Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  4. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  5. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  8. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  11. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  12. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  13. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Heftige Kritik an EKD-Magazin „Chrismon“: Kein Wort zu Ostern

28. März 2013 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Evangelischer Altbischof Wilckens an Herausgeber: Trauen Sie den Lesern das Thema Tod Christi nicht mehr zu oder ist es für Sie so unwichtig, dass Sie es bei der Vorbereitungsarbeit schlicht vergessen haben?


Lübeck (kath.net/idea) Heftige Kritik am EKD-Monatsmagazin „Chrismon“ hat der nordelbische Altbischof Prof. Ulrich Wilckens (Lübeck) geübt. Das Blatt gehe in der April-Ausgabe weder im Leitartikel noch mit anderen Beiträgen auf die bevorstehenden zentralen kirchlichen Feiertage Karfreitag und Ostern ein, schrieb er an Mitherausgeber Landesbischof a. D. Johannes Friedrich (Bertholdsdorf/Mittelfranken). „Chrismon“ erscheint in einer Auflage von 1,6 Millionen Exemplaren als Beilage in Tages- und Wochenzeitungen. Autor des aktuellen Leitartikels ist Friedrich, der von 1999 bis 2011 als Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern amtierte. In dem Beitrag befasst er sich mit der Situation der Christen im Heiligen Land, ihrer Bedrohung durch Extremisten und dem Wunsch nach Frieden.

Nach Ansicht von Wilckens ist es ein „geistlicher und kirchlicher Skandal“, dass das Blatt in der Osterausgabe das Zentrum des christlichen Glaubens nicht thematisiere. Er fragt Friedrich: „Trauen Sie im Herausgeberkreis den Lesern dieser Beilage in großen und wichtigen deutschen Zeitungen ein klärendes Wort und ein geistlich-begeisterndes persönliches Zeugnis zum Thema des Todes Christi für unsere Sünden und seiner Auferstehung zum vollendenden Leben durch Gottes Heilshandeln schlicht nicht mehr zu? Oder ist dieses Thema für die Herausgeber selbst so unwichtig, dass sie es bei der Vorbereitungsarbeit schlicht vergessen oder einfach nicht beachtet haben?“ Wilckens erwartet eine Entschuldigung der Herausgeber in der nächsten Ausgabe oder die Streichung von „evangelisch“ im Untertitel von „Chrismon“. Da Letzteres der EKD-Rat beschließen müsste, so Wilckens, würde dies auch das Ende des EKD-Zuschusses in Höhe von jährlich rund vier Millionen Euro aus Kirchensteuermitteln bedeuten. In der Selbstdarstellung des Blattes bezeichnet sich „Chrismon“ als „das Biblischste, was der deutsche Protestantismus zu bieten hat“.


Theologisch Konservative: Kirche hat eine große Chance vertan

Unterstützung bekommt Wilckens von der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands. Für den Vorsitzenden der theologisch konservativen Organisation, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), ist das völlige Ausblenden der elementaren Botschaft von Kreuz und Auferstehung Jesu in der aktuellen Ausgabe „unverständlich, befremdend und empörend“. Die Kirche, die „Chrismon“ finanziere, habe eine große Chance vertan, „in geistlicher Klarheit und beseelter Glaubenstiefe jene unüberbietbare Freude und Hoffnung zu bezeugen, wie sie durch Kreuz und Auferstehung gegeben sind, und das in einer Zeit, in der immer weniger Menschen um die Bedeutung von Karfreitag und Ostern wissen“.

Friedrich: Eine „unglaubliche Unterstellung“

„Chrismon“-Mitherausgeber Friedrich wies die Kritik zurück. Es sei eine „unglaubliche Unterstellung“ anzunehmen, er traue sich nicht, modernen Menschen zentrale Inhalte des christlichen Glaubens nahezubringen, sagte er der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Zu Kreuz und Auferstehung habe er sich in zahlreichen Artikeln geäußert, und auch in „Chrismon“ gebe es dazu immer wieder Beiträge. Der Herausgeberkreis schreibe der Redaktion nicht vor, welche Beiträge in einzelnen Ausgaben erscheinen sollten. Weitere Herausgeber von „Chrismon“ sind der EKD-Ratsvorsitzende, Nikolaus Schneider, und die EKD-Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017, Margot Käßmann (beide Berlin). Chefredakteur ist Arnd Brummer (Frankfurt am Main).

Foto Ulrich Wilkens: www.bischof-wilckens.de


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Evangelische Gemeins

  1. „Die Kirche in Deutschland hat abgehängt“
  2. Evangelische Pfarrerin segnet VIER Männer in sogenannter „Polyhochzeit“
  3. "Interviews mit Bedford-Strohm oder Margot Käßmann nur noch schwer an Kitsch zu übertreffen"
  4. Reiner Haseloff: Luther ist den Katholiken heute näher als der evangelischen Kirche
  5. Kunstaktion: Plastikmüll in Taufbecken
  6. Evangelische Kirchengemeinde streicht klassischen Sonntagsgottesdienst
  7. „Respektvolle Trennung statt endlosen Streits“
  8. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm erhält Morddrohungen
  9. Stehen die Methodisten unmittelbar vor weltweitem Schisma?
  10. „Jetzt hat auch die EKD ein Problem“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  3. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  4. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  5. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  6. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Reliquien der Kinder von Fatima kommen nach Berlin!
  9. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  10. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  11. Frankreich und das Zeichen der Wiedergeburt
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  14. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  15. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz