Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  5. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  6. Die große Täuschung
  7. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  8. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  9. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  10. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  11. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  12. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  13. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  14. Studie zur US-Spaltung: Nicht die Rechten, sondern die Linken rückten ab
  15. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?

Afghanistan: Von Todesstrafe bedrohter Christ ist frei

5. April 2011 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Shoaib Assadullah weigerte sich, seinem Glauben abzuschwören


Mazar-i-Sharif (kath.net/idea) In Afghanistan ist ein wegen seines Glaubens von der Todesstrafe bedrohter Christ offenbar freigelassen worden. Wie der Arbeitskreis Religionsfreiheit der Deutschen Evangelischen Allianz berichtet, habe man noch unbestätigte Informationen erhalten, wonach der seit über fünf Monaten inhaftierte Shoaib Assadullah vor wenigen Tagen aus dem Hauptgefängnis von Mazar-i-Sharif entlassen worden sei. Eine andere Quelle bestätigte gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea diese Nachricht.

Der 25-jährige Konvertit soll nach seiner Entlassung unter anderem das Grab seiner Mutter besucht haben, die während seiner Haft gestorben war. Er befinde sich noch in Afghanistan. Assadullah war am 21. Oktober in Mazar-i-Sharif verhaftet worden, weil er einem Afghanen ein Neues Testament gegeben hatte. Am 28. Dezember wurde ihm mitgeteilt, dass er wegen Abfalls vom Islam hingerichtet würde, sollte er nicht dem Christentum abschwören. Das hat er verweigert. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und idea benannten ihn als „Gefangenen des Monats Januar“ und riefen zu seiner Unterstützung auf. Internationale Proteste führten dazu, dass er nicht hingerichtet wurde, obwohl in allen islamischen Rechtsschulen der Abfall eines Muslims vom Islam mit dem Tod bestraft werden muss.


Zweiter Christ vor Hinrichtung gerettet

Assadullah ist der zweite Christ, der in diesem Jahr in Afghanistan vor der Hinrichtung gerettet wurde. Ende Februar war der neun Monate wegen seines Glaubens inhaftierte Said Musa nach intensiven diplomatischen Bemühungen in Kabul freigelassen worden. Auch ihm drohte wegen Übertritts vom Islam zum Christentum die Todesstrafe. Er verließ das Land am 21. Februar mit unbekanntem Ziel. In Briefen aus dem Gefängnis hatte der 46-Jährige berichtet, dass ihn Gefängniswärter „sehr genötigt“ hätten, dem christlichen Glauben abzusagen. Dies habe er abgelehnt: „Ich bin ein Diener Jesu Christi.“ Musa war vor acht Jahren Christ geworden. 15 Jahre lang arbeitete er für das Rote Kreuz in Kabul. Der beinamputierte Mann passte für die Organisation Prothesen an. Am 31. Mai 2010 wurde er verhaftet, nachdem der Fernsehsender Noorin TV Bilder einer Taufe von zum Christentum übergetretenen Muslimen gezeigt hatte. Afghanistan gehört zu den Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Unter den 28,4 Millionen meist muslimischen Einwohnern leben nach Angaben des Hilfswerks Open Doors etwa 10.000 Christen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Afghanistan

  1. 100.000 Euro von der EKD für Afghanen, damit diese Aufenthalt in Deutschland einklagen können
  2. Irak: Erzbischof befürchtet „schwerwiegende Folgen“
  3. Papst trifft christliche Flüchtlingsfamilien aus Afghanistan
  4. Afghanistan: Gezielte Suche nach Christen
  5. Afghanistan: „Großer Rückschlag für die Menschenrechte“
  6. Letzter katholischer Priester in Afghanistan ist ein Italiener
  7. Einzige katholische Kirche in Afghanistan geschlossen
  8. Afghanistan: Taliban wollen Christentum 'auslöschen'
  9. Religionsfreiheit: In Afghanistan gibt es keine Kirche mehr
  10. Afghanistan: Trauer um ermordete evangelische Entwicklungshelfer






Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  7. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  8. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  9. Die große Täuschung
  10. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  11. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  12. Islamismusforscherin Schröter: „Tja, liebe Freunde, was glaubt ihr eigentlich, was die Scharia ist?“
  13. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  14. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  15. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz