Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  3. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Spanien am moralischen Abgrund
  6. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  7. Besser keine Laienpredigt
  8. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  9. Die ÖVP - eine "Wählertäuschung"
  10. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  11. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  12. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  13. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  14. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  15. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“

Schönborn: Weniger über Sex dafür mehr über Kindeswohl reden

23. August 2018 in Familie, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal bei Eröffnungspanel des Weltfamilientreffens in Dublin: Amoris laetitia kam fast ohne moralische Anweisungen aus, mahnte jedoch eindringlich zum Achten der Kindesseele


Dublin (kath.net/KAP) Die katholische Kirche hat nach den Worten von Kardinal Christoph Schönborn "zu viel über Sex gesprochen und zu wenig über den Schaden, den Kinder durch Konflikte ihrer Eltern erleiden können". Papst Franziskus habe darauf aufmerksam gemacht, indem er bei seinem Apostolischen Schreiben "Amoris laetitia" weitgehend auf moralische Anweisungen oder das Thema Sex verzichtet, jedoch eindringlich auf das Kindeswohl verwiesen habe, sagte der Wiener Erzbischof am Mittwoch beim Eröffnungspodium des dreitägigen Pastoralkongresses des Weltfamilientages in Dublin.

Bei einer Scheidung oder Trennung werde Kindern oft eine schwere Last aufgebürdet, was verheerend sei, hob der Kardinal hervor. Der Papst habe davor gewarnt: "Er schrieb wörtlich: Ihr dürft das Kind nie, nie, nie als Geisel nehmen!", zitierte Schönborn aus dem Dokument, das im Zentrum des katholischen Großereignisses in Irland steht. Das Wohl der Kinder müsse im Vordergrund stehen; es bleibe gewahrt, wenn Eltern auch bei Konflikten und Trennungen vor den Kindern nur gut über den Partner sprächen.


Der Wiener Erzbischof verwies hier auf eigene Erfahrungen: Die im Krieg geschlossene Ehe seiner Eltern ging in Brüche, bei Streitigkeiten am Küchentisch fiel aber oft ein Schlüsselwort. "Sie sagten dann auf Französisch, denn wir sollten es nicht verstehen: 'Nicht in Gegenwart der Kinder'", berichtete Schönborn. Die Regel, den Konflikt nicht vor den Kindern auszutragen, hätten seine Eltern streng eingehalten, wofür er ihnen heute sehr dankbar sei.

Schönborn äußerte sich bei einem Einführungsstatement für eine Podiumsdiskussion über "Die Familie in der jüdisch-christlichen Tradition", an der auch der Irische Anglikaner-Primas Michael Jackson, der orthodoxe Erzpriester Mikhail Nasonov und der Oberrabbiner Zalman Lent teilnahmen.

Die Ehe bezeichnete Schönborn als die größte Form der Freundschaft, da sie nicht nur auf Stabilität, geteiltes Leben und das Wohl des anderen ausgerichtet sei, sondern auch das Eingeständnis der Unauflöslichkeit und Ausschließlichkeit beinhalte. "Liebende sehen ihre Ehe nicht als temporär, sondern sie wollen, dass die Beziehung trotz aller Fragilität die Zeit übersteht", so der Kardinal. Der starke Wunsch der Kinder, dass ihre Eltern einander lieben und beisammen bleiben, zeige an, dass Treue im Menschsein verwurzelt sei.

Als ein entscheidendes Merkmal der Ehe im jüdisch-christlichen Verständnis hob Schönborn die Achtung der Freiheit des Partners hervor. Gott allein sei demnach das Zentrum des Lebens, habe Exklusivanspruch auf den innersten und geheimsten persönliche Bereich des geliebten Menschen und könne die Bedürfnisse des Menschen vollkommen befriedigen. Ein Ehepartner solle daher vom anderen nicht erwarten, "was allein der Liebe Gottes eigen ist", zitierte der Kardinal aus einem von Papst Franziskus aufgegriffenen Zitat des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer.

Kardinal Christoph Schönborn/Wien und weitere bei Podiumsdiskussion beim Weltfamilientreffen Dublin 2018 (engl.)


Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto Kardinal Schönborn (c) Erzdiözese Wien


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Weltfamilientreffen

  1. Vatikan gibt Thema des nächsten Weltfamilientreffens bekannt
  2. Kardinal: ‚Die heilige Familie ist ein helles Licht in dunklen Zeiten’
  3. Irland verweigerte irakischen Christen Reise zum Weltfamilientreffen
  4. Papst in irischen Marienwallfahrtsort Knock abgeflogen
  5. Papst Franziskus wird in Irland erwartet
  6. Papst wird in Irland Missbrauchsopfer treffen
  7. Papstreise nach Dublin - ein Besuch im Sturm der Entrüstung
  8. Andrea Bocelli freut sich auf Konzert in Dublin mit dem Papst
  9. Franziskus besucht auch das "marianische Herz" Irlands
  10. Der Papst beim Weltfamilientreffen in Dublin






Top-15

meist-gelesen

  1. Euthanasie-Skandal in Spanien: Wurde Noelia Castillo Ramos der Widerruf verweigert?
  2. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Spanien am moralischen Abgrund
  4. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  5. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  6. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  7. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  8. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  9. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  10. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  11. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  12. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  13. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  14. Besser keine Laienpredigt
  15. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz