
Advent-Aufreger: Pfarrer propagiert Matinee am 4. Adventsonntag11. Dezember 2003 in Deutschland, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Weiters veranstaltete Roland Breitenbach eine "Allerweltsmesse", bei der mit Segensworten" zu Allah, Brahma, Vishnu, den Muttergottheiten der Naturvölker und Manitou gebetet wurde
Würzburg (www.kath.net) Der eigene Wille ist ihm offenbar oberster Befehl. Nun schaffte der Pfarrer von St. Michael in Schweinfurt, Roland Breitenbach, kurzerhand die Messe am 4. Adventsonntag ab. In einem seiner Rundschreiben gab er bekannt, statt dessen eine Matinee zu begehen. Der letzte Sonntag vor Weihnachten sei ein liturgisches Stiefkind, begründet Breitenbach die Aktion. Vor allem wenn er, wie in den letzten Jahren oft, nahe an den Heiligen Abend gerückt ist. Dann häufen sich die Gottesdienste - gemeint sind Eucharistiefeiern - auf geradezu inflationäre Weise. Wer die Messe feiern wolle, solle dies am Vorabend oder in der Nachbargemeinde tun. Breitenbach warb ebenso für eine Allerweltsmesse, die bereits stattgefunden hat. Lieder der Welt seien mit den Texten der Liturgie unterlegt, heißt es in einem Rundschreiben. In Segensworten am Ende der Feier wurde zu Allah, Brahma, Vishnu, den Muttergottheiten der Naturvölker und Manitou gebetet. Der knapp 70-jährige Pfarrer war unter den Erstunterzeichnern des sogenannten Kirchenvolksbegehrens. Seine polemische Kritik an der Kirche verärgert seit geraumer Zeit zahlreiche Katholiken im Bistum Würzburg. Die Bistumsleitung schweigt zu den Vorgängen um Pfarrer Breitenbach. Eine Anfrage von KATH.NET wurde bis jetzt nicht beanwortet. Zur Dokumentation: Segensworte Den Segen wollen wir von dem einen Gott empfangen, den tausend Namen nichterfassen und zehntausend Bilder nicht darstellen können: - Es segne uns Allah, der All-Barmherzige und All-Eine, zu dem die Muslimebeten. - Es segne uns Brahma, der Schöpfer, aus dem nach dem Glauben der Hindusalles geschaffen ist. - Es segne uns Vishnu, der in diese Welt kommt, um ihren Lauf in Gang zuerhalten. - Es segne uns Jahwe, der sich dem Volk Israel als der geoffenbart hat, derfür die Menschen da ist. - Es segnen uns die Muttergottheiten der Naturvölker, die alles Werden undVergehen schützt, und aus dem Tod neues Leben bringt. - Es segne uns Manitou, der große Geist der Indianer, der alles belebt. - Es segne uns der dreifaltige Gott, in dem all die Gottheiten der Welt einsund aufgehoben sind, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. 
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. |