Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  5. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  6. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  7. So fühlt sich Nachhausekommen an
  8. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  9. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  10. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  11. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  12. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  13. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  14. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  15. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung

McCarrick-Skandal: US-Bischöfe wagen keine Forderung an Vatikan

15. November 2018 in Weltkirche, 19 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Trotz des erheblichen inner- und außerkatholischen Drucks lehnen die US-Bischöfe das Statement zur Freigabe der McCarrick-Dokumente mehrheitlich ab – EWTN-Nachrichtenchef Arroyo: „Tragisch“. Von Petra Lorleberg


Baltimore (kath.net/pl) Die Vollversammlung der US-amerikanischen katholischen Bischofskonferenz diskutierte angesichts des völlig eskalierten Missbrauchs- und Vertuschungsskandals in ihren Reihen eine halbe Stunde lang darüber, ob man den Vatikan ermutigen soll, die Dokumente um den vielfach des sexuellen Missbrauchs beschuldigten Kardinals Theodore McCarrick freizugeben. Nach ausführlicher Diskussion lehnte die erheblich unter öffentlichem Druck stehende Bischofskonferenz den Antrag mit 83 zu 137 Stimmen ab. Die US-Bischöfe werden also in dem Skandal rund um den 83-jährigen Ex-Kardinal, der in- und außerhalb der Kirche für erhebliche Verbitterung und Kritik gesorgt hat, zunächst keine direkten Schritte unternehmen, sondern das Handeln des Vatikans abwarten.

Die Diskussion über die Forderung ließ nach Angaben von „LifeSiteNews“ drei Grundbefürchtungen der Bischöfe erkennen: die Angst vor dem Ärger der Laien und der Priester in ihren jeweiligen Heimatbistümern; die Angst, bei Ablehnung des Antrags als passive und gleichgültige Hirten dazustehen; und die Angst, den Heiligen Stuhl zu beleidigen oder von ihm missverstanden zu werden.


Die Reaktionen auf diese Bischofs-Entscheidung sind weithin von Enttäuschung geprägt. EWTN-Korrespondent Wyatt Goolsby sagte in einem Statement (Video siehe unten), die Bischöfe gehen nach Hause, ohne konkrete Maßnahmen zur Verantwortlichkeit von Bischöfen ergriffen zu haben. Goolsby berichtete, die Bischofskonferenz sei bezüglich der Krise gespalten und manche Bischöfe hätten ihm gesagt, dass sie die Abstimmung als „symbolisch“ einstuften. Die massiven Vorwürfe gegen den Ex-Kardinal nannte Goolsby „glaubwürdig“.

Der bekannte EWTN-Nachrichtenchef Raymond Arroyo kommentierte auf Twitter: Monatelang habe man auf die Vollversammlung der Bischöfe gewartet, die Bischöfe hätten diese Woche eine Million Dollar ausgegeben, doch zum Thema des Sexuellen Missbrauchs hat die Bischofskonferenz „nichts erreicht“. Er nannte dies „tragisch“.

JD Flynn, Chefredakteur von „Catholic News Agency“, berichtete, dass er von vielen gefragt worden sei, ob man nachschauen könne, wie der eigene Bischof abgestimmt habe. Flynn wies darauf hin, dass dieses Abstimmungsverhalten von der US-Bischofskonferenz nicht öffentlich gemacht wurde.

Papst Franziskus hatte bereits am Beginn der Herbstvollversammlung der US-Bischofskonferenz die Bischöfe völlig unerwartet darum gebeten, keinen eigenen Maßnahmenkatalog gegen sexuellen Missbrauch zu beschließen, sondern das Handeln des Heiligen Stuhl abzuwarten. Damit war die Aufarbeitung der katastrophalen Situation in der US-Kirche nach Ansicht vieler von vornherein behindert worden.



EWTN - Die US-Bischöfe werden den Vatikan nicht zur Offenlegung der McCarrickakten auffordern (engl.)



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  2. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  3. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  4. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  5. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  6. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  7. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  8. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche
  9. Bistum Basel: Bischof Gmür räumt Fehler bei Missbrauchsfall ein
  10. Bischof Kohlgraf: Kirchensteuer könnte für Zahlungen an Missbrauchsopfer verwendet werden






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  8. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  9. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  10. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  11. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  12. Papst Leo XIV: Meinungsfreiheit auch im Westen beschränkt
  13. Gott schütze Venezuela!
  14. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  15. So fühlt sich Nachhausekommen an

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz