Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  2. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  3. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  4. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  5. Konsistorium: Kardinäle benennen aktuelle Probleme, z.b. Meinung, das Leben habe keinen Sinn
  6. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  7. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  8. Papst ernennt Sr. Alessandra Smerilli zur Präfektin des Entwicklungsdikasteriums
  9. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  10. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  11. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"
  12. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  13. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  14. Vatikan hofft weiterhin auf Dialog mit der Piusbruderschaft
  15. Petrus und Paulus: Die Einheit der Kirche wächst aus der Verschiedenheit

Schweizer Bischöfe gegen liberalisiertes Drogengesetz

18. Juni 2003 in Schweiz, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ziel und Wille, eine Abstinenz zu erreichen, sei in der Gesetzesvorlage "nicht mehr sichtbar", die lebenslängliche Abhängigkeit von Schwerstsüchtigen werde nicht ernstgenommen, kritisieren die Bischöfe.


Schweiz (www.kath.net) Die geplante Liberalisierung der SchweizerDrogengesetzgebung wird von den Schweizer Bischöfen heftig kritisiert. Ineinem Brief an den Nationalrat betont die Schweizer Bischofskonferenz (SBK),dass das vom Ständerat bereits verabschiedete Gesetz die Drogenkontrolle inanderen Ländern unterminiere. In der vorliegenden Gesetzesvorlage seiaußerdem "das Ziel und der Wille, eine Abstinenz zu erreichen, nicht mehrsichtbar", kritisieren die Bischöfe. "Es muss deswegen davon ausgegangenwerden, dass die Gesetzgeber das Ziel der Abstinenz aufgegeben haben." Diessei "unverständlich".

Die Bischöfe seien sich im Klaren darüber, dass die "Cannabisfrage" von derSuchtproblematik - besonders auch im Zusammenhang mit schweren Drogen -unterschieden werden müsse. Oft werde im Zusammenhang mit der möglichenLegalisierung von Cannabis auf die Problematik des Alkoholismus aufmerksamgemacht. "Die Bischöfe sind sich bewusst, dass der übermässige Konsum vonAlkohol ebenso eine Sucht darstellt, wie das Konsumieren von Cannabis. Hierkann eine Suchtform nicht die andere verdecken, und es ist die Aufgabe desStaates, die Gesetze so zu formulieren, dass sie diese Suchtformen nichtbegünstigen."

Der Staat nehme seine Leitungsfunktion wahr, "wenn er durch eine adäquateGesetzgebung entsprechende Freiheiten lässt oder an andern Orten Riegelvorschiebt", heißt es in dem Brief. "Im Hinblick auf das erneuerteGesamtpaket der Drogengesetzgebung muss darauf aufmerksam gemacht werden,dass durch die Aushöhlung derselben genau diese Leitungsfunktion nicht mehrwahrgenommen wird und der Staat damit seinen Verpflichtungen nichtnachkommt."

Die Bischöfe kritisieren weiters, dass das Problem der "lebenslänglichenAbhängigkeit von Schwerstdrogensüchtigen" nicht ernst genommen werde. "Kannes tatsächlich das Ziel einer Gesellschaft sein, Süchtige über Jahre vorsich hindämmern zu lassen und unsere sozialen Institutionen zu belasten,wenn sich auf der andern Seite die Möglichkeit für die Willigen böte, diesenMenschen eine neue Zukunft zu geben, indem eine bewusste Anstrengung undFörderung von Programmen zur Abstinenz angestrebt würde, was letztlich diesozialen Institutionen und die Gesellschaft schlechthin weniger teuer zustehen käme?"

Der Nationalrat beriet am Mittwoch über das neue Suchtmittelgesetz, das dieEntkriminalisierung des Cannabiskonsums vorsieht. Eingeführt werden sollein "Opportunitätsprinzip", was bedeuten würde, dass eine Handlung weiterverboten bleibt, die Untersuchungsbehörden jedoch in bestimmten Fällen vonder Verfolgung absehen können. Im Gesetz verankert wird außerdem dieärztliche Heroinverabreichung.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Drogen

  1. Ärger wegen Motiv Rauschgift-Weihnachtsmann
  2. Schönborn lehnt Cannabis-Freigabe entschieden ab
  3. Mexikanischer Kardinal offen für Debatte über Marihuana-Freigabe
  4. Mexiko: Erzbischof fordert Debatte über Legalisierung von Drogen
  5. Katholischer US-Priester gibt Drogenhandel zu
  6. Gemeinschaft ,Cenacolo’ feiert ,Fest der Hoffnung’
  7. Champions in der Hoffnung
  8. Großbritannien: Anglikanischer Bischof für Legalisierung von Cannabis
  9. England: Vom Gangster zum Antidrogenapostel






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - REISE AUSGEBUCHT
  2. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  3. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  4. Écône, zum Zweiten
  5. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  6. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  7. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  8. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  9. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  10. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  11. Deutsche Medien schweigen zum Bericht über Vergewaltigungsbanden in Großbritannien
  12. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  13. Ehemalige Äbtissin wehrt sich gerichtlich gegen Rauswurf
  14. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  15. Freimaurerei „mit einem vollständigen Bekenntnis zum katholischen Glauben unvereinbar“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz