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Bischöfe warnen vor Polemik über Impfkampagne im Wahlkampf

6. Oktober 2017 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Gesundheitsbehörden und Bischöfe einigten sich auf Kontrollen über die Zusammensetzung der Impfungen für Frauen in Kenia, womit Zweifel über Faktoren, die eine Unfruchtbarkeit begünstigen, ausgeräumt werden konnten.


Nairobi (kath.net/Fides) „Die Antitetanus-Impfung ist kontrolliert und sicher”, so der Vorsitzende der bischöflichen Kommission für Pastoral im Gesundheitswesen, Bischof Paul Kariuki Njiru von Embu, bei der Eröffnung der Katholischen Gesundheitskonferenz.

„Die katholische Kirche und andere religiöse Einrichtungen arbeiten mit dem Gesundheitsministerium und mit Experten zusammen”, so Bischof Kariuki Njiru. „Die Experten versichern uns, dass die Impfung, die unter der Bevölkerung durchgeführt wird, sauber ist“. In den vergangenen Jahren hatte die Kenianische Bischofskonferenz eine Kampagne auf den Weg gebracht, in deren Rahmen kontrolliert wurde, ob die Tetanusimpfung, die im Rahmen einer Initiative der Weltgesundheitsorganisation und des UNICEF auch unter Freuen im fruchtbaren Alter durchgeführt die Substanz Beta HCG enthielt, die die Impfung zu einer versteckten Maßnahme zur Geburtenkontrolle gemacht hätte.


Gesundheitsbehörden und Bischöfe einigten sich auf Kontrollen über die Zusammensetzung der Impfungen für Frauen in Kenia, womit Zweifel über Faktoren, die eine Unfruchtbarkeit begünstigen, ausgeräumt werden konnten.

Nun äußerte der Oppositionskandidat Raila Odinga vom Oppositionsbündnis NASA (National Super Alliance), der den scheidenden Präsidenten Uhuru Kenyatta bei den Neuwahlen am kommenden 26. Oktober ein weiteres Mahl herausfordern wird, auf polemische Weise über solche Impfungen. Odinga wirft der Regierung vor tausende Frauen absichtlich im Alter zwischen 14 und 49 Jahren absichtlich sterilisiert zu haben und bezieht sich dabei auf „vier glaubwürdige Institute“, die Beta HCG in den Impfstoffen nachgewiesen haben sollen.

„Die Wahlkampagne hat sehr raue Töne angenommen und wenn sie die Polemik im Zusammenhang mit den Impfungen erneut befeuern, dann kommt ein weiteres Element dazu, dass bei der Bevölkerung Angst auslöst”, so einheimische Beobachter. „Die Bischöfe, sie sich auf keine der beiden Seiten stellen, wollten trotzdem Klarheit im Zusammenhang mit diesem Thema schaffen, das sie vor einem Jahr selbst aktiv angestoßen hatten”.

Die Lage in Kenia bleibt unterdessen angespannt. Studenten der Universität Nairobi haben die Universität besetzt und fordern die Freilassung von Babu Owino, ehemaliger Vorsitzender der Studentenvereinigung der Universität Nairobi und Kandidat des Oppositionsbündnisses, der festgenommen wurde, weil er Präsident Kenyatta bei einer öffentlichen Kundgebung beleidigt haben soll. Unterdessen baten Vertreter der verschiedenen Konfessionen alle Parteien um Bemühungen um eine friedliche und glaubwürdige Wahl. Einen Aufruf zum Frieden und zur nationalen Einheit hatten wenige Tage zuvor auch die katholischen Bischöfe ausgesprochen.

Weiterführende kath.net-Artikel:
Tetanus-Impfung: Impfstofftests nach Vorwürfen katholischer Bischöfe

Kenias Bischöfe warnen vor Tetanusimpfung


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