern öffentliche Sündenbekenntnisse und Reuebekundungen ein.

Auf die nächsten Erklärungen des „ Erzbischof von Canterbury, Rowan Williamsl“
bezüglich einer Umkehr, dürfen wir also gespannt sein.


2
 

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