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| ![]() Vor 60 Jahren wurde der Stephansdom wiedereröffnet27. April 2012 in Chronik, 1 Lesermeinung Nicht einmal sieben Jahre dauerte der Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Wahrzeichens - Beim Festgottesdienst 1952 feierte auch Papst Pius XII. im Vatikan via Funk mit Wien (kath.net/KAP) Vor 60 Jahren, am 27. April 1952, wurde der in den letzten Kriegstagen im April 1945 schwer beschädigte Stephansdom feierlich wiedereröffnet. Schon Tags zuvor war die im oberösterreichischen St. Florian neu gegossene Pummerin in einem Triumphzug in Wien empfangen und in einem Gerüst neben dem Dom provisorisch aufgestellt worden. Beim Festgottesdienst am 27. April war sogar Papst Pius XII. via Funk aus dem Vatikan zugeschaltet. Zum Evangelium wurde erstmals die Pummerin angeschlagen. An dem feierlichen Gottesdienst nahmen alle Bischöfe des Landes, Bundespräsident Theodor Körner und die Bundesregierung teil. Der damalige Wiener Erzbischof Kardinal Theodor Innitzer sagte im Rahmen der Feierlichkeiten: "Der Stephansdom ist jedem Österreicher ohne Unterschied der Gesinnung teuer. Er ist das Herz des ganzen Landes." Der Dom sei nach der Katastrophe des Krieges zum "Nationalheiligtum" geworden, "in dem die Einheit des Landes in einer schönen Weise zum Ausdruck kommt", so der Erzbischof. Und er schloss mit den Worten: "Wir fürchten uns nicht vor der Zukunft. Mit dem Wiederaufbau des Stephansdoms hat Österreich eine Tat gesetzt. Der Stephansdom ist Symbol für den Willen zur Erhaltung des Abendlandes." Papst Pius XII. sagte in deutscher Sprache wörtlich: "Was Ihr vollbracht, ist eine gewaltige Leistung. Wir glauben sie deuten zu dürfen als Beweis Eures entschlossenen Willens, in gegenseitiger Verbundenheit der einzelnen und der Gemeinschaft, in geduldigem Harren und zähem Wirken Euch hindurchzuarbeiten durch die Unsicherheit und Not dieser Jahre in glücklichere Tage echten Wohlstands in Freiheit und Frieden." Dom in Trümmern Von den alliierten Bomben blieb der Dom bis in die letzten Kriegstage verschont, doch am 11. April 1945 geriet das Gotteshaus durch Funkenflug von benachbarten Häusern in Flammen. Der gesamte Lärchenholzdachstuhl des Langhauses verbrannte, als das Gewölbe einstürzte, begrub es auch das berühmte gotische Chorgestühl. Am 12. April schließlich zerschellte die 22 Tonnen schwere Pummerin am Kirchenboden. Lediglich der Glockenklöppel blieb erhalten. Der Dom und das Land lagen in Trümmern. Der Wiederaufbau des Stephansdoms begann wenige Monate nach Kriegsende. Jedes österreichische Bundesland spendete einen wesentlichen Teil zum Wiederaufbau. Viele Österreicher, die selbst nichts besaßen, machten durch tätige Hilfe und private Zuwendungen möglich, dass nur drei Jahre danach, am 19. Dezember 1948, das Langhaus und weitere vier Jahre später schließlich der ganze Dom feierlich wiedereröffnet werden konnten. Freilich waren damals noch nicht alle Schäden vollständig behoben. Die Arbeiten am Nordturm konnten erst 1957 abgeschlossen werden. Erst zu diesem Zeitpunkt war es auch möglich, die Pummerin an ihren zugedachten Platz im Turm hochzuziehen. Die übrigen Restaurierungsarbeiten konnten dann weitgehend bis 1965 fertiggestellt werden, Kriegsschäden am südlichen Heidenturm wurden aber auch noch später behoben, und erst 1983 wurden in der Barbarakapelle am Fuß des Nordturms die letzten Schäden aus der Kriegszeit behoben. Auch nach der Behebung der Kriegsschäden blieb der Dom eine Baustelle. Vor allem die Umweltverschmutzung erfordert eine unausgesetzte Erneuerung und Restaurierung der Bausubstanz des Domes. Wiener Stephansdom: Die Pummerin - ihre Geschichte in Bildern Copyright 2012 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuErzdiözese Wien
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