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‘Unklug’: Kardinal bedauert Untertauchen von ‘Diciotti’-Migranten

8. September 2018 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
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Teil der von der italienischen Kirche aufgenommenen Bootsflüchtlinge aus Afrika aus Betreuungseinrichtungen verschwunden - Bischofskonferenz-Vorsitzender Bassetti: Handeln der Migranten eine "Unklugheit".


Rom (kath.net/ KAP)
Der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Gualtiero Bassetti, hat Bedauern über das Untertauchen von rund 40 Migranten geäußert. Er respektiere die Entscheidung, auch wenn er sie "in Teilen für absurd" halte, sagte Bassetti der Tageszeitung "Avvenire" am Donnerstag. Aus seiner Sicht sei es eine "Unklugheit". Am Mittwochabend war bekanntgeworden, dass 40 bis 50 Migranten der "Diciotti" aus Aufnahmeeinrichtungen verschwunden sind. Die katholische Kirche in Italien hatte sich bei der Regierung dafür eingesetzt, die überwiegend aus Eritrea stammenden Menschen von dem Schiff "Diciotti" der italienischen Küstenwache an Land zu lassen und auch 100 der ursprünglich 177 Personen in kirchlichen Einrichtungen aufgenommen.

Kardinal Bassetti sagte, es handle sich um freie Personen. Die Migranten polizeilich bewachen zu lassen, hätte bedeutet, sie unter den gleichen Bedingungen zu halten wie auf der "Diciotti". Hinsichtlich der Entscheidung, sie vom Schiff zu holen, habe er "nichts zu bereuen", sagte der Kardinal. Er fürchte nur, dass die Untergetauchten Augenwischereien zum Opfer fielen oder unter kriminellen Einfluss gerieten. "Sie sind nicht gekommen, um in Italien zu bleiben", sagte Bassetti. Die Menschen wollten ihren Träumen folgen. Für die Zukunft sei es wichtig, die Fristen bei der Aufnahme von Migranten zu verkürzen und sie schnell in Familien und Einrichtungen zu integrieren.

Innenminister Matteo Salvini kommentierte das Untertauchen der Menschen spöttisch damit, die Migranten seien so leidend und schutzbedürftig gewesen, "dass sie beschlossen haben, sich davonzumachen und zu verschwinden". Der Vorgang belege, dass "nicht alle, die in Italien landen, vor Krieg und Hunger fliehen". Er werde sich weiter dafür einsetzen, die Zahl der Ankünfte auf Null zu senken, sagte Salvini laut italienischen Medien.

Das Küstenwache-Schiff "Diciotti" war am 20. August mit 177 aus dem Mittelmeer geborgenen Migranten in den Hafen von Catania gelangt. Innenminister Salvini weigerte sich tagelang, außer Minderjährigen und medizinischen Notfällen auch die übrigen Passagiere von Bord zu lassen. Am 25. August stimmte er Angeboten der katholischen Kirche sowie Albaniens und Irlands zu, die verbliebenen Migranten aufzunehmen.
Rund 100 von ihnen wurden zunächst im kirchlichen Zentrum in Rocca di Papa bei Rom medizinisch und psychologisch betreut, bevor sie auf verschiedene italienische Diözesen wie Mailand, Arezzo und Terni aufgeteilt wurden. Nach einem "Avvenire"-Bericht kam es im Zusammenhang mit der Unterbringung der Menschen durch kirchliche Einrichtungen zu Protesten und Drohungen. Neben dem Caritas-Sitz in Mailand seien auch Einrichtungen in Pistoia, Vicenza, Ascoli Piceno und Taranto Ziel von Einwanderungsgegnern geworden.

Erst am Mittwoch hatte der persönliche Beauftragte des Papstes für Sozialhilfe, Kardinal Konrad Krajewski, das kirchliche Aufnahmezentrum in Rocco di Papa besucht, wo sich auch die letzten verbliebenen Flüchtlinge der "Diciotti" befanden. Die Menschen sollten die Einrichtung laut Vatikan am Donnerstag verlassen. Wie es in der Mitteilung hieß, aß Krajewski mit den insgesamt 340 Gästen des Zentrums zu Mittag und sprach mit rund 40 Freiwilligen, die die Aufnahme der Eritreer organisiert hatten. An der Begegnung nahm den Angaben zufolge auch der Direktor der italienischen Caritas, Francesco Antonio Soddu, teil. Eine muslimische Frau gab Kardinal Krajewski ein gehäkeltes Madonnen-Bild als Dankeschön für den Papst mit.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Geduldsstein 11. September 2018 
 

Warum...

Finanziell geht es mir auch nicht gut,was für viele selbstverständlich ist kann ich mir nicht leisten, darunter leide ich nicht,aber ich leide unter den Wahn unserer Zeit, wo selbst die Hirten ihre Schafe verraten und ihnen die Wahrheit vorenthalten und da wo ich geistige Nahrung dringend brauche, Steine serviert bekomme, ja darunter leide ich und ich kann es nicht verstehen ,das ich fremde Kinder meinen eigenen Kindern vorziehen soll,hat dies Jesus irgendwie gesagt?


0
 
  10. September 2018 
 

Moralische Versklavung

Freie Moral oder moralische Versklavung, bei der die Moral und der freie Mensch zur bloßen Reagier-Sozialhilfszahler-Maschiene degradiert wird, bei der die Freiheit zu eigenen (freien) Analyse, Skandalverortung (Mittelmeererpressung/Heimatzerstörung/Waffenversand/Politik), zu eigenen Lösungen diktiert und totalisiert auf eine monokausale Formel vorgegeben und der freie Mensch und seine oral pervertiert wird.

Hätte das mal lieber Jesus gewusst, er hätte nicht nur die rechte Backe, sonder unbegrenzt viele Backen hinhalten lassen.
Er wäre für diesen Moral-Versklavungs-Fetisch vom Grab direkt erneut den Passionsweg gegangen. Judasnächstenliebe wäre Pflicht.
Da wären die Moral-Pharisäer unserer Zeit glücklich. Noch mer Füße, die man Waschen kann.

Völlige Pervertierung von Moral.


1
 
 Alpinyeti 8. September 2018 

Die untergetauchten Männer sind längst nicht mehr in Italien, sondern in Deutschland, Österreich oder Schweden. Dorthin wollen sie, weil sie dort mehr Geld als in Italien bekommen, das sie dann zum größten Teil nach Hause schicken. Und genau das war der Grund ihrer "Flucht".


17
 
 Walahfrid Strabo 8. September 2018 

Mimimi...

Unsere Kardinäle sind teilweise offensichtlich recht weltfremd....


15
 
 griasdigott 8. September 2018 

Aufwachen!

Die italienische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Innenminister Salvini wegen Freiheitsberaubung von Migranten.

Er ist nicht zu fassen!

Ob den Herrn Kardinal Bassetti auch meine Träume interessieren.

Ich träume davon, dass unser Land sicher ist und man keine Angst haben muss vor Vergewaltigung und Messerstechern.
Ich träume davon, dass die katholische Kirche das Evangelium verkündet, sich um das Seelenheil der Gläubigen kümmert.
Ich träume davon, dass die Sozialkannsen nicht geplündert werden und die Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben im Alter nicht Flaschen sammeln müssen.

Ich träume von einem funktionierenden Rechtsstaat.

Ich träume von Neuevangelisierung.

Ich träume...

Viele Träume, könnte eine ganze Liste schreiben!

Die Migranten wollen nur ihren Träumen folgen, meint der Herr Kardinal.

Vielleicht wäre es an der Zeit, dass die Herren Kardinäle aus ihren Träumereien aufwachen. Guten Morgen!


22
 
 JuM+ 8. September 2018 
 

Realitätsverweigerung und Träume

"Sie sind nicht gekommen, um in Italien zu bleiben", sagte Bassetti. Die Menschen wollten ihren Träumen folgen. Für die Zukunft sei es wichtig, die Fristen bei der Aufnahme von Migranten zu verkürzen und sie schnell in Familien und Einrichtungen zu integrieren.


2
 
 Bessi 8. September 2018 
 

Warum wohl

Sie sind ja nicht in ihren Gelobten Land was sie sich aussuchten. Sie wollen weiter nach Norden also nach Deutschland


16
 

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