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Papst preist Vorzüge der 'ernsthaften' Evangelikalen

17. März 2015 in Weltkirche, 12 Lesermeinungen
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Franziskus: Evangelikale Christen schaffen Nähe zu den Besuchern und halten gute Predigten - „Sie gehen einmal bei ihnen zum Gottesdienst, und am Sonntag darauf warten sie an der Tür auf Sie, kennen Ihren Namen und begrüßen Sie.“


Mexiko-Stadt/Rom (kath.net/idea) Die Vorzüge „ernsthafter“ Evangelikaler hat Papst Franziskus in einem Interview mit dem mexikanischen Fernsehen gepriesen. Wie Radio Vatikan berichtet, gelingt es diesen Gemeinden nach Ansicht des Papstes stärker als den katholischen in Südamerika, Nähe zu schaffen: „Sie gehen einmal bei ihnen zum Gottesdienst, und am Sonntag darauf warten sie an der Tür auf Sie, kennen Ihren Namen und begrüßen Sie.“ In römisch-katholischen Kirchengemeinden gehe es dagegen vielfach sehr distanziert zu.


Attraktiv für Außenstehende seien offenbar auch die guten und biblischen Predigten in vielen evangelikalen Gruppen, so Franziskus. Manche katholische Auslegungen seien hingegen ein „Desaster“. Sie erreichten nicht das Herz der Zuhörer: „Es sind Theologiestunden oder abstrakte, lange Sachen.“ Auch deshalb habe er in seinem Lehrschreiben „Evangelii Gaudium“ (Freude des Evangeliums) so viel Wert auf die Predigt gelegt. Ein römischer Priester habe ihm kürzlich berichtet, dass dessen Eltern ihm bei einem Besuch erzählten, wie glücklich sie seien. Sie hätten nämlich eine Gemeinde gefunden, in der die Messe gefeiert werde ohne Predigt. Das komme einer Bankrotterklärung gleich, so der Papst.

Aber auch in der evangelikalen Bewegung gebe es schwarze Schafe. So kritisierte Franziskus etwa Strömungen, die ein Wohlstandsevangelium verkündeten. Das sei sektiererisch und unbiblisch. Auch sehe er manch vorschnelle Gemeindegründung kritisch: „Da macht jemand einen Kurs und gründet dann einen Kult.“

Aber man dürfe nicht alle Evangelikalen über einen Kamm scheren: „Es gibt Gruppen, die sich evangelikal nennen und nicht einmal Christen sind, und dann so viele Evangelikale, wie wir sie anerkennen.“

Videobotschaft von Papst Franziskus über die Einheit der Christen an eine pfingstlerische Leiterkonferenz (englische Untertitel)




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Lesermeinungen

 Stiller 18. März 2015 
 

@Fink >2

Ich hörte eine sehr gute Predigt zur Rechtfertigung, in der es um die 'Gottgefälligkeit' der Christen ging.
Da stand nicht im Vordergrund "sola gratia", sondern "sola fide".
Das fand ich gut!:
Alleine aus dem Glauben heraus handeln ist immer mit guten Werken dem Nächsten gegenüber verbunden und bedeutet gleichzeitig die völlige Unterwerfung unter Gottes Plan.

Nebenbei: Der "Evangelische Gnadauer Gemeinschaftsverband e.V."
http://www.gnadauer.de/
versteht sich als solche evangelikale Bewegung innerhalb der EKD.
Das ist bemerkenswert und zeigt die tätige Mission im Alltag evangelikaler Kreise innerhalb der EKD.

Es ist klar, dass das fehlende verbindliche Lehramt der protestantischen Bewegung es nicht immer einfach macht zu sehen und zu erkennen, welche Bewegungen und Strukturen es auch innerhalb der EKD gibt.
Ich habe aber großen Respekt vor dem Engagement solcher Bewegungen hin zu Gott.


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 Stiller 18. März 2015 
 

@Fink

Zugegeben - es gibt Denkschulen und Streite nach wie vor, aber auch die gemeinsame Erklärung „Wir bekennen gemeinsam, dass der Mensch im Blick auf sein Heil völlig auf die rettende Gnade Gottes angewiesen ist. Die Freiheit, die er gegenüber den Menschen und den Dingen der Welt besitzt, ist keine Freiheit auf sein Heil hin. Das heißt, als Sünder steht er unter dem Gericht Gottes und ist unfähig, sich von sich aus Gott um Rettung zuzuwenden. Rechtfertigung geschieht allein aus Gnade“
- unterzeichnet am 31. Oktober 1999 (d. h. am Reformationstag) von Kardinal Edward Idris Cassidy, der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, und der LWB-Präsident Christian Krause in der evangelisch-lutherischen St.-Anna-Kirche in Augsburg.
Der Erklärung traten die Methodisten am 23. Juli 2006 durch Unterschrift des Präsidenten Bischof Sunday Mbang und des Generalsekretärs George Freeman bei.

Sehr viele Evangelikale bewegen sich innerhalb der Landeskirchen der EKD.

> 2


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 Fink 17. März 2015 
 

@ Stiller

Ja, es gibt diese gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigung des Sünders, 1999 in Augsburg zwischen dem Lutherischen Weltbund und der Katholischen Kirche unterzeichnet. 1. Nur von den Lutheranern unterzeichnet, nicht von den Reformierten und Evangelikalen!
2. Sind sich jetzt Katholiken und Lutheraner einig darüber, wie ein Christ in den Himmel kommen kann ? Glaube allein oder auch Gute Werke ?


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 Fink 17. März 2015 
 

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Was uns als erstes trennt von allen (!) Evangelischen und Evangelikalen: Die "Rechtfertigungslehre" des Martin Luther ! Doch da findet keine Debatte statt. Weil von den letzten Dingen, vom "in den Himmel kommen" schon lange nicht mehr die Rede ist (und weil wir es mit den Dogmen sowieso nicht mehr haben...). Wir Katholiken sollten die Debatte endlich aufnehmen und unseren theologischen Standpunkt gegenüber der protestantischen Lehre zur "Rechtfertigung" klären und schärfen.


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 NoJansen 17. März 2015 

Lebendiger Glaube bei uns - Fehlanzeige

Das entscheidende und uns als Katholiken im Normalfall auch unterscheidende Kriterium von den evangelikalen Gruppen ist "lebendiger Glaube"! Wo wird der bei uns in den Pfarrgemeinden erlebt und gelebt!
Besonders schmerzlich wird das von uns, meiner Frau und mir,empfunden, wenn ich es mit unseren Erfahrungen vergleiche, die wir an Wallfahrtsorten wie Medjugorje, Fatima oder etwa mit Gruppen den charismatischen Erneuerung gemacht haben und noch machen.
Wir können ein Lied davon singen, wie schwer es ist,Elemente von lebendigem Glauben in der Heimatgemeinde praktizieren zu wollen. Rosenkranzgebet, eucharistische Anbetung, Wertschätzung des Sakramentes der Versöhnung und vieles anderes, was einen lebendigen Glauben auszeichnet, hier stößt man immer wieder auf Ablehnung. Kein Wunder, dass die evangelikalen Gruppen immer mehr Zulauf haben.


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 nurmut 17. März 2015 
 

Stimmt (leider), was der Papst sagt

Leider deshalb, weil es in der RKK eben nicht so der Fall ist.
Bei vielen "Evangelikalen" ist der Glaube sichtbar und spürbar.
Ich bin z.B. immer wieder erstaunt und berührt, welch wunderbare Lieder von evangelikalen Menschen geschrieben und gesungen werden. Aber in letzter Zeit gibt es auch sehr gute Kompositionen von RKK Liedermachern.
Mögen wir RKK Christen zu einem lebendigen Glauben gelangen.


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 HX7 17. März 2015 
 

Glaube im Mittelpunkt

Bei vielen evangelikalen Gemeindes ist es wie folgt: Um Mitglied zu werden muss der Glaube bezeugt werden. Es ist wichtig, dass man sich bewusst für den Herrn entschieden hat und mit ihm leben möchte. Ohne das ist keine Mitgliedschaft möglich. Prediger, die dem Zeitgeist huldigen werden wegen Häresie ausgeschlossen. Sünde ist dort Sünde und wird beim Namen genannt. So eine klare Linie wäre in der Kirche angebracht. Das nennt man Kirchenzucht und dient der Buße und Umkehr sowie dem Schutz der Gläubigen.


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 Stefan Fleischer 17. März 2015 

Wir könnten viel von den Evangelikalen lernen

besonders, dass der Glaube überzeugt verkündet werden muss, ganz, und ohne wenn und aber, wenn er glaubwürdig sein soll. Wo die Verkündigung zur Propaganda für den "Verein Kirche" degeneriert, in welcher Form auch immer, da merken es die Menschen sehr schnell, wenn vielleicht auch nur unbewusst. In diesem Zusammenhang müssen wir uns immer wieder das Wort unseres heiligen Vaters vor Augen halten: "Wenn wir nicht mit dem Kreuz Christi zu den Menschen kommen, sind wir keine Jünger des Herrn." Solange die Botschaft von der Erlösung (aus der Sünde) durch das Kreuz nicht wieder zentral wird, kann der Niedergang unserer Kirche nicht aufgehalten werden.


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 Paddel 17. März 2015 

Die Evangelikalen haben keine Kirchensteuer

sie haben keinen Pfarrgemeinderat und sie haben keinen Diözesanrat, die gewählt werden wie Politiker. Mit diesem Mandat vertreten sie dann die Gläubigen und sagen nicht selten den Priestern und Bischöfen, wo es lang geht.

Jesus ist der Mittelpunkt!

Was macht die katholische Kirche?

Wortgottesdienste am Sonntag!!!

Wir haben Priester, die Christus leibhaft vergegenwärtigen, wir haben die Sakramente!

Was machen wir, wir bauen einen Irrgarten darum und gehen immer wieder die viel zitierten : "neue Wege"


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 Suarez 17. März 2015 

Die Warnung Papst Benedikts vor der Lauheit des Glaubens

Papst Benedikt hat immer wieder eindringlich davor gewarnt, den Glauben zu verflachen, indem man grundlegende Glaubensinhalte an den Zeitgeist anpassen zu müssen glaubt. So hat sich in der Nachkonzilzeit vieler Orten in der Kirche ein Geist etabliert, der das Jenseits für einen frommen Betrug hält und an seine Stelle die Erlösung des Menschen im Diesseits anstrebt. Mit dieser Verweltlichung einhergehend, wurden die Kirche immer leerer und öder, sie wurden zu einem Betätigungsort engagierter Gruppen, die den Glauben je nach eigenem Befinden mal so oder mal so auslegen. Wo aber dem Glauben die letzte Verbindlichkeit fehlt, wo er auf unsere konkrete Lebens- und Leiderfahrung keine oder nur völlig unzureichende Antworten gibt, da verliert er auch seine Anziehungskraft. Wenn heute auch in der katholischen Kirche der Spruch von der "Vertröstung auf das Jenseits" umgeht und das Primat der Praxis beschworen wird, so kann es nicht wundern, dass da so viele vom Glauben abfallen.


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 Karlmaria 17. März 2015 

Der Papst als Stellvertreter Christi auf Erden

Der Papst ist natürlich für alle Christen zuständig. Vielleicht werden in Zukunft noch Wege gefunden wie sich der Papst auch mehr um die evangelikalen Christen kümmern kann. Das ist natürlich auch die Pflicht des Papstes genauso wie es die Pflicht jedes Bischofs und jeden Priesters ist. Die Pflicht die Christus Petrus gegeben hat geht ja auch die Hierarchie hinunter. Christus Spricht: Weide Meine Schafe, weide Meine Lämmer. Durch die Medien ist da ja jetzt einiges möglich geworden das es früher einfach nicht gab!


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 sttn 17. März 2015 
 

Wir könnten viel von den Evangelikalen lernen ...

aber wir wissen schon alles und deshalb machen wir alles richtig und deshalb kommen auch immer mehr Menschen zu uns.


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