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Klartext des Diözesanadministrators Guggenberger zu Bischof Schwarz!

6. Juli 2018 in Österreich, 18 Lesermeinungen
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Engelbert Guggenberger: "Ich habe, ebenso wie andere hochrangige Kirchenvertreter und Führungskräfte auch, Schieflagen, fragwürdige Entwicklungen und Wahrnehmungen betreffend des persönlichen Umfelds des Bischofs ... immer wieder angesprochen"


Klagenfurt (kath.net/KAP) Als Administrator der Diözese Gurk-Klagenfurt ist Engelbert Guggenberger (Foto) nun auch für das Bistum als bischöfliches Mensalgut zuständig, für das er in seiner vorhergehenden Funktion als Generalvikar weder Einblick noch Verantwortung hatte. Darauf hat der seit Montag vom Domkapitel als interimistischer Leiter der Diözese gewählte Guggenberger am Donnerstag in einem Interview mit der Kärntner Ausgabe der "Kleinen Zeitung" aufmerksam gemacht. Eine erste Analyse habe ergeben, dass es im Bistum "Probleme betreffend Arbeitsklima sowie wirtschaftliche und personelle Situation gibt". Darauf wollten er und die von ihm eingesetzten Vertrauensleute "zügig, aber sorgfältig" reagieren, "die Wahrheit auf den Tisch bringen und uns im Rahmen des kirchlichen Rechtes bewegen".

Dem vom nun in St. Pölten amtierenden Bischof Alois Schwarz eingesetzten bisherigen Bistums-Geschäftsführer Andreas Maier wurde ein Beirat unter der Leitung von Domkapitel-Ökonom Gerhard Christoph Kalidz zur Seite gestellt. Dem Gremium gehören auch der Klagenfurter Dompfarrer Peter Allmaier, Ordinariats-Vizekanzler Burkhard Kronawetter sowie der frühere Finanzkammerdirektor und Diözesanökonom Franz Lamprecht an. Der Wirtschaftsverwaltungsrat des Bistums, der seit Februar 2018 nur mehr beratende Funktion hatte, erhält laut einer Mitteilung der Diözese ab sofort die dem Kirchenrecht entsprechende Funktion eines Kontroll- und Aufsichtsorgans. "Dazu wurde das dem kirchlichen Vermögensrecht widersprechende Statut des Bistums Gurk vom 1. Februar 2018 aufgehoben und die zuvor geltende Geschäftsordnung wieder in Kraft gesetzt", hieß es.

In Bezug auf das bischöfliche Mensalgut, für das - laut Guggenberger eine einzigartige Konstruktion der Diözese Gurk - der Bischof alleinverantwortlich ist, sei man nun in einer "Phase der Analyse und Begutachtung". Entscheidungen würden Schritt für Schritt getroffen und umgesetzt, "relevante Dinge werden der Öffentlichkeit mitgeteilt", so der 65-jährige Administrator. Der Frage, ob nun personelle Veränderungen und Umstrukturierungen im Bistum vorgenommen werden, wollte Guggenberger nicht vorgreifen: "Alles ist möglich."

Auf die weitere Frage, ob er kirchenintern auf "bedenkliche Entscheidungen des Bischofs und auf Entwicklungen hingewiesen" habe, antwortete der bisherige Generalvikar wörtlich: "Ich habe, ebenso wie andere hochrangige Kirchenvertreter und Führungskräfte auch, Schieflagen, fragwürdige Entwicklungen und Wahrnehmungen betreffend des persönlichen Umfelds des Bischofs ihm persönlich gegenüber und auch in Gremien immer wieder angesprochen." Er und andere hätten allerdings zur Kenntnis nehmen müssen, "dass Funktionen und Entscheidungen von der Diözesan- auf die Bistumsebene verlagert wurden, wo wir nichts mitzureden hatten".

Für zeitgemäße Seelsorge

Als sein Ziel als Diözesanadministrator nannte Guggenberger, den Weg einer "menschennahen Seelsorge" fortzusetzen. Er nannte dabei den von Bischof Schwarz geprägten Leitsatz "Mit Jesus Christus den Menschen nahe sein" als bleibende Richtschnur. Dafür sei es ein "Gebot der Stunde", dass die 336 Kärntner Pfarren als Orte der spirituellen Kraft und der Gemeinsamkeit "über den Kirchturm hinausschauen und regional Synergien nützen". Mit den rund 1000 Kirchen gebe es 1000 Brennpunkte, wo spirituelles und menschliches Miteinander geschieht. "Wichtig ist, dass es eine zeitgemäße Seelsorge gibt, die das lebt, was sie verkündet", betonte Guggenberger.

Auf die Frage, welchen Zeithorizont er sich stecke, bis innerkirchlich Ruhe einkehrt und die Strukturen geordnet sind, antwortete der Administrator: "Wir werden über den Sommer zügig weiterarbeiten und nach und nach Maßnahmen setzen."

Foto Diözesanadministrator Guggenberger


Diözese St. Pölten - Christoph Kardinal Schönborn nach Amtseinführung von Bischof Alois Schwarz: ´Er ist eine gute Wahl für St. Pölten´


Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto Diözesanadministrator Guggenberger (c) Diözese Gurk


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Lesermeinungen

 Ehrmann 9. Juli 2018 

@Schneerose : ja, ich kenne Kärnten

sozusagen im Längs- und Querschnitt, oben und unten, durch viele Jahrzehnte. Und ich weiß, daß die Probleme nicht in Drndlkleid und Lederhosen liegen, auch nicht am Bischof allein. Doch ich bin auch weiter der Meinung, daß Straftaten von Gerichten und von Gott zu klären und ev. zu bestrafen sind, daß die Klasnic-Kommission da ist um OHNE URTEIL zu helfen, wo anscheinend Unterstüzung nötig ist - es wurde vielfach betont, daß das kein sachliches Urteil beinhalte.Aufräumen bedeutet, den Weg für die Priester und Laien frei zu machen, die wirkliche Seelsorge betreiben wollen, die nicht spektakulär ist - die ehrfurchtsvolle Liturgie feiern, nicht "gestalten", Kranke besuchen, die schon lange auf einen Priester warten,der die Sakramente spendet,der Sterbenden beisteht..diese Priester sind da,werden zu "Fortbildungen" und Seminaren geholt, statt solche Dienste zu tun-nicht nur in Kärnten!!! Besser machen - dann könnte es Vorbild werden für andere Diözesen


3
 
 Hadrianus Antonius 7. Juli 2018 
 

@the Winner Hohles Blech 2

Stützig machte mich Ihr Ausdruck "pastorale Seelsorge":
klar wird in den modernen Milieus geplappert was das Zeug hält, aber hier handelt es sich meines bescheidenen Erachtens um eine echte Tautologie.
Wie eine "nicht-pastorale Seelsorge" aussehen würde bzw. wäre, kann ich nicht verstehen.
Mit Pons/Langenscheidt/Google-übersetzungsmaschinen findet sich nämlich als französ. Übersetzung von "Seelsorge" = la pastorale; Seelssorger =pasteur.
Und daneben noch: "le bien-être spirituel" ("das spirituelle Wohl-sein") und (jetzt kommt's): "La direction du conscience" (= " Das Steuern/Führen des Gewissens").
Spätestens hier wird die gewaltige Scheinheiligkeit dieser Strukturen und Gremien sichtbar.
Vor 2000 Jahren hat ein gewisser Jesus das übrigens als "weißgekalkte Gräber" bezeichnet (von Steinewerfer hat er dazu nicht gesprochen, machte jedoch selbst eine Peitsche um den Tempel leer zu räumen).


6
 
 Hadrianus Antonius 7. Juli 2018 
 

@theWinner Hohles Blech 1

Hohle Phrasen und eine blumige Sprache ohne Sinn dahinten sind typisch für die moderne Kirche;; nach einem halben Jahrhundert komplett abgedroschen, langweilig und kontra-evangelisierend.
Ob ich in Klagenfurt, St.Pölten, Köln, Kamschatka oder Manitoba sitze, spielt keine Rolle:
Quod scripsit, scripsit- Unsinn bleibt Unsinn.
Bei Ihnen übrig. auch:
einerseits schließen Sie mit "allem Dunkel unter Schwarz", kontrastieren jedoch mit dem Leitspruch: "Mit Jesus Christus den Menschen nahe sein";
Nicht lachen: das wurde schon durch den Pädophilen-"Bischof" VanGheluwe gesagt und war auch das Motto der "Broeders van Liefde" und der (inzwischen aufgehobenen) "Broeders van Dale" mit konzentrationslagerähnlichem Betrieb von pädophilem Mißbrauch :-(
Ein Augiasstall ist auszumisten- nicht mit etwas Parfüm zu dekorieren.
Und man sollte etwas Sinnhaftes sagen-oder schweigen.


4
 
 Schneerose 7. Juli 2018 
 

Bezüglich öffentlich:

Auch der Bischof ist öffentlich mit Frau E. aufgetreten. Er im Trachtenanzug, sie im Dirndlkleid durch ein Spalier schreitend z.B. Nur ein Beispiel für die, die vergangene Zustände einfach nicht wahrhaben wollen.


7
 
 Schneerose 7. Juli 2018 
 

@Ehrmann

danke für Ihr Aufmerksammachen auf unbeantwortete Fragen. Still und unbemerkt Schutt wegräumen - was Sie sich wünschen - ist nicht geschehen. Grund? Wird wohl vielfältig sein: Vielleicht jahrelang aufgestauter Frust? Oder auch die Tatsache, dass die Bedeutung von Frau E. für den Bischof beinahe überall im Land bekannt war und man ein öffentlicheres Zeichen der Reinigung und des Neuanfanges setzen wollte? Leider kann ich Ihnen nur den Versuch einer vagen Erklärung geben, ich bin keine Psychologin.
Etwas interessiert mich: Haben Sie jemals mit Mitarbeitern der Diözese zu tun gehabt, mit ihnen geredet, das Arbeitsklima beobachtet? Ich schon.


6
 
 Ehrmann 6. Juli 2018 

@Schneerose:nun, was der Generalvikar nicht konnte, kann jetzt der Administrat -or

ODER NICHT??? Und ist es dann nicht möglich, Schutt wegzuräumen, ohne einen anderen zunächst einmal damit zu bewerfen, auch wenn er am Schutthaufen schuldig war? DAS war meine Frage - die nach den Möglichkeiten der Vergangenheit eher als Nebenbemerkung gemeint. "Mach gut, was andere verdarben" ist einmal ein schöner Spruch gewesen und sollte eben JETZT ohne unnötige öffentliche Schuldzuweisungen geschehen - das meine ich mit "brüderlichem Geist" im christlichen Sinn.


5
 
 Joy 6. Juli 2018 
 

@Spatz in der Hand

Bin überzeugt, dass Schönborn glaubt, was er sagt. Und dann zieht er das durch, in voller Härte, empfindlich ist er nur, wenn er event. medial unter Beschuss kommen könnte. ABer da er mit den akutellen Hauptlobbyinggruppen ein inniges Verhältnis hat, wird das nicht passieren. Schwarz ist für ihn ideal, weil er unter der Protektion des BiKoVorsitzenden und in seiner schiefen Situation den Mund sicher nicht aufmachen wird - ein weiterer ruhiger Hirte nach Schönborns Geschmack....


6
 
 Ehrmann 6. Juli 2018 

@Schneerose: die Vorgesetzten des neuen Verantwortlichen in der Vergangenheit"-wer waren sie?

Ist nicht der einzige Vorgesetzte eines Gereralvikars der Diözesanbischof? Hat(te) er nicht doch Möglichkeiten, mit ihm zu agieren -in den vielen Jahren? Und könnte er jetzt nicht einfach tun, was er kann und für richtig hält,wozu er jetzt die Möglichkeit hat,wenn es wirklich besser ist, ohne Steine auf den Vorgänger zu werfen? Ist das der brüderliche Geist, von dem wir uns leiten lassen sollen? Soll SO unsere leidende Kirche wieder aufgebaut werden?


4
 
 elisabetta 6. Juli 2018 
 

Falls Bischof Schwarz ..

in St. Pölten seinen bisherigen Stil fortsetzt, kann man nur sagen:
Mit manchen Bischöfen segnet GOTT, (Bischof Krenn) manche lässt ER zu, (Bischof Küng) und mit manchen bestraft ER! (Diözesanbischof Schwarz)


8
 
 theWinner 6. Juli 2018 
 

@ Hadrianus Antonius --- falscher Fokus

Der Diözesanadministrator Guggenberger bezog sich in seiner Stellungnahme auf das "Leitbild der Diözese: Mit Jesus Christus den Menschen nahe sein", als er davon sprach, den vom Bischof eingeschlagenen Weg weitergehen zu wollen. Eindeutig war die pastorale Seelsorge hier angesprochen.

Sie sind ja nicht aus dieser Diözese und wissen gar nichts davon, wie tapfer viele Priester die wahre Glaubenslehre und Tradition sowie Pastoral hochhalten, die gute Volksfrömmigkeit fördern und sich in ihrem Dienst der Seelsorge aufrichtig mühen.
Wo Licht ist, ist auch Schatten. Freilich gibt es auch "das Moderne", die Apostasie mit allen Nebengeräuschen.
Die von mir angesprochene Priester halten bei und mit den Gläubigen aus, leiden wie die Gläubigen auch unter all dem Dunkel, welches die Bischofszeit von A. Schwarz verbreitet hatte.


13
 
 girsberg74 6. Juli 2018 
 

Mit Dank an die Vorposter!

Ich bin von den angeführten Vorgängen nicht betroffen, sehe aber interessiert, wie versucht wird, auszumisten.

Dass sich in derart edlen Zirkeln überhaupt solche Zustände ergeben, liegt wie auch bei vielen Parteien, NGOs, generell bei Vereinen, daran, dass zuallererst auf die „richtige Gesinnung“ geachtet wird. (Mir fällt hier zum Prinzip, und nur zum Prinzip, die Odenwaldschule ein.)

Der Rest, meint Fähigkeiten, Recht, Gesetz und Anstand, hängt dann von den Machtverhältnissen innerhalb dieser Strukturen ab.


11
 
 Montfort 6. Juli 2018 

Aegidius - Reinigendes Gewitter, wie schön wäre das ...

"Wenn einmal das unausweichliche reinigende Gewitter in Rom einsetzen wird ..." - zwar ist laut Wetterbericht Rom derzeit leicht bedeckt, aber das Gewitter lässt auf sich warten - leider ist die derzeitige Großwetterlage nicht nur in Rom mit "heiße Zeiten" zu beschreiben. Ich fürchte nur, dass viele Entscheidungen hoher kirchlicher "Würdenträger" derzeit nichteinmal durch eventuellen Sonnenstich zu entschuldigen sind. ;-)


14
 
 Gandalf 6. Juli 2018 

JA, JA, ein guter Mann für St. Pölten...

... Realsatire in der österr. Kirche oder Freunderlwirtschaft..


22
 
 Hadrianus Antonius 6. Juli 2018 
 

Iter impiorum (Ps. 1,8)

Vor wenigen Tagen hieß es von der Diözeseführung noch:
"...um auf den von Bf. Schwarz gegangenen Weg weiter voran zu schreiten..."
(Welches Wortgeschurbel!)
Und keine Woche später ist der "primus inter pares" (Engelbert Guggenberger) schon dabei mit einem Teil der alten Mannschaft in ängstlicher Eile zu reorganisieren, zu untersuchen und versucht hektisch das Unfaßbare wieder unter klerikaler Kontrolle zu bringen ;-)
Nicht die Taten und die Arrogaz und die Scheinheiligkeit Alois Schwarz' sind ungläublich, sondern öffentlich demonstrierte Trotteligkeit der klerikalen Spitze bei solchen Problemen, ihre Feigheit und Langsamkeit und besonders abstoßend (sagen wir ruhig: die Anti-Evangelisierung) die salbungsvolle scheinheilige Sprache womit das langsame Grillen beschönigt wird.
Cfr. Putins Bemerkung zu der Schlacht von Debalzewo


15
 
 Schneerose 6. Juli 2018 
 

Die Verantwortlichen wussten

von den Vorgängen, schon 2007 (!) gab es eine Pressekonferenz zum Thema Damen im Bischofshaus. Mich freut, dass der neue Verantwortliche für die Kärntner Diözese schneller, effizienter und geradliniger reagiert als seine Vorgesetzten in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Ihr Schweigen bzw. ihre Huldigungen sprechen nicht gerade für ihre Führungskompetenz und für die geforderte Offenheit in dieser Sache!


12
 
 Aegidius 6. Juli 2018 
 

Wenn einmal das unausweichliche reinigende Gewitter in Rom einsetzen wird, dann hoffe ich, daß der in jeder Hinsicht überforderte Hl. Vater noch ein bißchen (Volks)-Kirche und Glauben übriggelassen hat, damit der "heilige Rest", die kleine Schar, von der Benedikt immer gesprochen hatte, eine bessere Ausgangslage zur Neuevagelisierung eines in der Kultur des Todes gefangenen halb atheistischen, halb islamischen Europas hat. Er hat es versucht, in Bayern solch einen "Widerstandsrest" zu aufzubauen - und dabei doch in der zentralen Position dermaßen danebengegriffen, daß man sich wundert. Aber man erzählt sich, daß er sich von den Tränen seines Nachfolgers von der Installation Kardinal Müllers hat abhalten lassen. Emotionalität auf Kosten des Verstandes ist in der Leitung der Kirche kein guter Ratgeber.


14
 
 SpatzInDerHand 6. Juli 2018 

P.S.: Und viel zu viele spielen das Spielchen mit!

Boah, ich darf gar nicht drüber nachdenken, so sehr ärgert mich das.

Und dann das Video von Kardinal Schönborn, er wirkt hier so glaubwürdig - leider zu einem Thema, wo er das wirklich nicht sollte!


14
 
 SpatzInDerHand 6. Juli 2018 

So! Das kann man jetzt mal sehr aufmerksam lesen, was der offizielle Diözesanadministrator hier sagt

Bitte mit offenen Augen lesen. Und danach nie wieder behaupten, dass der "arme" Bischof Schwarz doch ein Unschuldslamm sei und völlig zu Unrecht heftige Vorwürfe gegen ihn erhoben würden. Für einen Kirchenoffiziellen in dieser Position ist das absolut unüblicher Klartext!

Und dies weckt in mir auch gewaltige Fragen... ich habe noch das Gesäusel von Kardinal Schönborn im Ohr, das er zur Installierung von Schwarz als Bischof in St. Pölten von sich gegeben hat... Mann, Mann, Mann, wie kann man einen derart schwierigen Bischof nur derartig decken! Wenn Bischof Schwarz zurücktreten muss (was überfällig ist!), dann kratzt das auch an Schönborns Kathedra (und vermutlich noch an einigen anderen Kathedren)...


21
 

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