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Nur jeder dritte junge Protestant findet den Glauben an Gott wichtig

14. Oktober 2015 in Jugend, 4 Lesermeinungen
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Shell-Jugendstudie: Bei den jungen Katholiken bekannten jetzt noch 39 Prozent, dass ihnen der Glaube wichtig sei - Bei muslimischen Jugendlichen sind es drei Viertel


Berlin (kath.net/idea) Für junge Muslime hat der Glaube an Gott eine weit größere Bedeutung als für protestantische und katholische Jugendliche. Das geht aus der 17. Shell-Jugendstudie hervor, die am 13. Oktober in Berlin vorgestellt wurde. Dafür wurden 2.558 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 25 Jahren repräsentativ befragt. Demnach betrachten drei Viertel der muslimischen Jugendlichen ihren Glauben an Allah als wichtig. Dagegen hat der Glaube an Gott nur für jeden dritten jungen Protestanten (32 Prozent) eine große Bedeutung. Für 44 Prozent ist er „unwichtig“. 21 Prozent erklärten „teils, teils“ und drei Prozent machten keine Angabe. 2010 hatten noch 39 Prozent (also sieben Prozentpunkte mehr) der jungen Evangelischen den Glauben an Gott als wichtig angesehen. Bei den jungen Katholiken bekannten jetzt 39 Prozent, dass für sie der Gottesglaube einen hohen Rang hat. (2010: 43 Prozent).


26 Prozent der Jugendlichen glauben an einen persönlichen Gott

Befragt nach dem Verhältnis zu Gott, unterscheidet die Studie vier etwa gleich starke Gruppen: 26 Prozent aller Jugendlichen bejahten die Aussage „Es gibt einen persönlichen Gott“. 21 Prozent sagten: „Es gibt eine überirdische Macht.“ 24 Prozent meinten: „Ich weiß nicht richtig, was ich glauben soll.“ 27 Prozent äußerten, weder an einen persönlichen Gott noch an eine überirdische Macht zu glauben. Zwei Prozent machten keine Angabe.

Neun Prozent beten täglich, 29 Prozent nie

Gefragt wurde auch nach dem Gebet: Neun Prozent erklärten, sich ein- oder mehrmals am Tag an Gott zu wenden. Elf Prozent beten mindestens wöchentlich, 18 Prozent mindestens monatlich, 27 Prozent mindestens einmal im Jahr. 29 Prozent suchen nie das Gespräch mit Gott, und sechs Prozent schwiegen zu der Frage. Erfasst wurde auch die Meinung der Jugendlichen über die Kirche: 67 Prozent finden es gut, dass es sie gibt. Zugleich sagten 64 Prozent, die Kirche müsse „sich ändern, wenn sie eine Zukunft haben“ will. 57 Prozent stimmten der Aussage zu, dass die Kirche auf persönlich bewegende Fragen keine Antwort habe.

Soziologe: „Pragmatische und unideologische Generation“

Einer der Autoren der Studie, der Soziologe Prof. Mathias Albert (Bielefeld), nannte die Generation der 12- bis 25-Jährigen eine „pragmatische und unideologische Generation im Aufbruch“. Sie seien ausgeprägte Optimisten. Zudem zeige die Studie die hohe Bedeutung der Familie. 91 Prozent der Jugendlichen pflegen ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern. Fast drei Viertel würden ihre Kinder ungefähr so erziehen, wie sie selbst erzogen wurden. Allerdings nehme der Wunsch nach Kindern ab. 64 Prozent wünschen sich Nachwuchs; 2010 waren es noch 69 Prozent. Sorgen bereitet Jugendlichen das Weltgeschehen: 73 Prozent haben Angst vor Terroranschlägen und 62 Prozent fürchten Kriege. Hingegen seien Jugendliche „hochgradig tolerant“ gegenüber Zuwanderung, so die Untersuchung. Nur 29 Prozent bekannten, Angst vor Zuwanderung zu haben; 48 Prozent fürchten sich dagegen vor Ausländerfeindlichkeit.

Bundesfamilienministerin: Jugendliche wollen Balance zwischen Beruf und Familie

Laut der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig (SPD), zeigt die Studie eine Generation, die anpacken und mitgestalten will, sich für das Weltgeschehen interessiert und keine Angst vor fremden Kulturen hat. Erfreulich sei auch, dass die Familie bei Jugendlichen einen hohen Stellenwert habe. Es komme für Jugendliche darauf an, eine Balance zwischen Beruf und Familie zu finden.


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Lesermeinungen

  14. Oktober 2015 
 

Muslime

lernen uns auch, daß Gott und Familie wichtig sind. Gemeinsamkeiten sollten wir pflegen und nicht die 'anderen'
dämonisieren


1
 
  14. Oktober 2015 
 

Täusche ich mich oder habe ich hier gerade gelesen

dass die jungen Leute STÄRKER religiös sind als noch die Elterngeneration? Hat jemand Vergleichszahlen für die älteren Bevölkerungsanteile?


0
 
 Ebu 14. Oktober 2015 
 

Frau Schwesig und ihr Fazit aus der Studie

Jeder pickt sich halt aus einer solchen Statistik das heraus, was ihm gerade in den Kram passt. So auch unsere Familien-Ministerin. Ihr ist doch hauptsächlich daran gelegen, möglichst viele Mütter gleich nach der Entbindung wieder in ein Arbeitsverhältnis zu bringen - und die armen Kleinen in die Krippe. Was das für die frühkindliche Entwicklung an Folgen mitsich bringt, darüber schweigt man sich in der Politik aus. Hauptsache, die Kinder werden so früh wie möglich mit Gender und dessen Absurditäten erzogen. Und unsere Kirche schweigt bisher meist noch dazu (Ausnahmen gibt es!) Es greift eben alles irgendwie ineinander, abnehmende Glaubenskenntnisse verursachen abnehmende Glaubenspraxis. Dies wiederum bewirkt abnehmende Gebetsbereitschaft (Studie!) und darum weniger Schutz vor Verwirrung. Verwirrung lässt viele lau und kraftlos werden und die Spirale setzt sich in der nächsten Generation fort.
Wer gebietet Einhalt? Wer noch beten kann, der bete! Bete viel!


2
 
 Stephaninus 14. Oktober 2015 
 

Zwar soll man Umfragen

gerade in so heiklen Gebieten immer mit einer misstrauischen Distanz begegnen. Dennoch, für mich eine Bankrotterklärung in Sachen Weitergabe des Glaubens (z.b. nur 26% bejahen einen persönlichen Gott). Hier wird die Kirche auch nichts bewirken, wenn Sie weiterhin Modethemen nachrennt.


3
 

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