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Die Krankheit der Eifersucht, die zum Neid führt und tötet

21. Jänner 2016 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Franziskus in Santa Marta: Eifersucht und Neid führen immer zum Tod. Sie töten durch Gerede und Geschwätz. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) In seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Donnerstag der zweiten Woche im Jahreskreis, Fest der heiligen Agnes, Jungfrau und Märtyrerin, konzentrierte sich Papst Franziskus auf die Lesung aus dem ersten Buch Samuel (1 Sam 18,6-9; 19,1-7). Der biblische Text berichtet von der Eifersucht Sauls, des Königs von Israel, gegenüber David.

Nach dem Sieg über die Philister „zogen die Frauen aus allen Städten Israels König Saul singend und tanzend mit Handpauken, Freudenrufen und Zimbeln entgegen. Die Frauen spielten und riefen voll Freude: Saul hat Tausend erschlagen, David aber Zehntausend“ (1 Sam 18,6-7). „Von diesem Tag an“, so der Papst, „war Saul gegen David voll Argwohn“ (vgl. 1 Sam 18,9). Er denke, dass er ihn verraten werde, und beschließe daher, ihn zu töten. Schließlich folge er dem Rat seines Sohnes Jonatan und entscheide sich, dies nicht zu tun: „So wahr der Herr lebt: David soll nicht umgebracht werden“ (1 Sam 19,6). Später jedoch kehrten die bösen Gedanken zurück. Die Eifersucht „ist eine Krankheit“, die wiederkehre und zum Neid führe:


„Wie hässlich ist doch der Neid! Das ist eine hässliche Haltung, eine hässliche Sünde. Und die Eifersucht oder der Neid wachsen im Herzen wie Unkraut: es wächst, erstickt aber das gute Kraut. Alles, was es in den Schatten zu stellen scheint, schmerzt es. Es ist nicht in Frieden. Es ist ein gequältes Herz, es ist ein hässliches Herz! Weiter bringt das neidische Herz dazu, wir haben es hier gehört, zu töten, es führt zum Tod. Und die Schrift sagt es deutlich: aus Neid ist der Teufel in die Welt gekommen“.

Der Neid „tötet“, so Franziskus, „und er erträgt es nicht, dass ein anderer etwas hat, das ich nicht habe. Und immer leidet er, weil das Herz des Neidischen oder des Eifersüchtigen leidet. Es ist ein leidendes Herz!“. Es handle sich dabei um ein Leiden, das den Tod der anderen ersehnt. Wie oft, stellte der Papst fest, „müssen wir in unseren Gemeinden gar nicht so weit gehen, um das zu sehen – aus Eifersucht tötet man mit der Zunge. Einer ist auf das eine oder das andere neidisch, und das Geschwätz und Gerede hebt an. Und das Geschwätz tötet!“:

„Und wenn ich an diesen Abschnitt aus der Schrift denke, wenn ich über ihn nachdenke, dann fordere ich mich selbst und alle auf, danach zu forschen, ob in meinem Herzen Eifersucht, Neid ist, was immer zum Tod führt und mich nicht glücklich macht. Denn diese Krankheit führt dich immer dazu, auf das, was der andere an Gutem hat, als etwas zu sehen, das gegen dich gerichtet ist. Und das ist eine schlimme Sünde! Das ist es, was am Anfang von so viel Kriminalität steht. Bitten wir den Herrn, dass er uns die Gnade schenke, unser Herz nicht der Eifersucht zu öffnen, unser Herz nicht dem Neid zu öffnen, denn diese führen immer zum Tod“.

Pilatus sein ein intelligenter Mann gewesen. Markus berichte im Evangelium: „Er merkte nämlich, dass die Hohenpriester nur aus Neid Jesus an ihn ausgeliefert hatten“ (Mk 15,10):

„Nach der Interpretation des Pilatus – der sehr intelligent, aber ein Feigling war! – ist es der Neid, der zum Tod Jesu geführt hat. Das Mittel, das letzte Mittel. Aus Neid hatten sie Jesus an ihn ausgeliefert. So wollen wir den Herrn auch um die Gnade bitten, nie aus Neid einen Bruder oder eine Schwester der Pfarrei, der Gemeinde dem Tod auszuliefern, auch keinen Nachbarn: jeder hat seine Sünden, ein jeder von uns hat seine Tugenden. Das gehört zu einem jeden. Daher: auf das Gute blicken und nicht mit dem Geschwätz aus Neid oder Eifersucht töten“.

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