Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  5. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  6. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  7. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  8. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  9. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  11. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  12. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  13. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  14. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“
  15. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!

Irans Präsident Ruhani hält sein Versprechen nicht

5. August 2015 in Chronik, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


US-Kommission: Die Lage für religiöse Minderheiten hat sich nicht verbessert


Washington (kath.net/idea.de)
Der iranische Staatspräsident Hassan Ruhani hat sein Versprechen nicht erfüllt, das religiöse Klima in der Islamischen Republik zu verbessern. Vielmehr sei die Lage für Minderheiten in dem schiitisch regierten Land nach wie vor düster, schreibt der Vorsitzende der US-amerikanischen Kommission für internationale Religionsfreiheit, Robert P. George (Washington). Der 66-jährige Ruhani war im August 2013 Präsident geworden; er galt als politischer Reformer.

Gleichwohl befinden sich nach zwei Jahren seiner Herrschaft der
US-Kommission zufolge mindestens 350 Personen aus religiösen Gründen in Haft: etwa 150
sunnitische Muslime, mehr als 100 Anhänger der Baha’i-Religion, rund 90 Christen und etwa ein Dutzend Sufis, die einer geistlichen Strömung im Islam angehören. Zu den bekanntesten christlichen Häftlingen zählen die evangelikalen Pastoren Behnam Irani und Saeed Abedini, der
auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt.


Bankkonten von Verfolgern einfrieren

Besonders aggressiv gehen die iranischen Behörden gegen die Baha’i vor. Vor kurzem seien
Dutzende ihrer Geschäfte geschlossen worden, so die US-Kommission. Dadurch verarme die
verfolgte Baha’i-Gemeinschaft noch mehr. George fordert die US-Regierung auf, weiterhin
öffentlich und auf höchster politischer Ebene die schweren Verstöße gegen die Religionsfreiheit im Iran anzusprechen. Es gelte auch, Druck auf die für die Verfolgung Verantwortlichen auszuüben, etwa indem man ihre Auslands-Bankkonten einfriere und ihnen Visa für die USA verweigere. Die seit 1998 bestehende unabhängige US-Kommission empfiehlt der Regierung in Washington Sanktionen gegen Länder, in denen die Religionsfreiheit schwer verletzt wird. Die Regierung muss den Empfehlungen aber nicht folgen.

Besonders verfolgt: Baha’i und ehemalige Muslime

Von den 77,5 Millionen Einwohnern Irans sind 99 Prozent Muslime, meist Schiiten. Der Anteil der
Sunniten wird auf bis zu zehn Prozent geschätzt. Die Baha’i-Religion ist offiziell verboten, ihre etwa 300.000 Anhänger praktizieren ihren Glauben im Untergrund. Besonders hart verfolgt
werden auch die mindestens 250.000 ehemaligen Muslime, die zum Christentum übergetreten
sind. Dies ist nach dem islamischen Religionsgesetz Scharia verboten und kann selbst mit dem Tode bestraft werden. Ferner gibt es im Iran bis zu 150.000 meist orthodoxe armenische und assyrische Christen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Iran

  1. ".. als würde man Hitler nach der Reichspogromnacht zu einer Weltveranstaltung einladen"
  2. „Wo ist Fridays for Future?! Wo ist Greta?! Wo ist die UNO?! Wo ist Amnesty International?!“
  3. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  4. Iran: Mindestens 12.000 Tote bei Protesten gegen das Regime
  5. „Ich möchte den Mut Tausender Menschen würdigen, die gegen das repressive Iran-Regime protestieren“
  6. Massenproteste im Iran - Fällt auch dort das Regime nach US-Druck?
  7. Iran: Für eine Verhaftung reicht es ein Christ zu sein
  8. Christen im Iran vorerst aus Gefängnis entlassen
  9. Nach 26 Jahren im Land: Iran verweigert Ordensfrau neues Visum
  10. Kardinal Sako warnt USA und Iran vor "katastrophalem Krieg"






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. ADIOS!
  4. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  5. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  10. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  11. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  12. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  13. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  14. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft
  15. Entfremdung und Annäherung – Für einen Katholiken in Deutschland gibt es doch immer noch Rom

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz