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| ![]() Terror, Advent, Heiliges Jahr: Hirtenbrief der irakischen Kirche2. Dezember 2015 in Weltkirche, 1 Lesermeinung Chaldäischer Patriarch Sako bittet um Gebet im Advent für Befreiung von Mossul und nimmt in Hirtenwort zu Heiligem Jahr der Barmherzigkeit Stellung Bagdad-Wien (kath.net/KAP) Im Advent soll bei den Gottesdiensten für die Befreiung von Mossul im Nordirak und der Orte der Ninive-Ebene sowie für die Garantie der Rechte aller Bürgerinnen und Bürger im Irak gebetet werden: Dazu hat der Bagdader chaldäisch-katholische Patriarch Louis Raphael I. Sako (Foto) die Gläubigen seiner Kirche in einem Hirtenwort zum Advent und zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit eingeladen, wie die Stiftung "Pro Oriente" am Dienstag berichtet. Die chaldäischen Katholiken sollten dafür beten, dass die Befreiung der von den IS-Terroristen kontrollierten Gebiete die Rückkehr der Vertriebenen ermöglicht. Die Millionenstadt Mossul - einst eine Hochburg des Christentums im Zweistromland - befindet sich seit dem 9. Juni 2014 unter der Kontrolle der "Daesh" ("Islamischer Staat"). Für die irakischen Christen bedeute der Glaube an Christus immer auch Bereitschaft zum Martyrium, so Sako. In der arabischen Sprache hätten Glaube und Martyrium die selbe Wurzel. Für die Christen des Zweistromlandes sei der Glaube keine ideologische Frage, keine theologische Spekulation, sondern eine "mystische Realität der Liebe". Der Glaube sei eine persönliche Begegnung mit Christus. "Wir wollen unsere Heimat nicht verlassen und sie so der christlichen Präsenz entleeren", unterstreicht der Patriarch: "Der Irak ist unsere Identität. Wir haben eine Berufung, wir müssen die Freude des Evangeliums bezeugen. Wir müssen sein wie Abraham, der ein Sohn dieses Landes war und gegen alle Hoffnung gehofft hat. Abraham war für alle da und wir sind für alle da. Als Patriarch, Bischöfe und Priester sind wir für alle da, um Christen und Muslimen zu dienen. Wie schön ist es, unseren muslimischen Brüdern Freundschaft, Solidarität und Unterstützung zu zeigen. Wir müssen mit ihnen für ein gemeinsames Leben in Frieden und Harmonie zusammenarbeiten", heißt es wörtlich. Im Blick auf das von Papst Franziskus ausgerufene "Heilige Jahr der Barmherzigkeit" betont Sako, die Barmherzigkeit müsse der Weg sein, um die Anwesenheit Gottes in der Welt zu bezeugen. Die "Tür der Barmherzigkeit" müsse immer geöffnet sein. Das irakische Kirchenoberhaupt hatte in der Vorwoche Niederösterreich und Wien besucht und u.a. einen großen Gottesdienst mit den in Österreich lebenden christlichen Flüchtlingen aus seiner Heimat gefeiert. Patriarch Sako unterstrich dabei die Bedeutung des Strebens nach Einheit und Einmütigkeit für die Sicherung des Existenzrechts der Christen im Nahen Osten. Als Hirte sehe er es als seine Aufgabe an, inmitten des "Volkes Gottes" unbeirrbar auf dem Pilgerweg des Glaubens voranzuschreiten. Sondersendung zur Synode von EWTN vom Montag, 12. Oktober 2015, mit Patriarch Louis Raphaël I Sako, Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuChristenverfolgung
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