Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  2. Voll in die Falle getappt
  3. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  4. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  5. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  6. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  7. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  8. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  9. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  10. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  11. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  12. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  13. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?
  14. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition
  15. Großbritannien: Anglikanischer Ehrendomherr John Dunnet legt sein Amt aus Gewissengründen nieder

'Eine wunderbare ökumenische Entwicklung'

5. Juni 2015 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Fronleichnam: In einer großen Stadt hat erstmals neben dem katholischen Pfarrer mit der Heiligen Eucharistie in der Monstranz ein evangelischer Pfarrer die Bibel getragen. Grußwort beim ökumenischen Christustag. Von Weihbischof Thomas Maria Renz


Rottenburg-Stuttgart (kath.net/pl) Dieses Grußwort sprach Thomas Maria Renz, Weihbischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, beim (regionalen) ökumenischen Christustag in Winterlingen bei Tübingen am Donnerstag.

"S‎eht doch, wie gut und schön es ist, wenn Brüder und Schwestern miteinander in Eintracht leben!" Dieses Wort aus Psalm 133 kommt mir in den Sinn, wenn ich heute zu Ihnen nach Winterlingen komme, wo nicht einfach - wie es an Fronleichnam lange Zeit üblich gewesen ist - die Katholiken ihr Fronleichnamsfest feiern, während die Evangelischen ausschlafen oder blau machen, sondern sich beide zu einem Ökumenischen Christustag treffen. Das finde ich eine wunderbare ökumenische Entwicklung, die uns als Christen über die Konfessionsgrenzen hinaus sicher weiter zusammenbringen kann als so manche theologischen Konsenspapiere.


Die Katholiken tragen am Fronleichnamsfest den Eucharistischen Herrn in der Gestalt des Brotes durch ihre Dörfer und Städte‎, den sie der Öffentlichkeit in einem kostbaren Gefäß zeigen, das sie "Monstranz" nennen. "Monstranz" kommt vom lateinischen "monstrare" und bedeutet "zeigen". In einer großen Stadt unseres Landes hat heute erstmals neben dem katholischen Pfarrer, der wie gewohnt die Heilige Eucharistie in der Monstranz trug, ein evangelischer Pfarrer die Bibel bei der Fronleichnamsprozession getragen. Zeigen wir doch der Öffentlichkeit, was unser "Allerheiligstes", unser Kostbarstes ist und zeigen wir es nicht getrennt, sondern zeigen wir es den Menschen gemeinsam!

Wenn Katholische das "Brot des Lebens" der Öffentlichkeit zeigen und Evangelische gleichzeitig das "Wort des Lebens", dann steht die "Kirche des Sakramentes" nicht mehr einfach der "Kirche des Wortes" gegenüber, sondern beide legen zusammen, was ihnen aus ihrer je eigenen Glaubenstradition wichtig und kostbar geworden ist. Dann wächst zusammen, was zusammengehört und wir erleben die Glaubenskostbarkeiten der Schwestern und Brüder der jeweils anderen Konfession nicht mehr als etwas Abgrenzendes, sondern als etwas Bereicherndes, was uns alle miteinander reicher macht!

Und wir werden mehr und mehr erkennen, dass wir uns gegenseitig ergänzen und brauchen, weil niemand für sich die Fülle beanspruchen kann, sondern uns allen allein in Jesus Christus die "Fülle des Lebens", die Fülle des Heiles geschenkt ist. Warum machen wir also aus einem konfessionell einseitigen Glaubensfest, als das Fronleichnam immer gesehen wurde, nicht ein gemeinsames Christusfest, einen gemeinsamen Bekenntnistag zu Jesus Christus, der uns als "Wort des Lebens" und als "Brot des Lebens" stärkt, nährt und heiligt?

kath.net dankt Weihbischof Renz für die freundliche Erlaubnis, dieses Grußwort zu veröffentlichen.

Weihbischof Thomas Maria Renz spricht mit Papst Franziskus - Ministrantenwallfahrt Rom 2014


Archivfoto Weihbischof Renz © kath.net/Petra Lorleberg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 




Mehr zu

Ökumene

  1. „Diese Einheit ist zutiefst begründet im gemeinsamen Glauben und in der einen Taufe“
  2. „Mit den beiden Lungenflügeln atmen“, singen und beten
  3. Papst veröffentlicht Schreiben zur Einheit der Christen
  4. Der Augenblick Gottes: Die Begegnung von Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras
  5. Die Ost- und Westkirche – „Schwesterkirchen“ - Die Brüder Andreas und Petrus treffen sich
  6. „Brückenbauer für die Einheit der Christen“
  7. "Einstellung von Patriarch Kyrill irritiert und erschüttert!"
  8. Kardinal Koch: Papstreise war Gewinn für Ökumene
  9. Churer Bischof Bonnemain möchte ‚Konfessionelle Eigenarten’ zugunsten der Ökumene ‚redimensionieren’
  10. Protest lehramtstreuer Katholiken: ‚Das kann nicht die echte Ökumene sein’







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  6. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  7. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  8. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  9. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  10. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  11. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  12. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  13. Fünfmal Mary: Eine US-Familie und ihre ungewöhnliche Namenstradition
  14. 'Ich bin der Liebe Gottes würdig, einfach weil ich existiere.'
  15. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz