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| ![]() Was Porno mit uns macht28. Februar 2015 in Interview, 5 Lesermeinungen Ein Interview mit Christina Rammler über die Sucht und Möglichkeiten davon wegzukommen, gerade als Christ. Berlin (kath.net/ idea) idea: Haben Sie auch schon Pornos geschaut? Christina Rammler: Ja, habe ich. Wie viele andere bin auch ich als Kind bereits mit Pornografie in Berührung gekommen, und als Jugendliche war das immer mal wieder Thema. Nicht in dem Maße, wie das vielleicht heute dank Internet der Fall ist, aber dennoch. Irgendwann hats mich dann aber einfach nicht mehr interessiert, und ich hab das Kapitel Porno abgeschlossen. Bis dann die Idee mit dem Buch auftauchte und Porno plötzlich wieder Thema wurde mehr denn je sogar, wenn auch aus einer anderen Motivation heraus als früher! idea: Sie sind in guter Gesellschaft. Bei der größten Porno-Internetplattform Pornhub wurden vergangenes Jahr 78,9 Milliarden Videos heruntergeladen, aber keiner redet darüber Rammler: Darüber zu sprechen fällt immer noch schwer. Vor allem christlich geprägte Menschen tun sich oft sehr schwer, zu ihrer geheimen Lust zu stehen. Dabei wäre genau das ein erster Schritt in Richtung Veränderung: sich einem anderen Menschen anvertrauen. Dass das möglich ist, habe ich in meinen Interviews, die ich im Zuge meiner Recherchen geführt habe, immer wieder erlebt. Meine Gesprächspartner haben mir sehr ehrlich über ihre Erfahrungen und Nöte berichtet. Ich konnte gut nachvollziehen, wie sie da reingeschlittert sind, und es hat mich richtig erbarmt, wie sie mit ihrem Pornokonsum kämpfen oder aber lange Zeit darunter gelitten haben. idea: Aber hat denn jeder Pornokonsument automatisch Probleme? Rammler: Porno kann süchtig machen, muss aber nicht. Doch der Pornokonsum macht auf jeden Fall etwas mit uns: Er füttert uns mit Bildern, wie Sex aussehen soll. Er wirkt wie ein Filter, durch den wir die Realität sehen. idea: Welche konkreten Spuren hinterlassen Pornos bei ihren Zuschauern? Rammler: Wenn ich Sex im echten Leben habe, meine Gedanken aber voll sind mit Pornodarstellern, verhindert das natürlich, dass ich mich ausschließlich auf mein Gegenüber einlassen kann. Echte Intimität wird letztlich nicht möglich, weil ich mich nur auf mich konzentriere. Hinzu kommt ein gewisser Druck: Das Liebesspiel soll dann so stattfinden, wie auf dem Bildschirm vorgemacht. Oder man meint, so aussehen zu müssen wie die Pornodarsteller. idea: Was kann ich tun, wenn ich vom Pornokonsum loskommen möchte? Rammler: Das braucht zunächst vor allem Mut. Den Mut, ehrlich zu werden zu sich selbst, zu anderen und zu Gott. Konkret heißt das: Ich gestehe mir ein, dass ich das nicht mehr will. Dann höre ich auf, alleine zu kämpfen, und nehme andere in meine Herausforderung mit hinein. Und schließlich machen wir uns auf die Suche nach der Ursache hinter dem Pornokonsum. Genau diese Gründe können im Gespräch miteinander und mit Gott entdeckt werden. Als Christen haben wir da ja wirklich eine gute Nachricht, schließlich dürfen wir mit Gott zusammenarbeiten, seine Vergebung und Heilungskraft in Anspruch nehmen und so Schritt für Schritt Veränderung erleben. idea: Vielen Dank für das Gespräch.
Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus: Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected] Für Bestellungen aus der Schweiz: [email protected] Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und dem RAPHAEL Buchversand (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch entstehen nur Inlandsportokosten. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuSexualität
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