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Prager Erzbischof: Bewaffneter Widerstand gegen Terror ist legitim

22. Dezember 2010 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Erzbischof Duka und slowakischer Militärbischof Rabek besuchten in Afghanistan stationierte Soldaten: Einsatz ist Verteidigung wehrloser Menschen auf der ganzen Welt vor Terror


Kabul (kath.net/KAP) Bewaffneter Widerstand gegen islamistisch motivierten Terror ist ethisch legitim: Dies betonte der Vorsitzende der Tschechischen Bischofskonferenz und Erzbischof von Prag, Dominik Duka, bei einem vorweihnachtlichen Besuch bei tschechischen ISAF-Truppen am Hindukusch. Duka hatte die in Afghanistan stationierten Soldaten aus seinem Heimatland gemeinsam mit dem Chef des tschechischen Generalstabs, Vlastimil Picek, besucht.

Wenige Tage zuvor hatte auch der slowakische Militärbischof Frantisek Rabek "seine" Soldaten in Afghanistan aufgesucht und sich in ähnlichem Sinn geäußert. Rabek besuchte das Land am Hindukusch zusammen mit Staatspräsident Ivan Gasparovic und Verteidigungsminister Lubomir Galko.


Gegenüber der tschechischen Nachrichtenagentur CTK erklärte Duka in Afghanistan, das militärische Engagement in Afghanistan sei "nicht bloß eine Angelegenheit der Vereinigten Staaten". Er habe den "Eindruck, dass der Weltterrorismus seine operationale Basis gewissermaßen in Afghanistan und Pakistan" habe. Deshalb stelle der Einsatz tschechischer Soldaten in Westasien "eine Verteidigung der Heime, Familien und wehrlosen Menschen praktisch auf der ganzen Welt" dar.

Der Erzbischof wies auf die Grenzen des Dialogs hin. "Bedauerlicherweise" befänden sich unter den Muslimen "auch solche, die an keinem interreligiösen Dialog interessiert" seien.

Hervorzuheben sei aber auch der zivile Aspekt des Militäreinsatzes. So würden von den Feldkrankenhäusern afghanische Frauen und Kinder mitversorgt und von Soldaten Schulen und andere wichtige Einrichtungen gebaut.

Militärbischof Rabek hatte in seiner Predigt beim Gottesdienst in der Camp-Kirche in Kandahar betont, auch unter den Jüngern Jesu seien immer wieder Ängste bzw. Zweifel an der Richtigkeit ihres Weges aufgetaucht. Etwa, als sie von der Gefangennahme Johannes des Täufers und dessen grausamem Tod erfuhren.

Rabek rief die Soldaten auf, neben der Erfüllung ihrer militärischen Aufgaben den Kontakt mit ihren Familien in der Heimat zu pflegen und auch die persönlichen Beziehungen zu den Kameraden vor Ort zu vertiefen. Er verwies auch auf die ständige Anwesenheit eines slowakischen Militärkaplans in der Garnison in Kandahar.

Copyright 2010 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich. Alle Rechte vorbehalten.



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