Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Luthers deutsche „Katholiken“
  2. Bistum Speyer: Generalvikar tritt aus der katholischen Kirche aus
  3. "Wir sind in den Händen von Ideologen"
  4. ‚Amoris laetitia’ und der wahre Thomismus
  5. Bischofskonferenz von England und Wales setzt die Sonntagspflicht wieder ein
  6. Universität Regensburg untersagt Lebensschutz nun auch offiziell
  7. Medien: 6 Millionen Euro Kirchensteuern für „Synodalen Weg“
  8. Ein Generalvikar gibt auf
  9. Das entkernte Christentum
  10. '... um des Himmelreiches willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es"
  11. Für die Weltkirche ist das nur ein Sturm im Wasserglas
  12. "Wer den Allerhöchsten zum Freund hat, dem geht solche Kritik am Allerwertesten vorbei."
  13. Äbtissin Reemts OSB zum „Rückgang des Bußsakramentes, auch unter Priestern und Ordensleuten“
  14. Bistum Dresden-Meißen: Kinderwallfahrt ohne heilige Messe
  15. Muslimische Studenten ermorden auf bestialische Weise christliche Studentin

Italienisches Katholikentreffen: Mursi-Absetzung war "Notmaßnahme"

24. August 2013 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vizepräsidentin des Obersten Verfassungsgerichts in Ägypten, Tahani al-Gebali, bei "Rimini-Meeting": "Armee ist Willen von 40 Millionen nachgekommen"


Rom (kath.net/KAP) Die Vizepräsidentin des Obersten Verfassungsgerichts in Ägypten, Tahani al-Gebali, hat am Freitagabend beim italienischen katholischen Großevent "Meeting di Rimini" die Absetzung und Inhaftierung von Präsident Mohamed Mursi als unvermeidliche Notmaßnahme verteidigt. Gebali war Anfang der Woche in den internationalen Schlagzeilen, als sie Barack Obamas kenianischen Halbbruder Malik Obama attackiert hatte.

"Wir konnten nicht zulassen, dass Ägypten in die Hände von religiösen Extremisten fällt. Wir wollen einen modernen Staat. Mir tut es weh, dass viele westliche Medien behaupten, es sei ein Putsch gewesen. Die Wahrheit ist vielmehr, dass die Armee dem Willen von 40 Millionen nachgekommen ist, die sich gegen Mursi ausgesprochen haben, ebenso wie sie vor zwei Jahren gegen die Mubarak-Diktatur rebelliert haben", sagte Gebali in Rimini.


Das bis Sonntag dauernde kirchentagsähnliche Rimini-Meeting versammelt mehr als 100.000 italienische Katholiken in der Adriastadt. Veranstalter ist die katholische Laienbewegung "Comunione e Liberazione" (CL).

An der Podiumsdiskussion mit Gebali nahmen auch Kurienkardinal Jean-Louis Tauran, der pakistanische Minister für Nationale Harmonie und Minderheitenfragen, Paul Bhatti, der indonesische muslimische Koran- und Politikwissenschaftler Prof. Azyumardi Azra und der italienische Ex-Außenminister Franco Frattini teil.

Kardinal Tauran, der den Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog leitet, äußerte den Wunsch nach einer Fortsetzung des Dialogs mit der Kairoer Al-Azhar-Universität. Er betonte die Bedeutung der Religionsfreiheit als Grundrecht und wies darauf hin, dass religiöser Glaube in einer Gesellschaft eine Kraft sei, die den Aufbau von Friede und Harmonie ermögliche. Dies gelte auch vor dem Hintergrund, dass "einige fehlgeleitete Mitglieder des Islam Attentate im Namen Gottes" verübten.

Prof. Azra gab Tauran Recht und betonte seinerseits, dass der Islam von vielen "fälschlich als intolerant und dogmatisch" angesehen werde. In Wahrheit stehe der Koran für Religionsfreiheit.

Wie der Wissenschaftler erklärte, sei die Rechtsmeinung der religiösen Verantwortlichen in einigen Ländern, wonach Abfall vom Islam mit der Todesstrafe geahndet werden solle, "mittelalterlich". "Eine Mehrheit der weltweiten muslimischen Ulema lehnt das ab", so Azra.

Minister Bhatti verwies auf einige Erfolge bei der Verteidigung der Rechte von Christen gegen das ominöse Blasphemiegesetz in Pakistan. So hätten entsprechende Vorwürfe gegen ein 14-jähriges Mädchen als Verleumdung einer islamistischen Gruppe aufgedeckt werden können. Die Unschuld des Mädchens habe bewiesen werden können.

Verfassungsrichterin Tahani al-Gebali hatte am Dienstag in der ägyptischen Live-TV-Show "Bitna al-Kibir" eine Bombe platzen lassen, als sie Barack Obamas Halbbruder der Finanzierung des Islamismus bezichtigte. Wörtlich hatte sie erklärt: "Wir wissen, dass Malik Obama bei der Finanzierung des internationalen Terrorismus hilft. Er sammelt mit der 'Barack H. Obama Foundation' auch Spenden für die Muslimbrüder."

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ägypten

  1. Ägypten legalisiert 1.800 kirchliche Gebäude
  2. Ägypten: „Ich habe Mitleid mit den Tätern“
  3. Bedeutendes frühchristliches Heiligtum in Kairo restauriert
  4. Keine Angst vor Corona
  5. Ägypten: Wegen Pandemie keine öffentlichen Ostergottesdienste
  6. Ägypten: Bisher knapp 1.200 Kirchen "legalisiert"
  7. Katharinenkloster auf der Sinai-Halbinsel besser zu erreichen
  8. Ägypten: Regierung legalisiert weitere christliche Kirchengebäude
  9. Ägypten: Mutmaßliche Täter des Anschlags auf Kopten erschossen
  10. Ägypten: Erneut blutiger Anschlag auf Pilgerbus mit Christen







Top-15

meist-gelesen

  1. Kommen Sie mit! kath.net-Leserreise nach Fatima und auf die Azoren - Oktober 22
  2. Bistum Speyer: Generalvikar tritt aus der katholischen Kirche aus
  3. "Wer den Allerhöchsten zum Freund hat, dem geht solche Kritik am Allerwertesten vorbei."
  4. Ein Generalvikar gibt auf
  5. Anselm Bilgri, Ex-Mönch des Klosters Andechs, wurde von Papst Franziskus laisiert
  6. Luthers deutsche „Katholiken“
  7. Kardinal Zen von lokalen Behörden in Hongkong festgenommen!
  8. Churer Priesterkreis an Bischof: Gilt im Bistum Chur weiterhin die Lehre der Kirche?
  9. Bistum Dresden-Meißen: Kinderwallfahrt ohne heilige Messe
  10. Das entkernte Christentum
  11. Meuser: „Die Kirche in Deutschland ist keine Privatsache ihrer aktuellen Betreiber“
  12. '... um des Himmelreiches willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es"
  13. Persil, da weiß man, was man hat!
  14. Universität Regensburg untersagt Lebensschutz nun auch offiziell
  15. Muslimische Studenten ermorden auf bestialische Weise christliche Studentin

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz