Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“

Signal in die völlig falsche Richtung

4. August 2011 in Österreich, 17 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Familien"-Bischof Küng übt Kritik an öst. Gesundheitsminister Stöger: Ärzte wie Spitäler dürften niemals gezwungen werden können, gegen das Gewissen Abtreibungen anzubieten - Auch ÖVP übt scharfe Kritik


St. Pölten (kath.net)
Der St. Pöltner Bischof Klaus Küng hat am Donnerstag Kritik am Ansinnen des österreichischen Gesundheitsminister Stöger, dass es noch mehr Abtreibungsangebote geben sollte, geübt. In einer Stellungnahme ortete Bischof Klaus Küng, in der Bischofskonferenz zuständig für Ehe und Familie, ein „Signal in die völlig falsche Richtung“. Der Bischof erklärt wörtlich: „Abtreibungen sind eine Wunde der Gesellschaft und werden von niemandem gewünscht. Das Problem ist ja weniger, dass es in Österreich an manchen Orten keine Möglichkeit gibt, Abtreibungen vorzunehmen, sondern dass Frauen vielmehr ermutigt werden sollten, zum Kind Ja zu sagen. Anstatt sich aber darüber Gedanken zu machen, wie flächendeckende Hilfe ermöglicht wird, versucht Gesundheitsminister Stöger über den Weg der Finanzierung die Länder wie auch die Kliniken unter Druck zu setzen, Abtreibung überall anzubieten. Das ist auch im Lichte der McCafferty-Entscheidung im Europarat vor einem Jahr ein bedenklicher Schritt zurück. Ärzte wie Spitäler dürften niemals gezwungen werden können, gegen das Gewissen Abtreibungen anzubieten. Hingegen wäre die vom Gesundheitsminister abgelehnte Abtreibungsstatistik bzw. Motiverhebung, die praktisch in allen europäischen Ländern üblich sei, ein erster Schritt in Richtung eines zeitgemäßen Umgangs mit diesem heiklen Thema. Die Anonymität der betroffenen Frauen könne ja jederzeit gewahrt bleiben."


Abtreibung ist keine staatliche Aufgabe - ÖVP-Klubobmann: Besseres gesellschaftliches Umfeld bewirkt auch mehr Familiengründungen =

Klar gegen die Pläne von Gesundheitsminister Alois Stöger stellt sich heute ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf. Der
Gesundheitsminister zäume in dieser Frage das Pferd von hinten auf. Aufgabe der Politik sei es, ein gesellschaftliches Umfeld zu
schaffen, wo Paare wieder vermehrt "Ja" zum Kind sagen. Ziel eines
Gesundheitsministers sollte sein, die Zahl der Abtreibungen durch
entsprechende Rahmenbedingungen für die Frauen zu verringern, so
Kopf.

Es könne nicht sein, dass Abtreibungen zu Standardaufgaben in
öffentlichen Spitälern werden. Schwangerschaftsabbrüche dürfen nicht zum Normalfall und mit der Einnahme von Schmerzmedikamenten, mit harmlosen Eingriffen oder Verhütungsmethoden gleichgesetzt werden. Es gibt keinen Grund für gesetzliche Änderungen und kein Junktim mit den Verhandlungen zur Spitalsfinanzierung. Wir bestehen darauf, dass der Minister das gesetzliche Diskriminierungsverbot respektiert. Dieses Verbot schützt alle, die aus Gewissensgründen nicht an Abtreibungen mitwirken wollen, stellt der Klubobmann die Position der ÖVP klar.

Kontakt Alois Stöger


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Küng

  1. Möge uns die Gottesmutter Maria in allem beistehen.
  2. Küng: Ohne Ehe und Familie verliert Gesellschaft Zusammenhalt
  3. Bischof Küng: Interreligiöser Dialog braucht Respekt und Klarheit
  4. 'Kasper hat hier etwas dünnhäutig reagiert'
  5. Das Konzil des Hans Küng
  6. 'Es besteht die Gefahr eines Kampfes'
  7. Für 2012 Gottes Beistand erbitten
  8. Gefahr eines großen Schadens
  9. 'Die wollen das hören, was die Kirche eigentlich lehrt'
  10. Bischof Küng möchte Kurskorrektur bei 'Aktion Leben'-Österreich







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  3. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  4. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  5. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  6. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  7. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  8. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  9. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  10. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  11. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  12. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  13. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  14. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  15. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz