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Wien: Benediktinerinnen starten Kirchen- und Klosterbau

18. Juli 2013 in Österreich, 2 Lesermeinungen
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"Benediktinerinnen der Anbetung" errichten neue Kirche, Klostererweiterung und sozialpädagogische Einrichtung - Kardinal Schönborn legte Grundstein


Wien (kath.net/KAP) Der Neubau einer Kirche, einer sozialpädagogischen Einrichtung sowie die Erweiterung eines Klosters umfasst das Bauprojekt, das die Benediktinerinnen der Anbetung in Wien-Ottakring am Montag gestartet haben. Die Grundsteinlegung nahm der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn vor, gemeinsam mit der Generalpriorin der Kongregation aus der bayrischen Provinz, Schwester Helene Binder,

Bischöfe würden heute nur selten Kirchen oder gar Klosterkirchen weihen oder Grundsteine dafür legen, stellte Schönborn in seiner Ansprache fest. Er selbst habe bisher schon "viel Niedergang" erlebt, darunter die Schließung von drei der vier Dominikanerklöster Österreichs, die es bei seinem Ordenseintritt vor 50 Jahren gab. Gleichzeitig seien in dieser Zeit jedoch "auch so viele neue Klöster gegründet worden - ich selbst durfte bisher vier weihen. Es ist Gewinn und Verlust", so der Kardinal.

Wie Sr. Helene Binder beim Verlesen der Urkunde zur Grundsteinlegung darlegte, würden in dem großen Bau- und Umbauprojekt neben der Kirche im klösterlichen Bereich nun eine Bibliothek, ein Meditationsraum, ein Kapitelsaal, ein Bewegungsraum für Kinder, ein Veranstaltungsraum sowie ein Therapie- und Gesundheitsraum entstehen.

Der Grundstein wurde aus dem Altar der alten Kirche hergestellt und beinhaltet u.a. einen Stein vom Tempelberg in Jerusalem, einen Olivenzweig aus dem Heiligen Land sowie eine Benediktus-Medaille. Bei der Feier wurde zudem ein Stein aus der Höhle des Hl. Benedikt aus Subiaco (Italien) gesegnet, der in die Fassade des Kirchenneubaus integriert wird. "Schon bisher gibt es in unserem Haus eine Reliquie von Johannes Paul II.", betonte Binder.

Viele junge Schwestern

Notwendig wurde der Umbau, da die Schwesterngemeinschaft in den letzten zwei Jahrzehnten eine enorme Verjüngung erfuhr: Jede zweite der Ordensfrauen ist heute unter 35 Jahre alt. Dies erfordere einen Neuorientierungsprozess, bei dem die Anpassungen der Gebäude und Neubauten einen Teil davon bildeten, heißt es dazu auf der Homepage der Benediktinerinnen, die selbst bereits die Verjüngung wiederspiegelt: Seit einigen Monaten kann man in einem "Baublog" die Fortschritte der Großbaustelle verfolgen.

Die sozialpädagogische Einrichtung soll in drei Wohngruppen Platz für 25 Kinder bieten, deren Leben in der Familie aufgrund belastender Erfahrung und Behinderung nicht möglich ist. Dafür wird die derzeitige Kirche zu einem Veranstaltungs- und Bewegungsraum umgebaut sowie ein Gesundheits- und Therapieraum neu errichtet.

Einsatz für benachteiligte Kinder

Gegründet wurde die Schwesternkongregation 1851 im französischen Elsass. Seinen spirituellen Schwerpunkt setzt der Orden auf das klösterliche Leben nach der Regel des Hl. Benedikts, weiters auf die Eucharistische Anbetung, die Jugenderziehung sowie Werke der Nächstenliebe.
Die Schwestern der Wiener Provinz, die seit 1903 besteht, betreuen in ihren zwei Niederlassungen St. Benedikt in der Liebhartstalstraße (Wien-Ottakring) und St. Rafael in der Molitorgasse (Wien-Landstraße) geistig und mehrfach behinderte sowie lernschwache und verhaltensauffällige Kinder in den ordenseigenen Heimen.

Lied: Hier bin ich einmal mehr - Benediktinerinnen der Anbetung, Wien


Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.
Foto (c) Erzdiözese Wien


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Lesermeinungen

 paxetbonum2 19. Juli 2013 
 

Die Kirchen werden nach und nach

Veranstaltungsräume und Therapieräume werden.


1
 
 scopos 18. Juli 2013 
 

Dankbarkeit

Es ist gerade in unseren Breiten und zu unserer Zeit ein schönes Zeichen, wenn "gegründet" wird. Im Sinne Franziskus sollte man sich aber stets auch die Frage stellen, nachdem ein Kloster nach dem anderen immer leerer wird und wie etwa das nicht vor langer Zeit renovierte Servitenkloster, ganz aufgegeben wird, unter all diesen nicht auch für die Schwestern ein geeignetes zu finden gewesen wäre und man im Sinne der Armut und des Dienstes am Nächsten sich damit "bescheiden" hätte können.

Vergleicht man zudem die ansonst aufkommende Kritik an der Umwidmung von Kirchen u.a. zu Sportstätten, dann ist die Umwidmung der derzeitigen Kirche dort zu einem Veranstaltungs- und Bewegungsraum auch "interessant".


1
 

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